Die Einschaltquote einer Radio- oder Fernsehsendung ist der prozentuale Anteil der – je nach Messverfahren – Empfangshaushalte oder Personen, die zu einem gegebenen Zeitpunkt die Sendung hören oder sehen, um daraus Aussagen über das Fernsehverhalten einer Bevölkerung zu machen. Umgangssprachlich und in der öffentlichen Wahrnehmung wird unter der Einschaltquote oftmals die tatsächliche Zuschaueranzahl verstanden.
Sowohl bei der Erhebung als auch bei der Ausweisung von Einschaltquoten gibt es je nach Land und Empfangsmedium unterschiedliche Methoden. So kann die Einschaltquote beispielsweise auf einer Hochrechnung oder (z. B. bei Internet- oder Pay-per-View-Angeboten) auf vollständigen Daten der Grundgesamtheit basieren. Die Ausweisung kann die durchschnittliche Zuschauerzahl (in Deutschland bei TV-Einschaltquoten üblich) darstellen oder die Zahl der Menschen, die zumindest einem Teil der Sendung beigewohnt haben (in Deutschland bei den Radio-Reichweiten üblich).
In Deutschland ist das Marktforschungsinstitut GfK für die Auswahl der repräsentativen 5.000 Anschlüsse verantwortlich, die das Fernsehverhalten von 10.500 Personen erfassen. Die Ergebnisse werden dann zu der angenommenen Einschaltquoten hochgerechnet; das bedeutet, wenn 1.000 dieser 5.000 Haushalte denselben Krimi ansehen, so erreicht die Sendung, laut GfK 7,2 Millionen der 72 Mio. Zuschauer. Die Genauigkeit der Angabe sinkt zusätzlich dadurch, dass viele Sendungen zeitversetzt angesehen oder gestreamt werden und sämtliche, über Tablet oder Smartphone angesehenen Inhalte nicht mit erfasst werden.
Einschaltquoten haben einen besonderen Einfluss auf die Preise für Werbung in Radio- und Fernsehprogrammen, sind aber ebenso als eine indirekte Konsequenz der Strategien der Werbeindustrie zu verstehen.
Teleskopie ist ein Verfahren für die Ermittlung der Einschaltquote beim Fernsehen. In der Bevölkerung eines Landes wird eine Auswahl an Haushalten getroffen, die in ihrer Zusammensetzung der Struktur der Gesamtbevölkerung nahekommt. Diese sogenannte Panelgruppe bildet dann Grundlage für Berechnungen der Quote verwendet.
Die Panelgruppe wird mit technischer Ausrüstung zur Erfassung und Übermittlung der Fernsehgewohnheiten ausgestattet. Sieht ein Mitglied eines ausgewählten Haushaltes fern, drückt es einen Knopf auf der speziell ausgestatteten Fernbedienung. Das Messgerät zeichnet im Sekundentakt die gesehenen Sender auf. Kommt ein weiteres Haushaltsmitglied hinzu, muss auch dieses seinen Knopf auf dem Messgerät oder der Fernbedienung drücken, der Sender hat ab diesem Zeitpunkt einen Zuschauer mehr. Die Ergebnisse des Vortages werden am darauffolgenden Morgen veröffentlicht.
Dies ist nicht überall so: In Brasilien etwa werden die Einschaltquoten in Echtzeit gemessen, daher kann es vorkommen, dass bei Live-Sendungen bestimmte Programmteile verlängert oder gekürzt werden, wenn die Quoten gerade besonders steigen oder sinken.
Bei der Auswertung der Daten sind die hochgerechneten absoluten Zuschauerzahlen für Sender und Werbetreibende eher zweitrangig. Wie viele zu einer bestimmten Zeit fernsehen, hängt von vielen Faktoren ab: Wetter, Tageszeit, Freizeitaktivitäten etc. Alle aus einem solchen Grunde gerade (Fernseh-)Abstinenten fallen als potenzielles Publikum für alle Sender gleichermaßen weg. Deren Werbepreise tragen den Schwankungen Rechnung, daher ist ein Werbespot zur Hauptsendezeit um 20:15 Uhr deutlich teurer als einer im Nachtprogramm. Dabei wird hier als Maßeinheit das Erreichen von jeweils 1.000 Zuschauern genutzt.
