| Marktgemeinde Zeillern | ||
|---|---|---|
| Wappen | Österreichkarte | |
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Land: | ||
| Politischer Bezirk: | Amstetten | |
| Kfz-Kennzeichen: | AM | |
| Fläche: | 21,56 km² | |
| Koordinaten: | 48° 8′ N, 14° 48′ O | |
| Höhe: | 290 m ü. A. | |
| Einwohner: | 1.929 (1. Jän. 2026) | |
| Bevölkerungsdichte: | 89 Einw. pro km² | |
| Postleitzahlen: | 3311 | |
| Vorwahl: | 07472 | |
| Gemeindekennziffer: | 3 05 44 | |
| NUTS-Region | AT121 | |
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: |
Schloßstraße 31 3311 Zeillern | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Friedrich Pallinger (ÖVP) | |
| Gemeinderat: (Wahljahr: 2025) (19 Mitglieder) |
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| Lage von Zeillern im Bezirk Amstetten | ||
| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | ||
Zeillern ist eine österreichische Marktgemeinde mit 1929 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026) im Bezirk Amstetten in Niederösterreich.
Zeillern liegt im Herzen des Mostviertels in Niederösterreich. Das Land wird vom Zeitlbach entwässert, der im Südwesten des Gemeindegebiets entspringt und dieses nach Nordosten durchquert. Der Bach fließt in einer Meereshöhe von 290 Meter. Bewaldete Hügel im Süden erreichen 380 Meter, der hügelige Nordwesten ist maximal 400 Meter hoch.
Die Gemeinde hat eine Fläche von 22 Quadratkilometer. Davon werden 74 Prozent landwirtschaftlich genutzt, 16 Prozent sind bewaldet.
Die Marktgemeinde Zeillern besteht nur aus der gleichnamigen Katastralgemeinde.
Sie umfasst die Ortsteile:
sowie mehrere benannte Einzelhöfe:
| Wallsee-Sindelburg | Ardagger | |
| Oed-Oehling | Amstetten |
Dass Zeillern in die Römerzeit besiedelt war, zeigt der Verlauf der Limesstraße durch das Gemeindegebiet.
Im 9. Jahrhundert schenkte Karl der Große dem bayrischen Kloster Niederaltaich Güter um den Cidalaribah (Zeitlbach). Diese Schenkung wurde im Jahr 863 von König Ludwig dem Deutschen bestätigt. Der Ort Zidelaren (Zeillern) wird erstmals 1140 urkundlich erwähnt. „Zidelari“ ist althochdeutsch und bedeutet „Bienenzüchter, Imker“. Zeillern hatte damals eine Kirche, die von der Pfarre Stephanshart betrieben wurde.
Der erste nachweisbare weltlichen Besitzer war die Familie Traun, die 1239 genannt wird. 1380 erhält Bernhard II. von Seisenegg „Haus und Hof Zeillern“ als Belohnung von Herzog Albrecht. Im Jahr 1605 kauft Wolf Friedrich Tattenbach Zeillern und baut das Anwesen zu einem Wasserschloss aus, das in etwa dem heutigen Schloss Zeillern entspricht. In der Herrschaft der Familie Tattenbach wird 1633 Zeillern zum Markt erhoben. 1664 erwirbt Reichsgraf Konrad Balthasar von Starhemberg das Schloss, das bis 1867 im Besitz seiner Familie bleibt. In deren letzten Jahren verfiel das Schloss und es folgten rasche wechselnde Besitzer, bei deren Renovierungsarbeiten der Renaissancecharakter des Schlosses verloren ging. Im Ersten und im Zweiten Weltkrieg diente das Schloss als Lazarett, 1945 waren russische Besatzungssoldaten einquartiert. Nachdem die Marktgemeinde 1976 das Schloss kaufte, wurde es umfangreich renoviert und wird seither als Restaurant und Hotel verpachtet.
| Zeillern: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1869 | 1.308 | |||
| 1880 | 1.358 | |||
| 1890 | 1.346 | |||
| 1900 | 1.383 | |||
| 1910 | 1.348 | |||
| 1923 | 1.378 | |||
| 1934 | 1.432 | |||
| 1939 | 1.505 | |||
| 1951 | 1.354 | |||
| 1961 | 1.389 | |||
| 1971 | 1.505 | |||
| 1981 | 1.568 | |||
| 1991 | 1.579 | |||
| 2001 | 1.650 | |||
| 2011 | 1.760 | |||
| 2021 | 1.904 | |||
| 2026 | 1.929 | |||
| Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021 | ||||

Die Erwerbsquote lag 2001 bei 49,03 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2003 gab es am Ort 14 Arbeitslose.
Von den 87 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden 60 im Haupt- und 27 im Nebenerwerb geführt. Die Haupterwerbsbauern bewirtschafteten 87 Prozent der Flächen. Im Produktionssektor waren 41 Erwerbstätige im Bereich Herstellung von Waren und 30 im Baugewerbe beschäftigt. Die wichtigsten Arbeitgeber des Dienstleistungssektors waren die Bereiche Handel (70), Beherbergung und Gastronomie (65) und soziale und öffentliche Dienste (26 Mitarbeiter).
| Wirtschaftssektor | Anzahl Betriebe | Erwerbstätige | ||
|---|---|---|---|---|
| 2011 | 2001 | 2011 | 2001 | |
| Land- und Forstwirtschaft 1) | 87 | 116 | 96 | 95 |
| Produktion | 18 | 14 | 73 | 131 |
| Dienstleistung | 47 | 24 | 193 | 105 |
1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999
Im Jahr 2011 wohnten 944 Erwerbstätige in Zeillern. Davon arbeiteten 204 in der Gemeinde, beinahe achtzig Prozent pendelten aus.
In Zeillern befindet sich ein Kindergarten und eine Volksschule.
Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder.
Der Gemeinde wurde 1961 ein Wappen verliehen. Der linke Schildteil mit den weiß-rot gebogenen Streifen weist auf das Rittergeschlecht der Capeller hin, die frühe Besitzer des Schlosses Zeillern waren. Die Bienen mit dem Bienenstock stehen für den alten Namen „Cidelaribach“ (am Bach bei den Imkern).
Seit 1985 besteht eine Partnerschaft mit der Gemeinde Zeilarn in Niederbayern.