Holzbibliothek

Innenansicht der Xiloteque Manuel Soler, in Dénia (Spanien)

Eine Holzbibliothek oder Xylothek (von altgriechisch ξύλον xylon, deutsch ‚Holz‘ und θήκη theke, deutsch ‚Aufbewahrungsort‘) ist eine Sammlung von Holz und anderen Bestandteilen verschiedener Baumarten. Die einzelnen Exponate sind dabei in Form von Büchern gestaltet.

Holzbuch

Holzbuch aus der Sammlung der Sternwarte im Stift Kremsmünster

Ein Kasten, bestehend aus dem Holz des Baumes, enthält in seinem Inneren weitere Bestandteile, zum Beispiel getrocknete Blätter und Früchte. Die Schmalseite des Kastens ist in Form eines Buchrückens mit der Rinde des Baumes beklebt und beschriftet.

Geschichte

Während Herbarien schon im Mittelalter angefertigt wurden, tauchten Holzsammlungen erst im 18. Jahrhundert auf, unter der Bezeichnung Holz-Cabinet (angelehnt an die damaligen Naturalien-Kabinette). Während diese Dinge anfangs nur als reine Sammlungsobjekte dienten, ging man unter dem Einfluss der Aufklärung und der Taxonomie von Carl von Linné zunehmend systematischer vor. Aus der Idee, Holz und Pflanze als Ganzes zu präsentieren, entstanden Ende des 18. Jahrhunderts die Holzbibliotheken. Damit sind diese ein Zeitdokument über den Zustand und die Wahrnehmung der Wälder.

Beispiele von Holzbibliotheken

Die Xylothek in der Bibliothek des Stiftes Lilienfeld
Holzbibliothek Kremsmünster, Schaukasten

Literatur

Commons: Xylotheken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Hohenheimer Holzbibliothek
  2. ↑ http://bfw.ac.at/rz/bfwcms.web?dok=704
  3. ↑ Archivlink (Memento vom 26. Juni 2015 im Internet Archive)
  4. ↑ Beschreibung einer Holz⸗Bibliothek nach selbst gewähltem Plan ausgearbeitet von Carl Schildbach. J. F. Estienne, o. O. (Cassel) 1788 (auf Google Books).