Zhu Junsheng

Zhu Junsheng (chinesisch 朱駿聲 / 朱骏声, Pinyin Zhū Jùnshēng, W.-G. Chu Chün-sheng; 1788–1858), zi: Fengqi (豐芑, Fēngqǐ), hao: Yunqian (允倩, Yǔnqiàn), aus dem Kreis Wu (吳縣) in der Provinz Jiangsu war ein chinesischer Phonologe, Linguist und Textexeget der Qing-Dynastie. Zhu Junsheng war ein Schüler des bedeutenden Gelehrten Qian Daxin 钱大昕 (1728–1804), der für seine genauen Einblicke in das Studium der archaischen Phonologie und in die kritische Interpretation klassischer Texte bekannt war.

Beginn des ersten Abschnitts des Shuowen tongxun dingsheng mit der 豐 fēng -Reimgruppe, beginnend mit den phonetischen Komponenten 東 dōng, 同 tōng, 彤 tōng und 中 zhōng

Zhu Junsheng leistete bedeutende Arbeit auf dem Gebiet der Phonologie mit seinem Werk zum Shuowen jiezi (Shuowen), seinem bekanntesten Werk, dem Shuowen tongxun dingsheng (說文通訓定聲 / 说文通训定声, Shuōwén tōngxùn dìngshēng, Shuo-wen t'ung-hsün ting-sheng). Es wurde im Jahr 1833 fertiggestellt, der Erstdruck erfolgte 1848.

Sein Ziel bei der Neuanordnung des Shuowen in 18 Reimgruppen war es, die Beziehung zwischen der Lautung (insbesondere dem Vokal) und der Bedeutung hervorzuheben. Das Vorwort enthält seine vielzitierte Berechnung, dass das Shuowen 364 xiàngxíng 象形-Schriftzeichen enthält (3,89 Prozent der Gesamtzahl); 125 zhǐshì 指事-Schriftzeichen (1,34 Prozent); 1167 huìyì 會意 (12,48 Prozent); und 7697 xíngshēng 形聲 (82,3 Prozent).

Im Vergleich mit einigen seiner zeitgenössischen Kollegen wurden seine Verdienste folgendermaßen gewürdigt:

„Duan Yucai made several discoveries in accent metrics; Gui Fu was adept at defining principles; Zhu Junsheng clarifed the interchangeability of characters, while Wang Yun showed his remarkable achievements in differentiating various forms of Chinese characters. Among the ‘Four Masters’, Duan Yucai and Zhu Junsheng were undoubtedly the most distinguished.“

Er ist im Kreis Yi 黟縣 begraben.

Zhu Kongzhang 朱孔彰 (1842–1919) war sein Sohn. Sein Enkel ist der Historiker Zhu Shizhen 朱師轍 (1879–1969).

Werke

Einzelnachweise und Fußnoten

  1. ↑ Sin Sing Kong: A synthesis of traditional linguistic methodology in the Shuowen tongxun dingsheng. University of Wisconsin–Madison, 1986 (Online-Teilansicht).
  2. ↑ Göran Malmqvist übersetzt den Titel mit "Phonological classification of the glosses in the Shuo wen jie zi". (N. G. D. Malmqvist: Bernhard Karlgren: Portrait of a Scholar. 2011, S. 152.); William Baxter mit Connecting glosses to establish the sounds of the Shuōwén (William H. Baxter: A Handbook of Old Chinese Phonology. 1996, S. 903.)
  3. ↑ Statistische Angaben nach Can Gao, S. 7. – Ähnliche Berechnungen stellte Wang Yun 王筠 in seinem Wenzi mengqiu 文字蒙求 an (vgl. die Präsentation Hànzì de xíngchéng guòchéng jí qí jiégòu 汉字的形成过程及其结构 [Der Entstehungsprozess chinesischer Schriftzeichen und ihre Struktur], am 3. Oktober 2019 online abrufbar unter fdjpkc.fudan.edu.cn).
  4. ↑ Yong, Heming; Peng, Jing: Chinese Lexicography: A History from 1046 BC to AD 1911. Oxford University Press. 2008, ISBN 978-0-19-156167-2, S. 283.
  5. ↑ vgl. HYDZD-Bibliographie Nr. 87: Linxiaoge keben 临啸阁刻本, fotografische Reproduktion des Wuhan guji chubanshe, 武汉古籍书店1983年影印

Literatur