| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 50° 30′ N, 10° 15′ O | |
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Unterfranken | |
| Landkreis: | Rhön-Grabfeld | |
| Verwaltungsgemeinschaft: | Ostheim vor der Rhön | |
| Höhe: | 340 m ü. NHN | |
| Fläche: | 12,18 km² | |
| Einwohner: | 555 (31. Dez. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 46 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 97647 | |
| Vorwahl: | 09779 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NES, KÖN, MET | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 6 73 182 | |
| Gemeindegliederung: | 4 Gemeindeteile | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Marktstr. 24 97645 Ostheim v.d.Rhön | |
| Website: | willmars.de | |
| Erster Bürgermeister: | Reimund Voß (SPD / FWG) | |
| Lage der Gemeinde Willmars im Landkreis Rhön-Grabfeld | ||




Willmars ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Ostheim vor der Rhön.
Die Gemeinde liegt in der Region Main-Rhön im Dreiländereck Hessen-Bayern-Thüringen.
Es gibt vier Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):
Die Einöden Birksmühle und Wachsmühle zählen zum Gemeindeteil Willmars.
Es gibt auf dem Gemeindegebiet die Gemarkungen Filke, Völkershausen und Willmars. Die Gemarkung Willmars hat eine Fläche von 5,077 km². Sie ist in 750 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 6769,91 m² haben.
Willmars gehörte den Grafen von Botenlauben, einer Nebenlinie der Grafen von Henneberg. Graf Otto II. von Henneberg-Botenlauben trat den Ort 1230 an das Kloster Fulda ab. Durch Verpfändung kam er an die Grafen von Henneberg-Römhild und wurde 1453 von der Linie Henneberg-Schleusingen erworben und dem Amt Maßfeld angegliedert. Nach deren Aussterben 1583 war der Ort Teil des Herzogtums Sachsen. Er gehörte ab 1680 zum Herzogtum Sachsen-Meiningen. Dabei war die eine Hälfte des Orts herrschaftlich sächsisch, die andere gehörte Ganerben, die der Reichsritterschaft angehörten. Ober- und Unterfilke sowie Völkershausen gehörten bis 1803 zur Reichsritterschaft (Herren von Stein).
Willmars kam im Jahr 1808 mit Filke, Völkershausen, Neustädtles und Sands zum Großherzogtum Würzburg des Erzherzogs Ferdinand von Toskana. Dieser hatte durch einen Staatsvertrag 1808 die Rechte (Dorf- und Gemeindeherrschaft) des Herzogtums Sachsen-Meiningen an sich gebracht. 1814 fielen der Ort und seine heutigen Ortsteile an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde.
Bis zur Zeit des Nationalsozialismus existierte in Willmars eine jüdische Gemeinde, die in der Lappichstraße eine Synagoge besaß. Schon einige Wochen vor den reichsweiten Novemberpogromen 1938 entlud sich hier der Hass auf die Juden, und zwar am 8. Oktober. Beobachtet von etwa hundert Schaulustigen schlugen die nationalsozialistischen Täter auf jüdische Willmarser ein und zwangen sie mit demütigenden Rufen, den Toraschrein und die Einrichtungsgegenstände der Synagoge abzubauen und sie samt Ritualien auf der Straße aufzutürmen. Die Männer, die die Juden drangsalierten, fügten ihnen Verletzungen, sogar Rippenbrüche zu. Frauen aus der Menge feuerten die Schläger an: „Nur feste drauf, auf die Stinker, die Verrecker.“
Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Juli 1971 die Gemeinde Filke und am 1. April 1972 die Gemeinde Völkershausen eingegliedert.
Im Zeitraum 1988 bis 2018 fiel die Einwohnerzahl von 672 auf 580 um 92 Einwohner bzw. um 13,7 %. 1993 hatte die Gemeinde 767 Einwohner. Quelle: BayLfStat
Erster Bürgermeister ist Reimund Voß (Freie Wählergemeinschaft, FWG). Er wurde im Jahr 2002 als Nachfolger von Wolf Pittorf (Bürgergemeinschaft) gewählt und 2008 mit 84,17 % der Stimmen, 2014 mit 90,99 % der Stimmen 2020 mit 57,50 % der Stimmen im Amt bestätigt.
Der Gemeinderat besteht aus acht Mitgliedern. Alle gehören der FWG an.
| Blasonierung: „Geteilt; oben geteilt von Silber und Rot, oben ein schwarzer Schrägbalken, unten eine silberne Krone; unten in Gold auf grünem Dreiberg eine rot bewehrte schwarze Henne.“ | |
| Wappenbegründung: Die Krone im Wappen erinnert an das Königsgut im Frühmittelalter. Die schwarzen Henne auf dem Dreiberg verweist auf die Grund- und Territorialherren der Grafen von Henneberg (Henneberger Wappen). Die Herren (später Freiherren) von Stein waren im Spätmittelalter mit Gemeindegebiet verbunden. Ihr Wappen, der schwarze Querbalken in Silber, soll auf diese seltene historische Kontinuität hinweisen.
Das Wappen wurde am 17. August 1982 genehmigt; der Entwurf stammt von Karl Nikolaus Haas (Heraldiker aus Kronach). |



2021 gab es 70 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort, 209 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort und 11 Arbeitslose. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keinen Betrieb, im Bauhauptgewerbe ebenfalls keinen Betrieb. 2020 bestanden sechs landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 614 ha.
2017 gab es folgende Einrichtungen: