| Philippinen | |
|---|---|
| Weltwirtschaftsrang | 34. (nominal; 2025) |
| Währung | Philippinischer Peso (PHP) |
| Handels- organisationen | ASEAN, WTO, RCEP |
| Kennzahlen | |
| Bruttoinlands- produkt (BIP) | 487,2 Mrd. USD (nominal; 2025) 1.469,0 Mrd. internationale Dollar (KKP; 2025) |
| BIP pro Kopf | 4.270 USD (nominal; 2025) 12.877 internationale Dollar (KKP; 2025) |
| BIP nach Wirtschaftssektor | Land-, Forstwirtschaft und Fischerei: 8,6 % Industrie: 27,0 % Dienstleistungen: 64,4 % (laufende Preise; 2025) |
| Wachstum | 4,4 % (real; 2025) |
| Inflationsrate | 1,7 % (Jahresdurchschnitt; 2025) |
| Gini-Index | 39,3 (2023) |
| Erwerbstätige | 49,01 Mio. (2025) |
| Erwerbsquote | 64,1 % (ab 15 Jahren; 2025) |
| Arbeitslose | 2,14 Mio. (2025) |
| Arbeitslosenquote | 4,2 % (2025) |
| Außenhandel | |
| Export | 84,48 Mrd. USD (Waren; 2025) |
| Exportgüter | Elektronik, sonstige Industrieerzeugnisse, Mineralprodukte, Agrarerzeugnisse |
| Exportpartner | Vereinigte Staaten: 15,9 % Hongkong: 14,6 % Japan: 13,7 % China: 11,0 % Niederlande: 4,3 % (Waren; 2025) |
| Import | 134,20 Mrd. USD (Waren; 2025) |
| Importgüter | Elektronik, Brennstoffe, Transportausrüstung, Maschinen, Nahrungsmittel |
| Importpartner | China: 28,6 % Japan: 7,92 % Südkorea: 7,90 % Indonesien: 7,6 % Vereinigte Staaten: 6,1 % (Waren; 2025) |
| Außenhandelsbilanz | −49,72 Mrd. USD (Waren; 2025) |
| Öffentliche Finanzen | |
| Öffentliche Schulden | 63,2 % des BIP (2025) |
| Staatseinnahmen | 15,90 % des BIP (2025) |
| Staatsausgaben | 21,53 % des BIP (2025) |
| Haushaltssaldo | 5,63 % des BIP (2025) |
Die Wirtschaft der Philippinen ist eine überwiegend von Dienstleistungen geprägte Volkswirtschaft in Südostasien. Das Land gehört seit 2026 nach der Klassifikation der Weltbank zur Gruppe der Staaten mit oberem mittlerem Einkommen und wird zu den Schwellenländern gezählt. International bedeutsam sind die Elektronikindustrie, die Auslagerung von Geschäftsprozessen und IT-Dienstleistungen sowie die Beschäftigung philippinischer Arbeitskräfte im Ausland. Deren Rücküberweisungen tragen erheblich zu den Einkommen privater Haushalte bei. Einer wachsenden Dienstleistungswirtschaft stehen eine vergleichsweise geringe Produktivität vieler Betriebe, unzureichende Infrastruktur und ausgeprägte regionale Unterschiede gegenüber. Aufgrund des vorhandenen Aufholpotenzials und der jungen Bevölkerung werden die Philippinen zu den Pantherstaaten gezählt, denen ein hohes Potenzialwachstum und eine wachsende Rolle in der Weltwirtschaft zugetraut wird.
Mit der spanischen Kolonisierung seit 1565 und der Eroberung Manilas 1571 wurden die Inseln in ein Handelsnetz eingebunden, das Ostasien mit Amerika und Europa verband. Im Mittelpunkt stand der Galeonenhandel zwischen Manila und Acapulco. Über ihn gelangten vor allem chinesische Seide, Porzellan und andere asiatische Waren nach Neuspanien, während amerikanisches Silber nach Asien floss. Manila fungierte damit zunächst vor allem als Umschlagplatz; der Handel bestand nicht überwiegend aus Erzeugnissen der Inseln. Zur Finanzierung der langen und riskanten Überfahrten entstand ein lokaler Kapitalmarkt, an dem auch religiöse Bruderschaften und Stiftungen beteiligt waren. Sie sammelten Kapital und stellten Mittel für Handelsgeschäfte bereit.
