| Dschibuti | |
|---|---|
| Währung | Dschibuti-Franc (DJF) |
| Kennzahlen | |
| Bruttoinlands- produkt (BIP) | 3,917 Milliarden USD (nominal) (2023) 8,375 Milliarden USD (PPP) (2023) |
| BIP pro Kopf | 3.804 USD (nominal) (2023) 8.133 USD (PPP) (2023) |
| BIP nach Wirtschaftssektor | Dienstleistungen: 80,5 % Industrie: 16,8 % Landwirtschaft: 2,7 % (2024) |
| Wachstum | 7,4 % p. a. (2023) |
| Inflationsrate | 2,1 % (2024) |
| Gini-Index | 41,6 (2017) |
| Erwerbstätige nach Wirtschaftssektor | Dienstleistungen: 92,3 % Industrie: 6,5 % Landwirtschaft: 1,2 % (2024) |
| Arbeitslosenquote | 26,0 % (2025) |
| Außenhandel | |
| Export | 5,25 Milliarden USD (2024, geschätzt) |
| Exportpartner | Äthiopien 77 %, VAE 5 %, China 3 %, Singapur 2 %, Frankreich 2 % (2023) |
| Import | 4,77 Milliarden USD (2024, geschätzt) |
| Importpartner | China 32 %, Indien 12 %, VAE 10 %, Türkei 6 %, Marokko 5 % (2023) |
| Öffentliche Finanzen | |
| Öffentliche Schulden | 35,4 % des BIP (2023) |
| Staatseinnahmen | 18,1 % des BIP (2023) |
| Staatsausgaben | 21,5 % des BIP (2023) |
Die noch wenig entwickelte Wirtschaft Dschibutis hängt von einer großen Gemeinschaft an Expatriaten, vom Hafen in Dschibuti, dem Flughafen und vom Betrieb der Eisenbahnlinie von Addis-Abeba nach Dschibuti ab.
In der Kolonialzeit zeichnete sich die Kolonialmacht Frankreich als ausbeuterische Kraft im ehemaligen Afar- und Issa-Territorium aus. Es wurde sowohl Bevölkerung als Arbeitskräfte ausgebeutet, als auch Raubbau an der spärlichen Natur des Wüstenstaates betrieben. Während des Bürgerkriegs von 1991 bis 1994 wurde ein großer Teil der Ausgaben für Entwicklung und Sozialleistungen des Staatshaushalts für das Militär ausgegeben.
Landwirtschaft und Industrie sind kaum entwickelt, teilweise wegen der ungünstigen klimatischen Verhältnisse, hoher Produktionskosten, dem schlechten Bildungsstand der Arbeitskräfte und der begrenzten natürlichen Ressourcen.
Dschibuti verfügt mittlerweile über nur sehr geringe Minerallagerstätten, und der trockene Boden ist unwirtschaftlich: 89 % des Landes sind Ödland oder Wüste, 10 % sind Weideland und 1 % machtWaldfläche aus. Den größten Anteil an der Wertschöpfung haben Dienstleistungen und Handel.
Das Finanzwesen, die Staatsfinanzen und die Währung - der Dschibuti-Franc - werden von der Zentralbank, der Banque Centrale de Djibouti beaufsichtigt und ausgegeben.