Interessanter ist daher, wie viele derer, die gerade fernsehen, ein bestimmtes Programm schauen. Dieser wieder in Prozenten ausgedrückte Marktanteil soll Rückschlüsse darüber ermöglichen, wie attraktiv eine Sendung verglichen mit den zeitgleich laufenden konkurrierenden Sendungen war (zum Beispiel von allen, die zu einem Zeitpunkt ferngesehen haben, sahen 25 % eine bestimmte Sendung). Da viele Produkte und Sendungen sich vor allem an bestimmte Altersgruppen richten, wird versucht, die Messwerte zusätzlich nach Altersgruppen, den sogenannten Zielgruppen, aufzuschlüsseln.
Noch bevor der Trend dahin ging Medieninhalte auch über Tablets und Smartphones abzurufen stieg die Nutzung des Internets, insbesondere Streamingportale und Mediathek der Fernsehsender an. Mittlerweile wird das Angebot durch die Möglichkeit zum kostenpflichtigen Einzelabruf mittels Video-on-Demand, Möglichkeiten zum Download und zusätzliche Abonnements (wie Netflix und Amazon Prime) ergänzt. Die Tatsache, dass diese Nutzungsformen nicht durch die Quotenboxen erfasst werden, verfälscht die Ergebnisse der Quote zusätzlich.
Im Jahr 2021 erschien die deutsche Miniserie Eldorado KaDeWe – Jetzt ist unsere Zeit. Einen Tag nach der Erstausstrahlung des historischen Sechsteilsers lag die Quote im linearen Fernsehen nur bei gut 1,6 Millionen Zuschauer pro Folge, was nicht den Erwartungen entsprach. Drei Wochen später, als auch Anfrufe auf der ARD Mediathek berücksichtigt wurden, war jede Folge rund 900.000 Mal abgerufen worden, was die Miniserie in den Medien zum „Streaming-Hit“ machte – wobei jede Episode nun im Schnitt auf 2,6 Millionen Zuschauer kam.
Seit Sommer 2020 begann die AGF zusätzlich die Mediathekennutzung zu messen und installierte in einigen der Haushalte zusätzlich Messrouter, um die Reichweite ausgewählter Streaming-Angebote auf Smart-TVs zu ermitteln. Bei allen Haushalten findet zudem eine anteilige Erfassung der nicht-linearen Angebote statt, bei der die Mediatheken von ARD und ZDF, sowie das Streaming-Angebot von Joyn berücksichtigt wurden.
