Wilhelm Rentrop (* 7. Dezember 1904 in Koblenz; † 1989) war ein deutscher Verwaltungsjurist und erster Präsident des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung.
Wilhelm Rentrop absolvierte ein Studium der Rechtswissenschaft an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Seither gehörte er der Burschenschaft Alemannia Bonn an. Nach Referendariat und Promotion war Rentrop 1933 zunächst in der Devisenabteilung des Reichswirtschaftsministeriums und von 1936 bis 1945 beim Reichskommissar für die Preisbildung tätig, eine Behörde, deren Leiter bis 1935 Reichskommissar Carl Friedrich Goerdeler gewesen war. Während Rentrops Tätigkeit amtierten Josef Wagner (1936–1941), zugleich Gauleiter in Westfalen-Süd und Schlesien, und Hans Fischböck (1942–1945) als Reichskommissare. In dieser Zeit verfasste er Abhandlungen über Devisenvorschriften und preisrechtliche Normen.
Seine Veröffentlichungen wurden in der Fachwelt weitgehend, wenn auch nicht vollständig, positiv aufgenommen, teilweise kritisch z. B. von Rudolf Hug, der sich 1938 an der Universität Heidelberg mit einer Arbeit über den Aufbau einer neuen deutschen Wirtschaftswissenschaft habilitiert hatte. Der ungarische Professor Theo Surányi-Unger bezeichnete Rentrop und den Mitautor eines Werks über Preispolitik und Preisüberwachung in Europa, das auch die Rechtsvorschriften verbündeter und abhängiger Staaten behandelte, als „hervorragende[n] Beamten des Reichskommissariats für die Preisbildung“.
Von 1946 bis 1949 war er im Finanzministerium des Landes Württemberg-Hohenzollern unter den Ministern Lorenz Bock und Gebhard Müller für Besatzungslasten zuständig. Danach wechselte er in das Bundesministerium der Finanzen, wo er von 1950 bis 1952 stellvertretender Leiter der Sonderabteilung Besatzungslastenverwaltung war. Von 1952 bis 1955 war er in der Dienststelle Blank und danach im Bundesministerium der Verteidigung tätig. Dort leitete er bis zum 31. Juli 1957 die Abt. XI Beschaffungswesen, Fertigung, Güteprüfung in Koblenz. Unmittelbar danach wurde er Leiter des Zentralamts für Wehrtechnik und Beschaffung. 1958 wurde er in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Der Spiegel führte dazu aus: „Zwar sei er durch die Korruptionsfälle im Beschaffungsamt nicht belastet, aber es sei »vorerst keine Planstelle für ihn frei«. Es soll versucht werden, Rentrop Mitte dieses Jahres in einem der europäischen Gemeinschafts-Gremien unterzubringen.“ 1959 meldete Der Spiegel, Rentrop, derzeit als Kartellberater für die Heiz- und Kochgeräte-Industrie tätig, „soll demnächst wieder für die Bundesregierung aktiv werden: Es ist daran gedacht, ihn im Rahmen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern zum Wirtschaftsberater des Negus zu machen.“
1961 wurde er Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie. 1969 wurde seine Personalakte im Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages zum HS-30-Skandal herangezogen, ohne dass dies Konsequenzen hatte.

| Personendaten | |
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| NAME | Rentrop, Wilhelm |
| ALTERNATIVNAMEN | Rentrop, Wilhelm Karl Friedrich |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Verwaltungsjurist und erster Präsident des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung |
| GEBURTSDATUM | 7. Dezember 1904 |
| GEBURTSORT | Koblenz |
| STERBEDATUM | 1989 |