Nach dem Ende des Galeonenhandels 1815 gewann die Ausfuhr eigener Agrarerzeugnisse an Bedeutung. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts entwickelten sich Zucker, Abacá, Tabak und Kaffee zu wichtigen Exportgütern. Ausländische Handelshäuser, insbesondere britische und amerikanische, finanzierten Ernten, führten Maschinen ein und erschlossen neue Absatzmärkte. Chinesische Kaufleute vermittelten zwischen dem Überseehandel und den lokalen Märkten. Zugleich geriet die einheimische Textilproduktion unter den Druck ausländischer Importe, und Unterschiede zwischen Regionen und Einkommensgruppen nahmen zu.
Die Spanier führten ein feudales Agrarsystem rund um große Landgüter ein. Im Rahmen des bis ins 18. Jahrhundert praktizierten Encomienda-Systems mussten alle einheimischen Männer neben der Entrichtung von Abgaben 40 Tage Zwangsarbeit leisten, was später auf 15 Tage reduziert wurde. Die Exportlandwirtschaft brachte unterschiedliche Besitz- und Produktionsformen hervor. Auf Negros expandierten Zuckerhaciendas mit Unterstützung ausländischer Handelshäuser; in Calamba bewirtschafteten Pächter dagegen Land eines großen kirchlichen Grundbesitzes. Grundbesitz, Handelskapital und der Zugang zu Krediten wurden zu wesentlichen Grundlagen wirtschaftlicher und politischer Macht.
Unter der 1898 begonnenen amerikanischen Herrschaft richtete sich der Außenhandel zunehmend auf die USA aus. Zollgesetze von 1909 und 1913 schufen weitgehenden gegenseitigen Freihandel zwischen Kolonie und Mutterland. Für die philippinische Zuckerwirtschaft bot der amerikanische Markt einen großen Absatzmarkt. Während der Weltwirtschaftskrise schützte diese Sonderstellung Teile der Exportwirtschaft vor einem ebenso starken Einbruch wie in anderen südostasiatischen Kolonien. Die 1934 eingeführten amerikanischen Zuckerquoten bevorzugte die Philippinen gegenüber konkurrierende Lieferländer wie Kuba. Dennoch blieben die Regionen unterschiedlich stark von den sinkenden Weltmarktpreisen betroffen. Eine Konstante der amerikanischen Zeit blieb, dass sich das meiste Kapital weiterhin in den Händen von Ausländern befand.
Der Zweite Weltkrieg hinterließ schwere Zerstörungen, Lebensmittelknappheit und eine hohe Inflation. Unter diesen Bedingungen erfolgte am 4. Juli 1946 der Übergang zur Unabhängigkeit; der wirtschaftliche Wiederaufbau gehörte zu den vordringlichen Aufgaben des neuen Staates. Um 1950 lag das reale BIP pro Kopf bei knapp 1070 US-Dollar, etwas über dem Wert von Indonesien und Thailand und weitgehend auf dem Niveau von 1900.
Die Regierung setzte in der Folgezeit auf den Aufbau einer eigenen Industrie und staatliche Entwicklungprogramme. Auf eine Zahlungsbilanzkrise reagierte sie 1949 mit Import- und Devisenkontrollen. Aus dieser Regulierung entwickelte sich eine Politik der Importsubstitution. Hohe Zölle und Einfuhrbeschränkungen schützten Hersteller von Konsumgütern, während Rohstoffe und Investitionsgüter vergleichsweise günstig eingeführt werden konnten. Die Politik begünstigte zunächst industrielle Investitionen, erschwerte jedoch den Wettbewerb und benachteiligte Exporte. Viele Unternehmen blieben von importierten Vorleistungen abhängig. Die Aufhebung von Kontrollen und die Abwertung des Peso Anfang der 1960er Jahre beseitigten diese Strukturprobleme nicht dauerhaft.
Unter Ferdinand Marcos, besonders nach Verhängung des Kriegsrechts 1972, wurden staatliche Investitionen und kreditfinanzierte Entwicklungsprojekte stark ausgeweitet. Ausländische Darlehen ermöglichten zunächst ein hohes Wachstum. Zugleich begünstigte die Regierung ihr nahestehende Unternehmer durch Kredite, Monopole und die Übernahme bestehender Unternehmen. Die geringe Rentabilität vieler Investitionen, Kapitalflucht und die schwache Exportbasis verschlechterten die Schuldentragfähigkeit. Ölpreisschocks und steigende internationale Zinsen verschärften die Lage.
