
Georg Ehrenfried Wilhelm von Carlowitz, kurz Wilhelm von Carlowitz, (* 12. Juli 1944 in Falkenhain) ist ein deutscher Unternehmer sowie Politiker (CDU) und ehemaliges Mitglied des Sächsischen Landtages.
Wilhelm ist ein Angehöriger der Familie von Carlowitz, genealogisch 2. Haus Falkenhain, einem alten Besitz des Adelsgeschlechts. Seine Eltern waren der akad. Landwirt Job (Job Oswald) von Carlowitz und Erika geb. von Münchhausen, Tochter des Offiziers Leopold Freiherr von Münchhausen und der Erika von Römer. Der Großvater L. Frhr. von Münchausen war einer der sog. Flügeladjutanten von Kaiser W. II. Der Großvater väterlicherseits, Georg (Georg Anton) von Carlowitz, war Oberst a. D. und der letzte Gutsherr von Falkenhain, bis 1945, verstorben dann im Dezember des gleichen Jahres, im Internierungslager Woorke bei Patzig (Rügen). Die 1960 verstorbene Großmutter Elisabeth Dufour Freiin von Feronce war Tochter eines Bankdirektors.
Wilhelm von Carlowitz besuchte die POS in Naumburg (Saale). Sein Abitur absolvierte er am Kirchlichen Proseminar in Naumburg. Danach studierte er Theologie in Ost-Berlin. Im Jahr 1967 übersiedelte W. von Carlowitz nach einer Flucht über die ČSSR und Österreich in die Bundesrepublik Deutschland, wo er ein BWL-Studium in Bonn und Köln fortsetzte. Im Jahr 1972 machte er seinen Abschluss als Diplom-Kaufmann. In den Jahren 1972 und 1973 folgte ein Auslandsaufenthalt.
Ab 1973 war Wilhelm von Carlowitz bei der Commerzbank mit In- und Auslandseinsätzen beschäftigt, unter anderem acht Jahre in Brüssel. Ab 1993 war er Mitglied der Geschäftsleitung der Commerzbank Sachsen. Dort war er für Firmenkunden im Mittelstand, Personal und Organisation zuständig. Das Amt hatte er bis mindestens 2004 inne. Im Jahr 2001 gründete Wilhelm von Carlowitz ein Familienunternehmen der Forstwirtschaft. Vom 30. Januar 1995 bis 2. August 2006 war von Carlowitz Honorarkonsul des Königreichs Belgien in Dresden.
W. von Carlowitz ist evangelisch und heiratete 1971 in Assenheim die gleichaltrige Astrid von Engelbrechten-Ilow aus Uchtspringe stammend, Tochter des Kammerdirektors Malte von Engelbrechten-Ilow und der Ruth-Barbara Schaefer-Kehnert. Die Familie von Astrid und Wilhelm hat drei zwischen 1974 und 1979 geborene Söhne. Astrid war als Studienrätin berufstätig.

Er ist Mitglied des Corps Borussia Bonn, Domherr seit 2008 und seit 2018 Ehren-Domherr, respektive Senior der Vereinigten Domstifter von Naumburg, Merseburg und Zeitz. Wilhelm von Carlowitz wurde 1981 als Ehrenritter in den Johanniterorden aufgenommen und ist seit 1999 Rechtsritter der Kongregation, Mitglied der Provinzialgenossenschaft Sachsen.
Wilhelm von Carlowitz ist seit 1996 Mitglied der CDU. Zwischen 1999 und 2001 war er im Kreisvorstand Dresden. Am 19. Dezember 2002 trat von Carlowitz für die Abgeordnete Veronika Bellmann über die Landesliste in den Sächsischen Landtag ein. Dort war er Mitglied im Ausschuss für Bauen, Wohnen und Verkehr sowie im Ausschuss für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten. In der darauf folgenden 4. Wahlperiode war er nicht mehr im Landtag vertreten.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Carlowitz, Wilhelm von |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Unternehmer und Politiker (CDU), MdL |
| GEBURTSDATUM | 12. Juli 1944 |
| GEBURTSORT | Falkenhain |