Zăbala

Zăbala
Gebissdorf
Zabola
Zăbala (Rumänien)
Zăbala (Rumänien)
Basisdaten
Staat: Rumänien Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Covasna
Koordinaten: 45° 54′ N, 26° 11′ OKoordinaten: 45° 53′ 32″ N, 26° 11′ 13″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe:571 m
Fläche:125,79 km²
Einwohner:4.332 (1. Dezember 2021)
Bevölkerungsdichte:34 Einwohner je km²
Postleitzahl:527190
Telefonvorwahl:(+40) 02 67
Kfz-Kennzeichen:CV
Struktur und Verwaltung (Stand: 2024)
Gemeindeart:Gemeinde
Gliederung:Zăbala, Peteni, Surcea, Tamașfalău
Bürgermeister :Levente Fejér (UDMR)
Postanschrift:Str. Principală, nr. 829
loc. Zăbala, jud. Covasna, RO–527190
Website:

Zăbala [ˈsəbala] (deutsch Gebissdorf, ungarisch Zabola) ist eine Gemeinde im Kreis Covasna in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Geographische Lage

Lage der Gemeinde Zăbala im Kreis Covasna

Die Gemeinde Zăbala liegt in den Westausläufern des Vrancea-Gebirges (Munții Vrancei) – Teilgebirge der Ostkarpaten – und östlich der Kronstädter Senke (Depresiunea Brașovului) im sogenannten Szeklerland. Am gleichnamigen Bach, ein Zufluss des Râul Negru, der Kreisstraße (Drum județean) DJ 121 und der Bahnstrecke Brașov–Sfântu Gheorghe–Târgu Secuiesc befindet sich der Ort Zăbala sieben Kilometer nördlich von der Kleinstadt Covasna und etwa 38 Kilometer östlich von der Kreishauptstadt Sfântu Gheorghe (Sankt Georgen) entfernt.

Geschichte

Der mehrheitlich von Magyaren bewohnte Ort Zăbala wurde erstmals 1466 urkundlich erwähnt. Auf eine Besiedlung des Ortes deuten Reste einer Steinburg aus dem Mittelalter durch deren Wassergraben im 19. Jahrhundert der Bach Zăbala sein Flussbett gehabt haben soll. Der Hügel, von den Einheimischen genannt Movila Tătarilor, ist natürlicher Art und kein Hügelgrab wie im Verzeichnis historischer Denkmäler des Ministeriums für Kultur und nationales Erbe (Ministerul Culturii și Patrimoniului Național) vermerkt.

Archäologische Funde werden auch auf dem Areal des eingemeindeten Dorfes Surcea (ungarisch Szörcse) gemacht und unterschiedlichen Zeitaltern zugeordnet. Diese befinden sich in einem Museum in Sfântu Gheorghe.

Zur Zeit des Königreichs Ungarn gehörte Zăbala dem Stuhlbezirk Orbai in der Gespanschaft Háromszék (rumänisch Comitatul Trei-Scaune). Anschließend gehörte Micfalău dem historischen Kreis Trei-Scaune (deutsch Drei Stühle) und ab 1950 dem heutigen Kreis Covasna an.

Bevölkerung

Die Bevölkerung der Gemeinde Zăbala entwickelte sich wie folgt:

Volkszählung Ethnie
Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche Andere
1850 4218 170 3948 - 100
1920 5271 502 4756 - 13
1941 5652 526 5036 12 78
1977 5150 814 4225 7 104
2002 4814 906 3685 1 222
2011 4597 886 3166 2 543
2021 4332 796 2758 2 776

Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der Gemeinde Zăbala die höchste Einwohnerzahl (5810) und die der Magyaren (5220) und der Rumäniendeutschen (32) 1910 ermittelt. Die höchste Anzahl der Rumänen wurde 2002 und die der Roma (496) 2021 registriert. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden auch Slowaken auf dem Gemeindegebiet registriert.

Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

Commons: Zăbala – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Volkszählung 2021 in Rumänien, Populația rezidentă după etnie, 1. Dezember 2021 (rumänisch).
  2. ↑ Autoritatea Electorală Permanentă: Primar. prezenta.roaep.ro, 9. Juni 2024, abgerufen am 19. Oktober 2024 (rumänisch).
  3. ↑ Eduard Albert Bielz: Handbuch der Landeskunde Siebenbürgens, S. Filtsch, Hermannstadt 1857.
  4. 1 2 3 Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2, S. 517.
  5. ↑ Repertoriul Arheologic al României – Zăbala, abgerufen am 25. August 2023 (rumänisch).
  6. 1 2 3 4 5 6 Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch).
  7. ↑ Institute Of Archaeology – Surcea, abgerufen am 22. Februar 2020 (rumänisch).
  8. ↑ Varga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung am 2. November 2008 (PDF; 460 kB; ungarisch).
  9. ↑ Angaben zum Anwesen Thury - Bánay auf der Webdarstellung der Gemeinde, abgerufen am 22. Februar 2020 (rumänisch).