1983 geriet das Land in eine schwere Schulden- und Zahlungsbilanzkrise. Die anschließende Stabilisierung ging mit Kreditverknappung, sinkenden Investitionen und einem starken Rückgang der Produktion einher. So sank das reale Pro-Kopf-Einkommen zwischen 1983 und 1986 um 18 %. Die wirtschaftliche Krise trug der zum Verlust der gesellschaftlichen Unterstützung für Marcos und zu seinem Sturz 1986 bei.
Seit den späten 1980er und in den 1990er Jahren wurden Einfuhrbeschränkungen abgebaut, Zölle gesenkt und weitere Wirtschaftsbereiche für private und ausländische Investitionen geöffnet. Reformen betrafen unter anderem Banken, Telekommunikation und Verkehr. Die stärkere Weltmarktintegration führte jedoch nicht zu einer ebenso breiten industriellen Entwicklung wie in mehreren ostasiatischen Nachbarländern. In den 2000er Jahren entstand mit dem Business Process Outsourcing ein neuer Exportzweig. Der Strukturwandel verlagerte Beschäftigung und Wertschöpfung zunehmend in Dienstleistungen.
Zwischen 2010 und 2023 wuchs die Wirtschaft im Jahresdurchschnitt um 5,2 %, besser als viele vergleichbare Schwellenländer. Die Weltbank führt diese Entwicklung vor allem auf eine höhere Kapitalbildung, öffentliche Investitionen und investitionsfördernde Reformen zurück; die Produktivitätsfortschritte blieben begrenzt. Die COVID-19-Pandemie unterbrach den Aufschwung: 2020 schrumpfte das reale BIP um 9,5 %. Auf die Erholung 2021 und 2022 folgte eine Abschwächung des Wachstums auf 4,4 % im Jahr 2025.
Dienstleistungen erwirtschafteten 2025 zu laufenden Preisen 64,4 % des BIP, die Industrie einschließlich Bauwirtschaft und Versorgung 27,0 % und die Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei 8,6 %. Zu den größten einzelnen Wirtschaftszweigen gehörten Handel, verarbeitendes Gewerbe und Finanzdienstleistungen. Große, häufig familienkontrollierte Konglomerate nehmen eine beherrschende Stellung ein, welche sich meistens im Besitz von Angehörigen der chinesischen Minderheit der befinden. Hohe Energie- und Transportkosten, komplizierte Genehmigungsverfahren und Wettbewerbsbeschränkungen erschweren insbesondere kleineren Unternehmen den Marktzugang und das Wachstum.
Die Landwirtschaft ist trotz ihres gesunkenen Anteils an der Wirtschaftsleistung für Beschäftigung und Ernährungssicherung bedeutend. Reis bildet das wichtigste Grundnahrungsmittel; hinzu kommen Mais, Kokosnüsse, Zuckerrohr und tropische Früchte. Kokosöl, Bananen und Ananas gehören zu den wichtigen Agrarausfuhren. Gleichzeitig ist das Land ein Nettoimporteur von Agrar- und Nahrungsmittelerzeugnissen, insbesondere von Getreide. Damit ist die Versorgung auch von Weltmarktpreisen und der Handelspolitik abhängig.
Kleine Betriebe und zersplitterter Landbesitz prägen große Teile des Sektors. Die durchschnittliche Betriebsgröße betrug nach der Landwirtschaftszählung 2022 etwa 0,8 Hektar. Die seit 1988 durchgeführte Landreform verteilte umfangreiche Flächen an Landlose und Landarbeiter; vielfach blieben jedoch kollektive statt individueller Eigentumstitel bestehen. Die OECD verweist auf geringe Produktivitätszuwächse und einen Beschäftigungsanteil, der deutlich über dem Beitrag zum BIP liegt. Fischerei und Aquakultur ergänzen die landwirtschaftliche Produktion; Fisch und andere Meeresprodukte, darunter Thunfisch, werden auch exportiert. Dieser als Blue Economy bekannte Wirtschaftszweig hat einen Anteil von vier Prozent am Gesamt-BIP.
