Wilhelm Wiedasch

Wilhelm Friedrich Ernst Wiedasch (* 2. August 1821 in Wetzlar; † 23. April 1900 in Hannover) war ein deutscher Gymnasiallehrer und Schulleiter.

Leben

Wilhelm Wiedasch wurde 1821 geboren als Sohn von Ernst Wilhelm Wiedasch. Nach dem Schulbesuch in Wetzlar sowie in Ilfeld am dortigen Pädagogium studierte er von 1839 bis 1843 Philologie und Geschichte an der Universität Marburg sowie an der Universität Göttingen, bevor er von Michaelis 1844 bis Michaelis 1848 zunächst als Hilfslehrer, dann als „Collaborator“ (= Mitarbeiter) am Pädagogium in Ilfeld tätig wurde.

Von 1848 bis 1857 wirkte Wiedasch dann am Gymnasium zu Aurich, wiederum zunächst als Collaborator, ab 1855 als Oberlehrer, und folgte von dort auf Ostern 1857 dem Ruf nach Hannover als Oberlehrer am Lyceum. Einer seiner dortigen Schüler wurde der spätere Kommunalpolitiker Franz Adickes, dem sich Wiedasch zeitweilig am meisten widmete und den er über mehrere Jahre in den Fächern Deutsch und vor allem in Geschichte unterrichtete.

Zu Ostern 1863 wurde Wiedasch zum Konrektor ernannt. Die Annexion Hannovers durch Preußen wirkte sich nicht merklich auf Wiedaschs Laufbahn aus; am 29. Mai 1869 erhielt er – entsprechend seinem Dienstalter und seiner Leistungen – den Titel des Professors, nachdem er schon seit 1849 zum Dr. phil. promoviert war.

Als in Hannover zu Beginn der Gründerjahre des Deutschen Kaiserreichs die Abteilung B des stark anwachsenden hannoverschen Lyceums zu Ostern 1871 in eine selbständige Anstalt umgewandelt wurde, wurde Wilhelm Wiedasch zum ersten Direktor der neuen Einrichtung berufen, an der er bis zu seinem Ruhestand ab Michaelis 1888 als Schulleiter des Städtischen Lyceum II am Kleverthor wirkte, das lutherisch ausgerichtet war.

Schriften

Das 1859 zum 100sten Todestag von Friedrich Schiller vor dem ehemaligen hannoverschen Lyceum aufgestellte Schillerdenkmal;
Ansichtskarte von Karl F. Wunder, um 1898

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 Vergleiche die Angaben der Deutschen Nationalbibliothek (DNB)
  2. 1 2 3 Eduard Mushacke (Hrsg.): Deutscher Schulkalender, 22. Jahrgang, II. Teil, Berlin: Verlag Wilhelm Schultze (Wohlgemuts Buchhandlung, Scharrnstraße 11), 1873; S. 49; Vorschau über Google-Bücher
  3. ↑ o.V.: Wiedasch, Wilhelm in der Datenbank Niedersächsische Personen (Neueingabe erforderlich) der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek, zuletzt abgerufen am 19. März 2017
  4. ↑ Vergleiche die Angaben der DNB.
  5. 1 2 3 Dr. Wilhelm Wiedasch, in: „Verzeichnis der Lehrer und Schüler des Ilfelder Pädagogiums von 1800 bis vor Ostern 1853“ (als 1. Teil im Jahresbericht über die Königliche Klosterschule zu Ilfeld von Ostern 1905 bis Ostern 1906) Göttingen 1906, S. 9.
  6. ↑ Franz Adickes. Sein Leben und sein Werk ( = Frankfurter Lebensbilder, Bd. 11), Frankfurt am Main [u. a.]: Englert und Schlosser, 1929, Nachdruck der 1. Auflage, [Frankfurt a. M.]: [Schiemann], 1959, S. 52; Vorschau über Google-Bücher
  7. ↑ Vergleiche die Angaben der DNB
Personendaten
NAME Wiedasch, Wilhelm
ALTERNATIVNAMEN Wiedasch, Wilhelm Friedrich Ernst (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Gymnasiallehrer- und direktor und Autor
GEBURTSDATUM 2. August 1821
GEBURTSORT Wetzlar
STERBEDATUM 23. April 1900
STERBEORT Hannover