Wilhelm „Willy“Richter-Rheinsberg (* 11. August1866 in Rheinsberg; † 14. Juni1933 in Berlin) war ein deutscher Kunstmaler, Gebrauchsgraphiker und Lehrer an der Baugewerkschule Berlin, der hauptsächlich in Berlin wirkte, wo er nach dem Jahrbuch der bildenden Kunst (1903) zeitweise in der Hohenstaufenstraße und nach dem 1926 erschienenen Handbuch des Kunstmarktes: Kunstadressbuch für das Deutsche Reich, Danzig und Deutsch-Österreich in der Haberlandstraße wohnte.
Leben
Zwischen 1888 und 1895 reiste er mehrmals Richtung Osteuropa, so nach Russland und Polen. Neben Gemälden (stilistisch eingeordnet in Impressionismus und Moderne Kunst), vor allem Landschaften, – sowohl Aquarelle als auch Ölmalerei – malte er auch für Kirchen in Potsdam und Berlin, weiterhin Malereien für die Kirchen von Geesow u. Luckow, im Wilhelmsstift Potsdam sowie in der St.-Georgskapelle in Neuruppin und in der Dorfkirche Lindenberg. Als Graphiker aktiv, fertigte er unter anderem für Die Urbibel der Indogermanen von Ludwig Hermann diverse Abbildungen an, illustrierte Nirutakas Der Akazuki vor Port Arthur und gestaltete die Abbildung einer Pfahlbausiedlung für den Künstler-Modellierbogen.
C. A. Bratter beschreibt ihn in einem Artikel für The Lady's Realm als „a well - known Berlin artist“.
Richter-Rheinsberg war Mitglied der SchönebergerKunstdeputation. Als solcher ist er auf einem der Wandgemälde von Arthur Johnson im Ratskeller zu sehen. Er trägt darauf ein Bild des Schöneberger Rathauses unter dem Arm.
Er signierte seine Werke nicht einheitlich, beispielsweise finden sich W. Richter und W. RICHTER-RHSBG, bzw. W. Richter-Rhsbg.
Veröffentlichungen
Wilhelm Richter-Rheinsberg: Bilder aus der Mark Brandenburg. Ludwig zum Felde, Alfred Müller (Hrsg.).
↑Max Ebell:Perlen der Sandstein-Vogesen: Streifzüge durch Zabern und seine Umgebung. J. H. E. Heitz (Heitz & Mündel), 1908 (google.com[abgerufen am 9.März 2024]).
12Richter-Rheinsberg, Wilhelm. In: Benezit Dictionary of Artists. Oxford University Press 2011 (Online-Ausgabe).
↑Uta Land: Die St.-Georg-Kapelle zu Neuruppin. Karwe 2012, S. 10.
↑Die Kunstdenkmäler der Provinz Brandenburg: tl. 4. Kreises Niederbarnim. Deutscher Kunstverlag, 1939 (google.com[abgerufen am 9.März 2024]).
↑Wöchentliches Verzeichnis der erschienenen und der vorbereiteten Neuigkeiten des deutschen Buchhandels. Deutschen Bücherei, 1926 (google.com[abgerufen am 9.März 2024]).
↑Organ der Militärwissenschaftlichen Vereine. Militärwissenschaftlichen Vereines., 1904 (google.com[abgerufen am 9.März 2024]).
↑Nirutaka:Der Akazuki vor Port Arthur: aus dem Kriegstagebuch des japanischen Kapitänleutenants. E. Salzer, 1904 (google.de[abgerufen am 9.März 2024]).
↑Friederike Schuler:Im Dienste der Gemeinschaft – Figurative Wandmalerei in der Weimarer Republik. Tectum Wissenschaftsverlag, 2017, ISBN 978-3-8288-6657-7 (google.de[abgerufen am 9.März 2024]).
↑Hilmar Schmuck, Willi Gorzny, Peter Geils:Gesamtverzeichnis des deutschsprachigen Schrifttums 1700–1910 (GV), Band 117, Reut - Rie. Walter de Gruyter GmbH & Co KG, 2020, ISBN 978-3-11-157890-3 (google.com[abgerufen am 9.März 2024]).
↑Ludwig ZumFelde:Bilder aus der Mark Brandenburg. Deutsche Nationalbibliothek, 2018 (google.de[abgerufen am 9.März 2024]).
↑Pädagogischer Jahresbericht für die Volksschullehrer Deutschlands und der Schweiz. F. Brandstetter, 1911 (google.com[abgerufen am 9.März 2024]).