Das verarbeitende Gewerbe trug 2025 rund 15,3 % zum nominalen BIP bei. Seine internationale Bedeutung beruht besonders auf der Halbleiter- und Elektronikindustrie. Die Philippinen sind in grenzüberschreitende Produktionsketten eingebunden und auf Montage, Prüfung und Gehäusefertigung von Halbleitern spezialisiert. Daneben werden Fähigkeiten im Chipdesign und in anspruchsvolleren Verpackungsverfahren ausgebaut. Elektronische Erzeugnisse stellten 2025 mit 54,3 % mehr als die Hälfte der Warenausfuhren. 2023 lagen die Textilexporte bei ca. einer Milliarde US-Dollar, wurden allerdings von Importen aus der Volksrepublik China übertroffen. Weitere Industriebranchen sind die Nahrungsmittelverarbeitung, Fahrzeugproduktion und Pharmaindustrie. Neben japanischen Herstellern lassen zunehmend auch chinesische Autobauern im Land produzieren. Die Stahl- und Zementindustrie wird durch private Investitionen erweitert.
Die Exportproduktion wird durch Sonderwirtschaftszonen mit steuerlichen Vergünstigungen und vereinfachten Verwaltungsabläufen unterstützt. Die relativ hohe Einfuhr von elektronischen Komponenten und anderen Vorleistungen verdeutlicht, dass der Bruttoexportwert nicht mit der im Inland erzeugten Wertschöpfung gleichgesetzt werden kann.

Die Stromerzeugung ist stark von Kohlekraftwerken abhängig. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur entfielen 2024 etwa 62 % der Erzeugung auf Kohle und 22 % auf erneuerbare Energien. Solar- und Windenergie werden ausgebaut; zugleich bleibt die Versorgung durch den steigenden Strombedarf und den erforderlichen Netzausbau belastet. Das seit 2020 geltende Moratorium für neue Kohlekraftwerksprojekte erfasst zuvor genehmigte Anlagen nicht. Die Strompreise gehören nach Einschätzung der Weltbank zu den höchsten innerhalb der ASEAN und beeinträchtigen sowohl Unternehmen als auch Haushalte.
Zu den seit Langem genutzten heimischen Energiequellen gehört die Geothermie. Für die Gasversorgung war das Offshorefeld Malampaya entscheidend. Wegen seiner rückläufigen Reserven gewinnt importiertes Flüssigerdgas an Bedeutung; entsprechende Einfuhren begannen 2023.
Im Bergbau besitzen Nickel, Gold und Kupfer besondere Bedeutung. Die Philippinen waren 2024 mit 9,5 % der weltweiten Förderung der zweitgrößte Nickelproduzent. Außerdem werden unter anderem Kobalt, Chrom und Silber gewonnen. Gemessen an der gesamten Wirtschaftsleistung bleibt der Sektor klein: Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden erwirtschafteten 2024 etwa 0,9 % des BIP. Abbauvorhaben sind wegen Umweltschäden, der Verdrängung indigener Gemeinschaften und der Verteilung von Einnahmen zwischen Zentralstaat und lokalen Gebietskörperschaften umstritten.
Mit einem Anteil von knapp zwei Drittel an der Gesamtwirtschaft ist der tertiäre Sektor der dominante Sektor der Gesamtwirtschaft.

Die Philippinen sind ein bedeutender Standort für Business Process Outsourcing und IT-Dienstleistungen. Die Branche entwickelte sich aus Callcentern und einfachen Verwaltungsaufgaben zu einem breiteren Angebot, das unter anderem Softwaredienstleistungen, Buchhaltung, Personalverwaltung, medizinische Dienstleistungen und technische Unterstützung umfasst. Begünstigt wurde der Wachstum durch englischsprachige Arbeitskräfte, vergleichsweise niedrige Lohnkosten, internationale Unternehmensnetzwerke und spezialisierte Büro- und Technologieparks.
Nach Angaben des Branchenverbandes IT and Business Process Association of the Philippines (IBPAP) erzielte der Sektor 2025 Exporterlöse von mehr als 40 Milliarden US-Dollar und beschäftigte rund 1,9 Millionen Menschen. Neben externen Dienstleistern gewinnen konzerninterne Zentren internationaler Unternehmen an Bedeutung. Wachsende Tätigkeitsfelder sind insbesondere Dienstleistungen für Banken und das Gesundheitswesen. Automatisierung und künstliche Intelligenz verändern die Qualifikationsanforderungen; die Weiterentwicklung der Beschäftigten ist deshalb ein wesentlicher Bestandteil der Branchenstrategie.

