| Zhuzhou 株洲市 Zhūzhōu Shì | ||
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Bahnhof von Zhuzhou | ||
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| Koordinaten | 27° 50′ N, 113° 8′ O | |
Lage Zhuzhous in der Provinz Hunan | ||
| Basisdaten | ||
| Staat | Volksrepublik China | |
| Region | Zentralchina | |
| Provinz | Hunan | |
| ISO 3166-2 | CN-HN | |
| Status | bezirksfreie Stadt | |
| Gliederung | 6 Stadtbezirke, 3 Kreis, 1 kreisfreie Stadt | |
| Fläche | 11.262 km² | |
| Einwohner | 3.902.738 (2020) | |
| Dichte | 346,5 Ew./km² | |
| Postleitzahl | 412000 | |
| Telefonvorwahl | 0731 | |
| Zeitzone | China Standard Time (CST) UTC+8 | |
| Kfz-Kennzeichen | 湘B | |
| Website | www.zhuzhou.gov.cn | |
Zhuzhou (chinesisch 株洲市, Pinyin Zhūzhōu Shì) ist eine bezirksfreie Stadt im Osten der chinesischen Provinz Hunan mit einer Fläche von 11.262 km² und 3.902.738 Einwohnern (Stand: Zensus 2020). In dem eigentlichen städtischen Siedlungsgebiet von Zhuzhou leben 1.302.800 Menschen (Stand: Ende 2018).
Zhuzhou liegt etwa 20 km östlich von Xiangtan an den Ufern des Xiang Jiang.
Die bezirksfreie Stadt Zhuzhou setzt sich auf Kreisebene aus fünf Stadtbezirken, einer kreisfreien Stadt und drei Kreisen zusammen. Diese sind (Einwohnerzahlen nach der Volkszählung 2020):
Zhuzhou war bis Anfang des 20. Jahrhunderts eine kleine Marktstadt mit einem Binnenhafen. Der Aufstieg zur Großstadt begann mit dem Aufbau einer modernen Verkehrsinfrastruktur in der Region und der Öffnung der Pingxiang-Kohlengruben in der Provinz Jiangxi im Osten, welche Kokskohle für die Eisenwerke in Hanyang im Norden lieferten. Es wurde eine Eisenbahnstrecke von Pingxiang nach Zhuzhou gebaut, von wo man die Kohle über Wasser nach Hankou verschiffte. Zhuzhou wurde später per Eisenbahn u. a. mit Kanton, Hankou, Changsha und Nanchang verbunden und so zu einem wichtigen Eisenbahnknotenpunkt.
Die Entwicklung der Stadt verzögerte sich mit dem Ausbruch des Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges 1937. Im Norden Hunans fanden schwere Kämpfe statt, 1944 wurde Zhuzhou von einer japanischen Großoffensive überrollt und geriet bis Kriegsende unter japanische Besatzung.
In der Volksrepublik China war für Zhuzhou eine Rolle als wichtiges Industriezentrum vorgesehen. Ein großes Wärmekraftwerk wurde mit sowjetischer Hilfe errichtet und ging 1957 in Betrieb. In den 1950er und 1960er Jahren wurden zudem zwei Düngemittelfabriken errichtet.
Höchstes Bauwerk der Stadt ist der 293 Meter hohe Fernsehturm Zhuzhou.
Die Umgebung der Stadt ist reich an Bodenschätzen, es kommen Eisen, Blei, Mangan, Zink, Wolfram, Kupfer und Antimon vor. Es hat sich eine umfangreiche Metallindustrie entwickelt, die Blei, Zink und Kupfer in beträchtlichen Mengen produziert. Zhuzhous Produktionsmengen an Nichteisenmetallen, Hartlegierungen und Flachglas machen einen Großteil der chinesischen Produktion aus.
Ende der 1950er Jahre wurde ein Güterbahnhof gebaut, der zu den größten in Südchina gehört. Zhuzhou wurde auch zu einem Hauptproduzenten von Schienenfahrzeugen, Triebwagen und Elektrolokomotiven.
Es bestehen Verbindungen über Wasserwege mit Süd-Hunan. Zhuzhou steht im Zentrum eines dichten Autobahnnetzes.