XLAG-Syndrom

Klassifikation nach ICD-10
Q04.3 Sonstige Reduktionsdeformitäten des Gehirns
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
Klassifikation nach ICD-11
LD20.1 Syndrome mit Lissenzephalie als Hauptmerkmal
ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion)

Das XLAG-Syndrom, Akronym für X-chromosomale Lissenzephalie mit Anormalität an den Genitalien, ist eine sehr seltene angeborene Erkrankung mit den Hauptmerkmalen Lissenzephalie, Corpus-callosum-Agenesie und Anomalie der Geschlechtsorgane.

Es betrifft nur das männliche Geschlecht.

Synonym: Lissencephaly, X-linked 2; LISX2

Verbreitung

Die Häufigkeit ist nicht bekannt, etwa 30 Familien sind bislang beschrieben worden. Die Vererbung erfolgt X-chromosomal.

Ursache

Der Erkrankung liegen Mutationen im ARX (aristaless-related homeobox)-Gen im X-Chromosom am Genort p21.3 zugrunde.

Weitere Erkrankungen mit Mutationen am ARX-Gen sind:

Klinische Erscheinungen

Klinische Kriterien sind:

Geschichte

Die Erstbeschreibung stammt aus dem Jahre 1999 durch den US-amerikanischen Kinderarzt William B. Dobyns und Mitarbeiter.

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 Eintrag zu X-chromosomale Lissenzephalie mit Genitalanomalien. In: Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten)
  2. ↑ Medline Plus
  3. ↑ Hydranencephaly with abnormal genitalia. In: Online Mendelian Inheritance in Man. (englisch)
  4. ↑ ARX. In: Online Mendelian Inheritance in Man. (englisch)
  5. ↑ Corpus Callosum, Agenesis Of, With Abnormal Genitalia. In: Online Mendelian Inheritance in Man. (englisch)
  6. ↑ W. B. Dobyns, E. Berry-Kravis, N. J. Havernick, K. R. Holden, D. Viskochil: X-linked lissencephaly with absent corpus callosum and ambiguous genitalia. In: American journal of medical genetics, Band 86, Nr. 4, Oktober 1999, S. 331–337; PMID 10494089 (Review).