

Wilhelm Oxenius (* 9. September 1912 in Kassel; † 13. August 1979) war ein deutscher Offizier während des Zweiten Weltkriegs. Bekanntheit erlangte er als Dolmetscher während der Kapitulationsunterzeichnung am 7. Mai 1945 in Reims. Später war er für die Organisation Gehlen und den Bundesnachrichtendienst tätig.
Oxenius war schon vor dem Krieg Soldat der Wehrmacht. Im Juni 1944 war er Stabsoffizier für die Panzergruppe West in Frankreich und wurde dann im Range eines Majors i. G. Adjutant von Generaloberst Alfred Jodl im Oberkommando der Wehrmacht. Oxenius unterzeichnete die Kapitulation in Reims zusammen mit Generaladmiral Hans-Georg von Friedeburg und Alfred Jodl. Vom 10. Mai 1945 bis 3. Januar 1948 befand er sich in alliierter Kriegsgefangenschaft.
Nach dem Krieg wurde Oxenius Mitarbeiter der Organisation Gehlen und verblieb dort auch nach deren Überführung in den Bundesnachrichtendienst (BND). Oxenius war dort Medienberichten zufolge als Reinhard Gehlens Sicherheitschef tätig. Er galt als vehementer Antikommunist und propagierte die Theorie des Fortbestehens einer kommunistischen Organisation in Form der Roten Kapelle.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Oxenius, Wilhelm |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Offizier während des Zweiten Weltkriegs |
| GEBURTSDATUM | 9. September 1912 |
| GEBURTSORT | Kassel |
| STERBEDATUM | 13. August 1979 |