Das Kreditgeschäft wird von Universal- und Geschäftsbanken wie der Bank of the Philippine Islands getragen. Auf diese Institute entfielen im Juni 2025 rund 92,6 % der Bankkredite. Kleinere Spar-, Land- und Genossenschaftsbanken bedienen stärker private Haushalte und lokale Unternehmen. Die Bankstellen konzentrieren sich auf Luzon, insbesondere die Hauptstadtregion; in Teilen Mindanaos ist der Zugang zu Bankdienstleistungen wesentlich geringer. Digitale Zahlungen und elektronische Geldbörsen haben den Zugang zum Zahlungsverkehr erweitert. Nach Erhebungen der Zentralbank wurden 2025 rund 64,7 % der erfassten Einzelhandels- und sonstigen Massenzahlungen nach Transaktionszahl digital abgewickelt. Besonders bedeutend waren Händlerzahlungen und Überweisungen zwischen Privatpersonen. Der entsprechende Anteil am Transaktionswert lag mit 53,3 % niedriger.
Der organisierte Aktienhandel erfolgt an der Philippine Stock Exchange (PSE).
Die Bauwirtschaft wird durch Wohnungs- und Gewerbebau sowie öffentliche Infrastrukturprojekte getragen. Ihr Anteil am nominalen BIP betrug 2025 rund 7,4 %. Groß- und Einzelhandel einschließlich Fahrzeugreparaturen bildeten mit 18,6 % den größten einzelnen Wirtschaftszweig. Mit dem Programm Build, Better, More verfolgt die Regierung den Ausbau der Infrastruktur und eine stärkere Beteiligung privater Investoren durch öffentlich-private Partnerschaften. Insgesamt besteht noch erheblicher Investitionsbedarf beim Ausbau der Infrastruktur und der besseren Verbindung der zahlreichen Inseln des Archipels.
Der Tourismus hat eine große wirtschaftliche Bedeutung. Seine direkte Bruttowertschöpfung belief sich 2025 auf 2,27 Billionen Peso beziehungsweise 8,1 % des BIP. Dieser sektorübergreifende Wert ist in den jeweiligen Wirtschaftszweigen bereits enthalten. Der Inlandstourismus übertraf mit Ausgaben von 3,26 Billionen Peso den Einreiseverkehr aus dem Ausland, dessen Ausgaben bei etwa 698 Milliarden Peso lagen. In den als Tourismusbranchen erfassten Wirtschaftszweigen arbeiteten insgesamt 7,70 Millionen Menschen; diese Beschäftigtenzahl umfasst auch Leistungen für nichttouristische Kunden. 2025 gab es knapp 6,5 Millionen ausländische Touristen gegenüber knapp 134 Millionen inländischen Touristen.
Die Philippinen sind in regionale und internationale Handelsabkommen eingebunden und haben ihren Außenhandel seit den 1990er Jahren liberalisiert. Sie gehören der ASEAN an und sind seit 1995 Mitglied der Welthandelsorganisation. Das RCEP-Abkommen trat für das Land am 2. Juni 2023 in Kraft. Im Warenhandel standen 2025 Ausfuhren von 84,48 Milliarden US-Dollar Einfuhren von 134,20 Milliarden US-Dollar gegenüber. Das Defizit belief sich damit auf 49,72 Milliarden US-Dollar. Während die Exporte von Elektronik und anderen Industrieerzeugnissen geprägt werden, umfasst die Einfuhr neben Vorleistungen und Investitionsgütern auch Brennstoffe und Konsumwaren. Die Vereinigten Staaten waren der größte Absatzmarkt, China der wichtigste Lieferant. Ostasien und die übrigen ASEAN-Staaten besitzen als Produktions- und Handelspartner eine zentrale Stellung. Wichtigster europäischer Handelspartner ist Deutschland, jedoch wird nur ein kleiner Teil des Außenhandels mit der EU abgewickelt.
Dienstleistungsexporte und Rücküberweisungen aus dem Ausland gleichen einen Teil des Warenhandelsdefizits aus. Die Zentralbank erfasste für 2025 persönliche Rücküberweisungen von 39,62 Milliarden US-Dollar. Darin enthalten sind Geldtransfers über Banken und informelle Kanäle sowie Sachleistungen; allein die über Banken geleiteten Geldüberweisungen erreichten 35,63 Milliarden US-Dollar. Die Dienstleistungsbilanz wies einen Überschuss von 13,25 Milliarden US-Dollar auf. Insgesamt blieb die Leistungsbilanz mit einem Defizit von 16,29 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 3,3 % des BIP negativ.
