Zinkfluorid

Kristallstruktur
Kristallstruktur von Zinkfluorid
_ Zn2+ 0 _ F−
Allgemeines
Name Zinkfluorid
Andere Namen

Zink(II)-fluorid

Verhältnisformel ZnF2
Kurzbeschreibung

durchsichtige, monokline Kristalle

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
PubChem 24551
Wikidata Q204783
Eigenschaften
Molare Masse 103,27 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

4,95 g·cm−3

Schmelzpunkt

872 °C

Siedepunkt

1500 °C

Löslichkeit
  • schwer löslich in Wasser, löslich in Salzsäure, Salpetersäure und Ammoniak
  • Tetrahydrat wenig löslich in Wasser (15 g·l−1 bei 20 °C)
Brechungsindex

1,502

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 315​‐​318​‐​335
P: 280​‐​305+351+338​‐​310
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C

Zinkfluorid ist eine chemische Verbindung von Zink und Fluor aus der Gruppe der Halogenide.

Gewinnung und Darstellung

Zinkfluorid kann durch direkte Reaktion von Zink mit Fluor oder durch Reaktion von Fluorwasserstoff mit Zink unter Entstehung von Wasserstoff (H2) gewonnen werden. Es kommt auch als Tetrahydrat vor. Alternativ ist auch die Gewinnung aus Fluorwasserstoff und Zinkcarbonat möglich.

ZnCO3+2 HF→ZnF2+CO2+H2O

Eigenschaften

Zinkfluorid hat eine Rutil-Kristallstruktur (Raumgruppe P42/mnm (Raumgruppen-Nr. 136)Vorlage:Raumgruppe/136) mit sechs Zinkatomen was (im Gegensatz zu den anderen Zinkhalogeniden) zu einer ionischen Bindung und der schlechten Löslichkeit in Wasser führt. Zinkfluorid hydrolysiert in heißem Wasser zu Zinkhydroxidfluorid Zn(OH)F.

Verwendung

Zinkfluorid dient als Holzschutzmittel und kann zur Herstellung von anderen Fluorverbindungen wie Phosphortrifluorid verwendet werden.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Eintrag zu Zinkfluorid. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 29. September 2014.
  2. 1 2 3 4 Datenblatt Zinc fluoride bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 15. Mai 2017 (PDF).
  3. 1 2 Jean de Ans, Ellen Lax: Taschenbuch Für Chemiker Und Physiker: Band 3: Elemente, Anorganische ... Springer DE, 1998, ISBN 3-540-60035-3, S. 810 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. 1 2 Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band I, Ferdinand Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6.
  5. ↑ Datenblatt Zinkfluorid (Tetrahydrat) bei Alfa Aesar, abgerufen am 15. August 2010 (Seite nicht mehr abrufbar).
  6. 1 2 3 Norman N. Greenwood, A. Earnshaw: Chemistry of the Elements. 2. Auflage, Butterworth-Heinemann, Oxford 1997, ISBN 0-7506-3365-4.
  7. ↑ O. K. Srivastava, E. A. Secco: Studies on metal hydroxy compounds. I. Thermal analyses of zinc derivatives ε-Zn(OH)2, Zn5(OH)8Cl2·H2O, β-ZnOHCl, and ZnOHF. In: Canadian Journal of Chemistry. 45 (6), 1967, S. 579–583, doi:10.1139/v67-096.
  8. ↑ Erwin Riedel: Anorganische Chemie.