Wilhelm Preetz

Wilhelm Preetz (* 21. Juni 1934 in Breitenfeld; † 2. März 2026 in Plön) war ein deutscher Chemiker und Professor für anorganische Chemie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Werdegang

Wilhelm Preetz wurde in Gardelegen in der Provinz Sachsen geboren und legte 1952 die Reifeprüfung in Bismark ab, machte dann aber noch 1953 in Berlin-Spandau die Ergänzungsprüfung zum Ostabitur. Er studierte ab 1953 Chemie an der TU Berlin. In seiner Diplomarbeit im Jahre 1959 untersuchte er bei Ewald Blasius den Ligandenaustausch von Iridiumkomplexen. Er promovierte 1963 ebenfalls bei Blasius mit einer Arbeit über Gemischtligandenkomplexe der Platinelemente. Im Mai 1963 wurde er wissenschaftlicher Assistent an der TU Berlin.

Im Jahr darauf ging er mit Blasius an die Universität des Saarlandes in Saarbrücken und habilitierte sich dort im Jahr 1969 mit einer Arbeit über Trennverfahren von kinetisch inerten Komplexsystemen.

Von Saarbrücken wurde er im Jahr 1971 als Direktor an das Institut für anorganische Chemie der Universität Kiel berufen, wo er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1999 blieb.

Forschungsinteressen

Das wissenschaftliche Werk umfasst zahlreiche Arbeiten zur anorganischen Chemie, unter anderem zu Halogen- und Bor-Verbindungen (wie Hexaboraten).

Publikationen

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Wilhelm Preetz: Trennung, Isolierung und Untersuchung von Gemischtligandenkomplexen der Platinelemente unter Zuhilfenahme hochspannungsionophoretischer Methoden. Technische Universität Berlin (Fachbereich für Chemie), Berlin 1963 (Dissertation).
  2. ↑ Informationen zu und akademischer Stammbaum von Wilhelm Preetz bei academictree.org, abgerufen am 3. September 2026.
  3. ↑ Wilhelm Preetz: Neue ionophoretische Trennverfahren zur Untersuchung kinetisch inerter Komplexsysteme. Universität des Saarlandes (Saarbrücken), Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, Saarbrücken 1969 (Habilitationsschrift).
  4. ↑ Klaus Beneke: Nachruf: Wilhelm Preetz (1934 – 2026). In: Nachrichten aus der Chemie. Band 74, Nr. 9, September 2026, ISSN 1439-9598, S. 90–90, doi:10.1002/nadc.20264160195 (wiley.com [abgerufen am 2. September 2026]).
  5. ↑ Achim Müller, Samar K. Das, Paul Kögerler, Hartmut Bögge, Marc Schmidtmann, Alfred X. Trautwein, Volker Schünemann, Erich Krickemeyer, Wilhelm Preetz: A New Type of Supramolecular Compound: Molybdenum-Oxide-Based Composites Consisting of Magnetic Nanocapsules with Encapsulated Keggin-Ion Electron Reservoirs Cross-Linked to a Two-Dimensional Network. In: Angewandte Chemie. Band 39, Nr. 19, 2. Oktober 2000, S. 3413–3417, doi:10.1002/1521-3773(20001002)39:19<3413::AID-ANIE3413>3.0.CO;2-Q (wiley.com [abgerufen am 3. September 2026]).
  6. ↑ W. Preetz, J. P. Nadler: Platzwechselvorgänge der Liganden in festen Komplexsalzen. I. Intramolekulare Isomerisierung an Gemischten Hexahalogenokomplexen von Osmium(IV). In: Zeitschrift für anorganische und allgemeine Chemie. Band 410, Nr. 1, November 1974, ISSN 0044-2313, S. 48–58, doi:10.1002/zaac.19744100107 (wiley.com [abgerufen am 3. September 2026]).
  7. ↑ Diana Förster, Stephan Scheins, Peter Luger, Dieter Lentz, Wilhelm Preetz: Electron Density and Bonding in Borates: An Experimental Study of Tetrabutylammonium Heptahydridohexaborate, [(C 4 H 9 ) 4 N][B 6 H 7 ]. In: European Journal of Inorganic Chemistry. Band 2007, Nr. 20, Juli 2007, ISSN 1434-1948, S. 3169–3172, doi:10.1002/ejic.200700444 (wiley.com [abgerufen am 3. September 2026]).
Personendaten
NAME Preetz, Wilhelm
KURZBESCHREIBUNG deutscher Chemiker und Hochschullehrer
GEBURTSDATUM 21. Juni 1934
GEBURTSORT Breitenfeld (Gardelegen)
STERBEDATUM 2. März 2026
STERBEORT Plön