Will Halle (eigentlich: Albert Erich Will; * 1905 in Querfurt bei Halle (daher sein Künstlername); † 1969 in Berlin) war ein deutscher humoristischer Zeichner.
Will erlernte in Halle den Beruf des Steinbildhauers und war Schüler von Gustav Weidanz an der Handwerkerschule Halle. Er war Mitglied der Hallischen Künstlergruppe und stand der KPD zumindest nahe. 1929 schuf er für die nach sowjetischem Vorbild eingerichtete „Rote Ecke“ in einem Gebäude der Partei in Halle eine hölzerne Lenin-Maske, mit der er an die expressiven Holzschnitzereien Karl Völkers anknüpfte.
Nachdem er einige Jahre in seinem Beruf gearbeitet hatte, u. a. in Seeshaupt, siedelte er 1932 Jahre nach Berlin über, wo er sich auf sein zeichnerisches Talent verlegte und bis zu seinem Tod für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften, u. a. die Fliegenden Blätter und die Lustigen Blätter des Erich Zander Druck- und Verlagshaus, Berlin, „gezeichnete Scherze“ (Will Halle) anfertigte.
Will Halle war befreundet mit Erich Kästner, der Pate seiner Tochter war. Nach der Machtergreifung wurde Will Halle 1933 kurzzeitig inhaftiert.
Nach dem Ende des NS-Staats arbeitete er weiter in Westberlin, u. a. für den Tagesspiegel. Für einen Werbetrickfilm der Meierei C. Bolle nach der Idee von Günter Grass fertigte er die Zeichnungen. Halle war Mitbegründer des Vereins Berliner Karikaturisten Die Wolke.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Halle, Will |
| ALTERNATIVNAMEN | Will, Erich (wirklicher Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher humoristischer Zeichner |
| GEBURTSDATUM | 1905 |
| GEBURTSORT | Querfurt |
| STERBEDATUM | 1969 |
| STERBEORT | Berlin |