Ausländische Direktinvestitionen sind besonders für exportorientierte Produktion, IT-Dienstleistungen und Immobilienprojekte bedeutsam. Die Regierung hat Investitionsanreize erweitert, unter anderem durch die Steuergesetze CREATE von 2021 und CREATE MORE von 2024. Hohe Logistikkosten, Infrastrukturengpässe und schwerfällige Verfahren bleiben Hindernisse für Investoren. 2025 lagen die Nettozuflüsse an ausländischen Direktinvestitionen bei ca. 8 Milliarden US-Dollar und damit im Bereich der letzten Jahre. Allerdings ist der regionale Wettbewerb um Investoren hart und Länder wie Indonesien, Vietnam oder Thailand erreichen teilweise mehr als doppelt so hohe Zuflüsse aus dem Ausland.
Die Landeswährung ist der philippinische Peso. Für die Geldpolitik ist die Bangko Sentral ng Pilipinas (BSP) zuständig. Sie verfolgt seit 2002 eine Strategie der Inflationssteuerung. Für 2025 bis 2028 beträgt das Inflationsziel 3,0 % mit einer Toleranz von einem Prozentpunkt in beide Richtungen. Die durchschnittliche Verbraucherpreisinflation sank von 6,0 % im Jahr 2023 über 3,2 % im Jahr 2024 auf 1,7 % im Jahr 2025. Seit dem Höhepunkt in den 1980er Jahren, als die Verbraucherinflation bis zu 50 Prozent erreichte, hatt die Inflation meist bei 4 bis 5 Prozent gelegen.
Der Peso unterliegt einem flexiblen Wechselkurssystem.

Im Jahresdurchschnitt 2025 umfasste die Erwerbsbevölkerung 51,16 Millionen Menschen ab 15 Jahren. Davon waren 49,01 Millionen erwerbstätig und 2,14 Millionen arbeitslos; die Erwerbsquote lag bei 64,1 %, die Arbeitslosenquote bei 4,2 %. Darüber hinaus galten 5,82 Millionen Menschen oder 11,9 % der Erwerbstätigen als unterbeschäftigt. Dazu zählt die Statistik Beschäftigte, die zusätzliche Arbeitsstunden, eine weitere Beschäftigung oder eine neue Stelle mit längerer Arbeitszeit wünschen.
Die Beschäftigungsquote ist hoch und die Arbeitslosigkeit relativ niedrig. Die Beschäftigungszunahme hat nicht überall zu produktiven und ausreichend entlohnten Arbeitsplätzen geführt. Nach der Weltbank entstanden seit 2010 rund drei Viertel der neuen Stellen in Wirtschaftszweigen, die überwiegend den Binnenmarkt bedienen und wenig internationalem Wettbewerb ausgesetzt sind. Defizite bei Bildung und beruflichen Qualifikationen erschweren den Übergang in anspruchsvollere Tätigkeiten. Frauen arbeiten überdurchschnittlich häufig in informellen und niedrig bezahlten Tätigkeiten. Gesetzliche Mindestlöhne werden regional festgelegt; daneben können betriebliche produktivitätsbezogene Vergütungen vereinbart werden. Der durchschnittliche Monatsverdienst lag 2022 bei etwas über 300 US-Dollar pro Monat. Pro Arbeitsstunde lag der Output bei 11,7 US-Dollar bereinigt nach Kaufkraft, was lediglich ein Bruchteil des Wertes in den Industrieländern ist (z. B. in Deutschland knapp acht mal höher). Das Ausbildungsniveau hat sich verbessert und knapp 90 Prozent der Kinder absolvieren inzwischen die Grundschule, im vergleichenden Human Capital Index der Weltbank liegt das Land jedoch weiterhin unter dem regionalen Durchschnitt. Die Die PISA-Studien 2022 ergab, dass zwischen 76 % und 84 % der Schüler in den Fächern Naturwissenschaften, Lesen und Mathematik unter dem Mindestleistungsniveau lagen.
Die Arbeit im Ausland eröffnet höhere Verdienstmöglichkeiten, entzieht dem heimischen Arbeitsmarkt aber auch Fachkräfte. Migration beeinflusst über Rücküberweisen auch die Lebensverhältnisse zurückbleibender Familien und bilden eine wichtige Stütze für den privaten Konsum. 2013 betrug die Zahl der Auslands-Filipinos mehr als 10 Millionen, wovon viele in den arabischen Golfstaaten arbeiteten.
