Johann Georg Wilhelm Leidig (* 3. Januar 1838 in Leutershausen; † 1922 in Feuchtwangen) war ein deutscher Posthalter, Gastwirt und Bierbrauer sowie Mitglied der bayerischen Kammer der Abgeordneten.
Johann Georg Wilhelm Leidig war nach seiner Schul- und Berufsausbildung in seiner Heimatstadt Leutershausen bis 1866 als Posthalter für den ordnungsmäßigen Geschäftsablauf im Postamt verantwortlich.

Mit der Posthalterei war üblicherweise der Betrieb einer Gaststätte verbunden, denn für die Kutscher und Postpferde mussten ausreichende Ruhe- und Rastmöglichkeiten vorhanden sein. So führte er eine Bierbrauerei und die Gaststätte zur Sonne. Nach seinem Militärdienst in der Bayerischen Armee musste er am Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 teilnehmen.
Leidig engagierte sich in der Politik und wurde Mitglied der Freisinnigen Volkspartei, die 1893 aus einer Aufspaltung der Deutschen Freisinnigen Partei hervorgegangen war und 1910 in der Fortschrittlichen Volkspartei aufgegangen ist. 1879 wurde er in den Stadtrat von Pirmasens gewählt und 1884 mit dem Amt des 2. Bürgermeisters betraut.
1881 erhielt er ein Mandat für die Kammer der Abgeordneten, die neben der Kammer der Reichsräte der Krone Bayerns den Bayerischen Landtag bildete. Er wurde gewählt im Wahlkreis Ansbach.
Leidig kandidierte für die Reichstagswahl 1890.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Leidig, Wilhelm |
| ALTERNATIVNAMEN | Leidig, Johann Georg Wilhelm (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Posthalter, Mitglied des Bayerischen Landtags (Freisinnige Volkspartei) |
| GEBURTSDATUM | 3. Januar 1838 |
| GEBURTSORT | Leutershausen |
| STERBEDATUM | 1922 |
| STERBEORT | Feuchtwangen |