Wilhelm Schwister

Wilhelm Schwister (* 20. Juli 1878 in Eschweiler; † 31. Dezember 1947 in Frankfurt am Main) war ein deutscher Jurist.

Leben

Schwister trat 1907 in den preußischen Justizdienst ein. Ab 1927 war er Präsident des Juristischen Landesprüfungsamts in Berlin. Von 1933 an war er Präsident des Oberlandesgerichtes Düsseldorf. Schwister weigerte sich, der NSDAP beizutreten. Im April 1941 nahm er an der „Schlegelberger-Konferenz“ im Haus der Flieger in Berlin teil, an der die höchsten Juristen des Deutschen Reiches durch den Tagungsleiter Franz Schlegelberger sowie Viktor Brack und Werner Heyde über die „Vernichtung lebensunwerten Lebens“ mittels Gas unter Aufsicht der Zentraldienststelle T4 informiert wurden. Er wurde mit 65 Jahren in den Ruhestand versetzt.

Der Architekt und Bauunternehmer Johann Schwister (1862–1921) war ein Cousin von ihm.

Einzelnachweise

  1. ↑ Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich, Frankfurt am Main 2007, S. 392
Personendaten
NAME Schwister, Wilhelm
KURZBESCHREIBUNG deutscher Jurist, Präsident des OLG Düsseldorf
GEBURTSDATUM 20. Juli 1878
GEBURTSORT Eschweiler
STERBEDATUM 31. Dezember 1947
STERBEORT Frankfurt am Main