Willi Alter (* 31. Dezember 1916 in Worms; † 2005), eigentlich Wilhelm Rudolf Alter, war ein deutscher Heimatkundler und Historiker.
Willi Alter studierte nach seinem Abitur Germanistik, Geschichte und Geographie an den Universitäten in Gießen, Heidelberg und Darmstadt. Während des Zweiten Weltkriegs wurde er als Soldat eingesetzt und geriet in französische Kriegsgefangenschaft, aus der er 1948 entlassen wurde. Anschließend promovierte er an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.
Seine berufliche Laufbahn im Schuldienst führte ihn in leitende Positionen: Von 1960 bis 1963 war er Schulleiter des Leininger-Gymnasiums in Grünstadt und danach von 1963 bis zu seiner Pensionierung 1982 Oberstudiendirektor am Leibniz-Gymnasium in Neustadt an der Weinstraße.
Neben seiner Tätigkeit als Pädagoge war Willi Alter als Heimatkundler und Historiker mit dem Schwerpunkt auf der Pfalz und ihren angrenzenden Regionen tätig. Er verfasste zahlreiche Einzelschriften und war Mitautor bzw. Herausgeber weiterer Werke. Zudem publizierte er Beiträge in einschlägigen Fachzeitschriften.
Sein institutionelles Engagement war breit gefächert: Er war Mitglied des Historischen Vereins der Pfalz, gehörte dem Verwaltungsrat am Institut für geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz an und war Mitglied der Kommission für saarländische Landesgeschichte und Volksforschung.
Sein bedeutendster Wirkungskreis war die Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, deren korrespondierendes Mitglied er seit 1959 und ordentliches Mitglied er seit 1964 war. Von 1981 bis 1998 amtierte er als deren Präsident. Er war maßgeblich an der Konzeption und Realisierung des Pfalzatlas beteiligt, dessen Herausgeber er war. Der Pfalzatlas gilt als das umfangreichste Publikationsprojekt der Gesellschaft.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Alter, Willi |
| ALTERNATIVNAMEN | Alter, Wilhelm Rudolf |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Heimatkundler und Historiker |
| GEBURTSDATUM | 31. Dezember 1916 |
| GEBURTSORT | Worms |
| STERBEDATUM | 2005 |