Zakia Madi (* 1944 in Ouangani, get. 13. Oktober 1969 in Mamoudzou) war eine mahorische Aktivistin und Mitglied der Chatouilleuses. Sie wurde 1969 bei einem Protest von der komorischen Armee getötet. Sowohl der Markt als auch eine Schule in Mayotte wurden ihr zu Ehren umbenannt.
Madi wurde 1944 in Ouangani geboren und war eine der Anführerinnen der Chatouilleuses, einer mahorischen Frauenbewegung, die den französischen Anspruch auf Mayotte unterstützte – als Reaktion auf den Aufstand der aus Grande Comore stammenden männlichen Verwaltungsbeamten, welche die Hauptstadt des Komoren-Territoriums von Dzaoudzi nach Moroni verlegten. Weitere Frauen in der Bewegung waren Zéna M’Déré und Bweni M’Titi sowie Zaïna Méresse und Echati Maoulida.
Madi wurde am 13. Oktober 1969 in Mamoudzou bei Zusammenstößen mit der Komorengarde getötet. Während etwa zwanzig Menschen verletzt wurden, war sie das einzige Todesopfer. Aufgrund ihres Todes erwies sich eine Versöhnung zwischen der Mahoré-Volksbewegung und Saïd Mohamed Cheikh Parti Vert (UDC) als unmöglich.
Der mahorische Schriftsteller Alain-Kamal Martial schrieb ein Theaterstück über sie mit dem Titel „Zakia Madi: la chatouilleuse“, welches 2004 veröffentlicht wurde. Die Markthalle von Mamoudzou wurde 2014 nach Madi benannt. Auch das Collège Zakia Madi in Mayotte trägt ihren Namen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Madi, Zakia |
| ALTERNATIVNAMEN | زكية ماضي (arabisch) |
| KURZBESCHREIBUNG | mahoriche Aktivistin |
| GEBURTSDATUM | 1944 |
| GEBURTSORT | Ouangani, Mayotte, Frankreich |
| STERBEDATUM | 13. Oktober 1969 |
| STERBEORT | Mamoudzou |