| Witno | ||
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| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Westpommern | |
| Powiat: | Gryfice | |
| Gmina: | Gryfice | |
| Geographische Lage: | 53° 57′ N, 15° 4′ O | |
| Einwohner: | ||
| Telefonvorwahl: | (+48) 91 | |
| Kfz-Kennzeichen: | ZGY | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Straße: | DW 105: Świerzno–Gryfice | |
| Eisenbahn: | kein Bahnanschluss | |
| Nächster int. Flughafen: | Stettin-Goleniów | |
Witno (deutsch Wittenfelde, Kreis Greifenberg) ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Westpommern und gehört zur Gmina Gryfice (Greifenberg) im Powiat Gryficki (Kreis Greifenberg).
Das Kirchdorf liegt in Hinterpommern, etwa zehn Kilometer nordwestlich von Gryfice (Greifenberg i. Pom.) und vier Kilometer nordnordwestlich des Dorfs Rybokarty (Ribbekardt).
Die Ostseeküste bei Pobierowo (Poberow) im Nordnordwesten ist 18 Kilometer entfernt.
Wittenfelde war im 18. Jahrhundert ein Bauerndorf mit einer Mutterkirche, das die beiden Familien v. Witten und v. Edling als Lehen besaßen und das um 1780 insgesamt dreizehn Feuerstellen (Haushaltungen) hatte.
Anfang der 1930er hatte die Gemarkung der Landgemeinde Wittenfelde einen Flächeninhalt von 2,5 km². Innerhalb der Gemeindegrenzen standen zusammen 15 bewohnte Wohnhäuser an zwei verschiedenen Wohnplätzen:
Wittenfelde war bis 1945 ein Dorf im Landkreis Greifenberg i. Pom. im Regierungsbezirk Stettin der preußischen Provinz Pommern des Deutschen Reichs. Es gehörte zum Amts- und Standesamtsbezirk Ribbekardt.
Im Jahre 1905 lebten hier 105 Menschen, deren Zahl mit 110 im Jahre 1933 und 104 im Jahre 1939 nahezu gleich blieb.
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Region Anfang März 1945 von der Roten Armee besetzt. Bald nach Beendigung der Kampfhandlungen wurde Wittenfelde zusammen mit ganz Hinterpommern von der Sowjetunion der Volksrepublik Polen zur Verwaltung überlassen. Danach begann die Zuwanderung polnischer Zivilisten. Der Ortsname Wittenfelde wurde zu ‚Witno‘ polonisiert. In der Folgezeit wurde die einheimische Bevölkerung von der polnischen Administration aus Wittenfelde vertrieben.
Seit 1945 ist Wittenfelde unter dem Namen Witno ein Ortsteil der Gmina Gryfice (Stadt- und Landgemeinde Greifenberg) in der Woiwodschaft Westpommern (bis 1998 Woiwodschaft Stettin).
Die ehemals evangelische Wittenfelder Kirche gehörte vor 1945 zu den ansehnlichsten Kirchen im Landkreis Greifenberg i. Pom. Das aus dem 15./16. Jahrhundert stammende Gotteshaus beeindruckte durch sein wertvolles Interieur.
Das Kircheninnere überspannt eine bunte Balkendecke, von der ein Taufengel von 1698 herabschwebt.
Der Altar ist mit üppigem Akanthus versehen. Neben der gemalten Kreuzigung befinden sich zwei manieristische Gestalten des Matthäus und Markus. Als Bekrönung der auferstandene Christus mit der Fahne. Zwei reiche Altarschranken zeigen Engel mit Marterwerkzeugen.
Der Altar ist das Werk des Bildhauers Rosenberg aus Stettin, dessen Schwiegersohn Erhard Löffler der Schöpfer des 23 Meter hohen Altars der Stettiner Jacobi-Kirche war.
Dss Kirchengebäude wurde nach 1945 zugunsten der Römisch-katholischen Kirche in Polen zwangsenteignet und trägt heute den Namen Kościół św. Stanisław Kostka (Hl. Stanisław Kostka).
Der kleine Ort Wittenfelde war vor 1945 überwiegend von evangelischen Kirchengliedern bewohnt. Der Ort war Pfarrdorf für das Kirchspiel Wittenfelde, dem die Kirchengemeinde Stuchow, Kreis Cammin i. Pom., zugeordnet war. Eingepfarrt waren außerdem die Orte Kambz, Lüttkenhagen, Medewitz, Neuhöfe und Staarz.
Im Jahre 1940 zählte das Kirchspiel 1268 Gemeindeglieder, von denen je die Hälfte im Pfarrort bzw. im Filialdorf lebten. Damals gehörte das Kirchspiel zum Kirchenkreis Greifenberg im Ostsprengel der Kirchenprovinz Pommern der Kirche der Altpreußischen Union. Der Bestand an Kirchenbüchern reichte bis 1678 zurück.
Das katholische Kirchspiel war in Greifenberg i. Pom. Das Standesamt befand sich in Ribbekardt.
Die seit 1945 und Vertreibung der einheimischen Dorfbewohner anwesende polnische Bevölkerung ist überwiegend katholischer Konfession. Das Dorf ist nicht mehr Pfarrsitz, sondern gehört als Filialgemeinde zur Pfarrei Stuchowo (Stuchow), die zum Dekanat Kamień Pomorski (Cammin) im Erzbistum Stettin-Cammin der Katholischen Kirche in Polen gehört. Hier lebende evangelische Kirchenglieder gehören jetzt zur Pfarrei Stettin in der Diözese Breslau der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen. Kirchort ist Trzebiatów (Treptow an der Rega), wo die Johannes-Kirche (vor 1945 altlutherisch) jetzt das evangelische Gotteshaus ist.
Seit der Reformation und bis zur Vertreibung amtierten in Wittenfeld 22 evangelische Geistliche:
Witno liegt drei Kilometer nördlich der Woiwodschaftsstraße 105 von Świerzno (Schwirsen) nach Gryfice (Greifenberg) und ist über den Abzweig Stuchowo (Stuchow) zu erreichen.
Eine Bahnanbindung besteht seit Aufgabe der Bahnstrecke Greifenberg-Horst-Treptow der Greifenberger Kleinbahn mit der Bahnstation Medewitz (heute polnisch: Niedźwiedziska) durch die Polnische Staatsbahn nicht mehr.