Yalda Afsah (persisch یلدا افصح; geboren 1983 in Berlin) ist eine deutsch-iranische Künstlerin, Filmemacherin und Professorin für Zeitbezogene Medien an der Hochschule für bildende Künste Hamburg.
Yalda Afsah studierte an der Universität der Künste Berlin, der Burg Giebichenstein Kunsthochschule in Halle, sowie dem California Institute of the Arts.
Afsahs Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von dokumentarischer Beobachtung und künstlerischer Inszenierung. In mehreren Werkserien untersucht sie das Verhältnis von Mensch und Tier, insbesondere im Hinblick auf Kontrolle und Dominanz im Kontext der Dressur (Stierkampf, Pferdedressur oder Taubenzucht). Dabei beschäftigt sie sich mit den Formen der Machtausübung, den dahinterliegenden Motiven sowie mit der Frage, wie die Beziehung zwischen menschlichen und tierischen Akteuren gestaltet ist.
Ihre Filme kreisen oft um männlich dominierte Macht- und Fürsorgeverhältnisse, die sie weder moralisch bewertet noch idealisiert, sondern als komplexe soziale Gefüge erfahrbar macht.
Für ihre künstlerische Arbeit wurde Afsah mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer. Ihre Filme waren auf zahlreichen renommierten Festivals vertreten, darunter das Locarno Film Festival, das New York Film Festival, die Internationalen Kurzfilmtage Winterthur sowie der Neue Berliner Kunstverein.
Sie erhielt im Jahr 2018 das Karl-Schmidt-Rottluff-Stipendium und war von 2019 bis 2021 Stipendiatin an der Graduiertenschule der Universität der Künste Berlin.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Afsah, Yalda |
| ALTERNATIVNAMEN | یلدا افصح (persisch) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsch-iranische Künstlerin |
| GEBURTSDATUM | 1983 |
| GEBURTSORT | Berlin |