Willy Richartz

Willy Richartz (* 25. September 1900 in Köln; † 8. August 1972 in Bad Tölz) war ein deutscher Komponist und Dirigent.

Leben

Richartz studierte zunächst Jura und wurde 1925 an der Universität Köln promoviert. Daneben studierte er Musik am Kölner Konservatorium. Anschließend arbeitete er als Kapellmeister an Theatern in München und Berlin. Während der Zeit des Nationalsozialismus war er Leiter des Reichssenders Berlin und Leiter des Tanzorchesters von Radio Berlin. Zum 1. Mai 1933 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 3.212.516). Richartz stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er neben Werner Egk Gründer des Deutschen Komponistenverbandes. Für seine Verdienste um die Reformierung des Urheberrechts wurde er Ehrenmitglied der GEMA.

Als Komponist hat er vor allem Unterhaltungsmusik und Operetten geschrieben. Er ist auf dem Waldfriedhof in Bad Tölz begraben.

Werke

Orchesterwerke

Werke für Blasorchester

Operetten

Vokalmusik

Werke für Klavier

Filmmusik

Veröffentlichungen

Literatur und Quellen

Einzelnachweise

  1. ↑ Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/34620604
  2. ↑ Fred K. Prieberg: Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945. Kiel 2009, CD-ROM-Lexikon, 2. Edition, S. 6127.
  3. ↑ Richartz, Willy. In: Theodor Kellenter: Die Gottbegnadeten : Hitlers Liste unersetzbarer Künstler. Arndt, Kiel 2020, ISBN 978-3-88741-290-6, S. 456.
Personendaten
NAME Richartz, Willy
KURZBESCHREIBUNG deutscher Komponist und Dirigent
GEBURTSDATUM 25. September 1900
GEBURTSORT Köln
STERBEDATUM 8. August 1972
STERBEORT Bad Tölz