Zahnstangenwinde

Zahnstangenwinde in der Ausführung als Universalwinde

Eine Zahnstangenwinde, auch Stockwinde genannt, ist ein mechanisches Hebezeug.

Mittels einer Kurbel wird ein Zahnrad entlang einer Zahnstange bewegt. Das Zahnrad ist auf einer Hülse, die über der Zahnstange gleiten kann, gelagert. Durch Drehen der Kurbel wird diese Hülse in Längsrichtung verschoben. Stellt man diese Winde zwischen zwei zu bewegende Teile, so kann man diese auseinander drücken.

Damit die Last die Winde beim Auslassen der Kurbel nicht zurückdrückt, ist als Sperre noch ein Klinkenrad montiert.

Die Winden gibt es für Belastungen von 10 kN (entspricht ungefähr der Gewichtskraft einer Tonne) bis zu einigen hundert kN.

Da die Winde universell und einfach zu bedienen ist und wenig Platz benötigt, wird sie im Katastrophenschutz, beim Technischen Hilfswerk und bei der Feuerwehr häufig verwendet. Die bekannteste Anwendung ist wohl der Wagenheber.

In Österreich wird sie, da sie eigentlich aus dem Eisenbahnbau kommt, oft als Südbahnwinde oder Südbahnstütze bezeichnet. In Norddeutschland nennt man sie auch Daumenkraft.

Die Werkstatt des letzten Windenbauers in der Schweiz in Wila wurde in ihrem Originalzustand mit Transmissionsantrieben von einem Verein übernommen.

Ähnliche Geräte

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ↑ Heinrich Martin, Peter Römisch und Andreas Weidlich: Materialflusstechnik: Konstruktion und Berechnung von Transport-, Umschlag- und Lagermitteln, Vieweg + Teubner (2004), Seite 104 (3.2.1 Zahnstangenwinde)
  2. ↑ Die "Alte Windenmacherei Brüngger Wyla"