Die Wirtschaftsleistung konzentriert sich auf Metro Manila und die angrenzenden Regionen CALABARZON und Central Luzon. Deutlich ärmer sind die südlichen Regionen des Landes. Insgesamt ist die regionale Ungleichheit sehr stark ausgeprägt, wobei die Einkommen in den reichsten Regionen um ein mehrfaches höher sind als in den ärmsten Regionen. Die folgende Tabelle zeigt die regionale Wirtschaftsleistung für 2025 zu laufenden Preisen, absteigend nach BIP.
| Region | BIP 2025 (Mrd. Peso) |
BIP pro Kopf 2025 (Peso) |
|---|---|---|
| National Capital Region (Metro Manila) | 8.750,0 | 631.279 |
| CALABARZON | 3.998,8 | 232.423 |
| Central Luzon | 3.040,7 | 234.427 |
| Central Visayas | 1.577,6 | 229.518 |
| Davao Region | 1.461,3 | 265.488 |
| Northern Mindanao | 1.342,4 | 255.321 |
| Ilocos Region | 925,0 | 172.668 |
| Negros Island Region | 853,0 | 176.179 |
| Western Visayas | 845,8 | 173.343 |
| Bicol Region | 789,4 | 124.630 |
| SOCCSKSARGEN | 700,7 | 152.350 |
| Zamboanga Peninsula | 672,3 | 129.675 |
| Eastern Visayas | 645,6 | 137.209 |
| Cagayan Valley | 579,6 | 152.041 |
| MIMAROPA | 538,1 | 160.506 |
| Caraga | 477,7 | 161.758 |
| Cordillera Administrative Region | 475,2 | 249.740 |
| Bangsamoro Autonomous Region in Muslim Mindanao | 336,8 | 78.874 |
| Philippinen insgesamt | 28.009,9 | 245.997 |

Nach der nationalen Armutsgrenze lebten 2023 etwa 15,5 % der Bevölkerung beziehungsweise 17,54 Millionen Menschen in Armut. Als arm gelten Personen, deren Einkommen nicht zur Deckung eines statistisch bestimmten Mindestbedarfs an Nahrungsmitteln und weiteren grundlegenden Gütern ausreicht. Der Anteil armer Familien betrug 10,9 %; diese auf Familien bezogene Quote ist von der personenbezogenen Armutsquote zu unterscheiden. Während der Pandemie war die personenbezogene Quote auf 18,1 % im Jahr 2021 gestiegen und ging danach wieder zurück. Das durchschnittliche Haushaltseinkommen lag 2023 bei lediglich 6400 US-Dollar.
Die Philippinen gehören zu den Ländern mit der höchsten Ungleichheit in Asien. Der Wechsel aus gering produktiver Landwirtschaft in entlohnte Beschäftigung in den Städten trug zur Einkommenssteigerung ärmerer Haushalte bei. Erhebliche Unterschiede beim Zugang zu Arbeitsplätzen und öffentlichen Dienstleistungen bestehen jedoch zwischen Provinzen und Bevölkerungsgruppen fort. Hohe Nahrungsmittelpreise belasten einkommensschwache Haushalte besonders; Taifune und andere klimatische Schocks gefährden Einkommen, Ernährung und Schulbesuch.
Ein zentrales Instrument der Armutsbekämpfung ist das seit 2008 bestehende Pantawid Pamilyang Pilipino Program (4Ps). Es gewährt bedürftigen Familien Geldleistungen, die unter anderem an den Schulbesuch und regelmäßige Gesundheitsuntersuchungen der Kinder gebunden sind. Das Programm soll sowohl aktuelle Not lindern als auch die Weitergabe von Armut an die nächste Generation verringern. Das 4Ps-Programm wurde in 145 Städten und 1.483 Gemeinden der Philippinen umgesetzt und hat mehr als 4 Millionen Familien (etwa 20 Prozent der Bevölkerung des Landes), darunter 8,7 Millionen Kinder, zugutekommen lassen, wodurch es einen wesentlichen Beitrag zur Armutsbekämpfung geleistet hat.
