Zesterfleth

Wappen der Herren und Barone von Zesterfleth

Das Geschlecht Zesterfleth (Herren von Zesterfleth zu Bergfried) gehört zum Bremischen Uradel und leitet seinen Namen von seinem nicht mehr bestehenden Stammhaus Zesterfleth her, dessen Ort schon früh eine eigene Kirche hatte, einer Elbinsel an der Stelle des Hahnöfersand lag, und wohl bei einer Sturmflut am 18. November 1412 weggeschwemmt wurde.

Geschichte

Die Stammreihe des Geschlechts beginnt mit dem Ritter Marquard von Cestervlete. Die Familiengruft liegt unter der Kirche in Steinkirchen (Altes Land) (St. Martini et Nicolai zu Steinkirchen; 1332 erstmals erwähnt,) nahe bei ihrem Stammschloss Bergfried, das bis 1857 bestand. Der 1608 erbauten Grünendeicher Fachwerkkirche stifteten sie Altar, Kanzel usw. Seinerzeit hatten sie ihren Wohnsitz auf dem Sassenhof. Der Celler Oberappellationsrat Diedrich VIII. Christian Arnold de Zesterfleth, ein Nachkomme Eberhard von Zesterfleths, und seine Nachkommen wurden in einer Bestätigung des Adels im Jahr 1813 durch Jérôme Bonaparte zur Führung des Baronstitels berechtigt.

Personalien

Die Linien der Zesterfleth in Mecklenburg und in Brandenburg sind erloschen.

Gräfin Juliane von Kielmansegg, geb. von Zesterfleth (1808–1888)

Wappen

Das Stammwappen zeigt in Blau untereinander drei goldenbegriffte silberne Vorlege- bzw. Vorschneidemesser. Auf dem Helm mit blau-silbernen Decken zwischen zwei (schräg) auswärts gestellten Vorlegemessern ein goldener Schaft, der oben mit Pfauenfedern besteckt ist. Das gemehrte Wappen hat zwei Schimmel mit Zügeln als Schildhalter, das Ganze über einem Schriftband mit der Devise „PANEM ET ARAM“.

Literatur

Quellen

  1. ↑ Kirchengeschichte St. Nicolai in Borstel (Memento vom 29. September 2007 im Internet Archive), auf kirche-altes-land.de
  2. ↑ Adelslexikon Band XVI, 2005
  3. ↑ Kirche St. Martini et Nicolai auf luehe-online.de (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive)
  4. ↑ Bergfried des Stammschlosses auf burgeninventar.de (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive)
  5. ↑ Hans Georg Trüper: Urkundenbuch der Herren von Zesterfleth. ISBN 978-3-8353-3142-6, S. 15.
  6. ↑ Wolfgang Prange: Der Lübecker Domherr Hermann von Zesterfleth ( † 1610/1611 ). Gelehrter Humanist , Reisender , Dichter. In: ZVLGA 84 (2004) (Digitalisat), S. 107–144
  7. ↑ Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon. Band 5, S. 99.
  8. ↑ http://gw0.geneanet.org/index.php3?b=antterli&lang=fr;iz=2;p=louise+frederique+jeanne+emmy;n=de+zesterfleth
  9. ↑ Hans G. Trüper: Urkundenbuch der Herren von Zesterfleth 1232–1677 Göttingen 2017, S. 13–15