Die folgende Tabelle enthält ausgewählte gesamtwirtschaftliche Kennzahlen nach den Reihen des Internationalen Währungsfonds. BIP und BIP pro Kopf sind nominale Werte in US-Dollar; das Wirtschaftswachstum bezeichnet die preisbereinigte Veränderung gegenüber dem Vorjahr. Die Schuldenquote bezieht sich auf die konsolidierten Bruttoschulden des Gesamtstaates.
| Jahr | BIP (Mrd. USD) |
BIP pro Kopf (USD) |
Reales BIP-Wachstum(%) |
Inflationsrate (%) |
Staatsschulden (% des BIP) |
|---|---|---|---|---|---|
| 1980 | 37,1 | 774 | 5,1 | 18,2 | – |
| 1981 | 40,7 | 830 | 3,4 | 13,1 | – |
| 1982 | 42,4 | 843 | 3,6 | 9,0 | – |
| 1983 | 38,0 | 736 | 1,9 | 5,3 | – |
| 1984 | 35,9 | 678 | −7,3 | 46,7 | – |
| 1985 | 35,0 | 646 | −7,3 | 23,2 | – |
| 1986 | 34,1 | 615 | 3,4 | −0,3 | – |
| 1987 | 37,9 | 667 | 4,3 | 3,0 | – |
| 1988 | 43,3 | 744 | 6,8 | 12,2 | – |
| 1989 | 48,7 | 817 | 6,2 | 11,4 | – |
| 1990 | 50,5 | 829 | 3,0 | 13,2 | – |
| 1991 | 51,8 | 830 | −0,4 | 19,4 | – |
| 1992 | 60,4 | 947 | 0,4 | 8,6 | – |
| 1993 | 62,0 | 950 | 2,2 | 6,8 | 73,9 |
| 1994 | 73,2 | 1.095 | 4,4 | 12,5 | 63,6 |
| 1995 | 84,6 | 1.237 | 4,6 | 6,9 | 60,8 |
| 1996 | 94,7 | 1.316 | 5,9 | 8,3 | 53,1 |
| 1997 | 94,1 | 1.280 | 5,2 | 5,6 | 56,9 |
| 1998 | 74,5 | 988 | −0,5 | 9,4 | 50,8 |
| 1999 | 85,6 | 1.112 | 3,3 | 6,2 | 54,2 |
| 2000 | 83,7 | 1.087 | 4,4 | 6,5 | 59,2 |
| 2001 | 78,9 | 1.004 | 3,0 | 5,4 | 59,5 |
| 2002 | 84,3 | 1.050 | 3,7 | 2,8 | 65,2 |
| 2003 | 87,0 | 1.063 | 5,1 | 2,2 | 71,4 |
| 2004 | 95,0 | 1.137 | 6,6 | 4,8 | 71,1 |
| 2005 | 107,4 | 1.261 | 4,9 | 6,6 | 64,7 |
| 2006 | 127,7 | 1.471 | 5,3 | 5,4 | 57,2 |
| 2007 | 156,0 | 1.765 | 6,5 | 2,9 | 50,2 |
| 2008 | 181,0 | 2.012 | 4,3 | 8,2 | 50,0 |
| 2009 | 176,1 | 1.924 | 1,4 | 4,2 | 49,8 |
| 2010 | 208,4 | 2.237 | 7,3 | 3,7 | 47,6 |
| 2011 | 234,2 | 2.473 | 3,9 | 4,7 | 45,4 |
| 2012 | 261,9 | 2.721 | 6,9 | 3,2 | 45,7 |
| 2013 | 283,9 | 2.903 | 6,8 | 2,6 | 43,9 |
| 2014 | 297,5 | 2.996 | 6,3 | 3,6 | 40,3 |
| 2015 | 306,4 | 3.039 | 6,3 | 0,7 | 39,7 |
| 2016 | 318,6 | 3.108 | 7,1 | 1,2 | 37,4 |
| 2017 | 328,5 | 3.153 | 6,9 | 2,9 | 38,1 |
| 2018 | 346,8 | 3.280 | 6,3 | 5,3 | 37,1 |
| 2019 | 376,8 | 3.512 | 6,1 | 2,4 | 37,0 |
| 2020 | 361,8 | 3.313 | −9,5 | 2,4 | 51,6 |
| 2021 | 394,1 | 3.580 | 5,7 | 3,9 | 57,0 |
| 2022 | 404,4 | 3.645 | 7,6 | 5,8 | 57,4 |
| 2023 | 437,1 | 3.905 | 5,5 | 6,0 | 56,5 |
| 2024 | 461,6 | 4.089 | 5,7 | 3,2 | 56,6 |
| 2025 | 487,2 | 4.270 | 4,4 | 1,7 | 59,4 |