Mit der wachsenden Bedeutung von Streaming und Mediatheken stellte die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung ihre Reichweitenmessung von der reinen Fernsehnutzung auf eine konvergente Bewegtbildmessung um. Streamingnutzung wird seit 2017 über separate, von Nielsen betriebene Online-Panels erfasst; eine regelmäßige Ausweisung erfolgt seit 2019. Zum 1. Januar 2024 löste der „Marktstandard Bewegtbild“ den bisherigen „Marktstandard TV“ als Standardauswertung ab. Dabei wurde die Grundgesamtheit erweitert: Neben klassischen Fernsehhaushalten werden nun auch sogenannte Non-TV-Haushalte berücksichtigt, die kein Fernsehgerät, aber mindestens ein anderes für Online-Inhalte geeignetes Gerät (etwa PC, Laptop, Smartphone oder Tablet) besitzen. Erfasst wird sowohl die lineare Fernsehnutzung als auch die lineare und nonlineare Nutzung von Streamingangeboten über nahezu alle Endgeräte. Die im Online-Panel gemessene Streamingnutzung wird an der Gesamterhebung kalibriert und in das AGF-Panel fusioniert; daraus entsteht der konvergente Nutzungsdatenbestand. Für die Zusammenführung von Fernseh- und Streaminginhalten (Konvergenzreichweite) gilt seit 1. Januar 2023 ein Matchingzeitraum von −14 bis +13 Tagen um die Erstausstrahlung. Durch die Umstellung steigen absolute Werte wie Sehbeteiligung und Nettoreichweite infolge der zusätzlich erfassten Livestream-Nutzung, während relative Werte wie Marktanteile und die Sehbeteiligung in Prozent tendenziell sinken, weil die vergrößerte Grundgesamtheit das Potenzial stärker erhöht als die hinzukommende Streamingnutzung. Für konvergente Auswertungen wurden zudem neue Kenngrößen wie die endgeräteunabhängigen „Programmmarken“ und der „Nutzungsanteil Bewegtbild“ (NAB) eingeführt. Das AGF-Panel umfasst im Bewegtbildstandard mindestens 5.400 täglich berichtende Haushalte mit rund 11.000 Personen. Die Grundgesamtheit bildet damit rund 79,5 Millionen Personen ab 3 Jahren in etwa 41 Millionen Bewegtbildhaushalten ab (Stand 1. Januar 2026).
Das erste Fernsehmeter, Tammeter genannt, wurde von der Attwood Group und A.C. Nielsen Company in Großbritannien entwickelt. Die ARD und ZDF gründeten mit der „Infratam“ mit Sitz in Wetzlar eine gemeinsame Tochtergesellschaft und führten von 1963 bis 1974 die ersten kontinuierlichen Quotenmessungen durch. Das Tammeter maß dabei minutengenau, lieferte die Ergebnisse (Geräteeinschaltung, Kanal, Uhrzeit) aber erst vier Wochen später und nur für den kompletten Fernsehhaushalt.
Im Januar 1975 führten die Fernsehanstalten in der Bundesrepublik Deutschland ein Teleskopieverfahren mittels eines speziellen Gerätes durch. Der mit dem Fernsehgerät verbundene „Teleskomat“ (40 cm breit, 10 cm hoch) wurde in 1.200 repräsentativ ausgewählten Haushalten eingesetzt. Das Gerät verfügte über sechs Programm- und sieben Personentasten, eine Zeituhr und ein elektronisches Aufzeichnungsgerät, das alle eingedrückten Daten der Fernsehzuschauer speicherte und nachts per Telefon an einen Zentralrechner in Bad Godesberg sendete.
Seit 1985 führt die GfK Gesellschaft für Konsumforschung die Erhebung der „Einschaltquoten“, genauer gesagt der „Fernsehnutzungsdaten“, durch. Geschah dies zunächst im Auftrag von ARD und ZDF, ist seit 1988 der Auftraggeber die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF), ein Zusammenschluss der Senderfamilien von ARD, ProSiebenSat.1 Media AG, Mediengruppe RTL Deutschland und des ZDF. Seit 2009 ist Telecontrol Score, auch GfK-Meter genannt, das eingesetzte Messgerät.
Die Messung erfolgt in einem repräsentativen Panel (siehe Paneldaten), das eine Stichprobe aller deutschen und EU-ausländischen Fernsehhaushalte in Deutschland darstellt. Es ist eines der größten Panels seiner Art in Europa. Täglich berichtet die GfK aus 5.000 Haushalten mit insgesamt rund 10.500 Personen sekundengenau über die Fernsehnutzung des Vortags.
Die Haushalte zur Erhebung der Einschaltquote werden nach bestimmten Verfahrensweisen ausgewählt. Haushalte können sich nicht selbst bewerben. Ist ein ausgewählter Haushalt bereit, bei der Fernsehforschung mitzuwirken, erfolgt die Installation der Messgeräte an möglichst allen verfügbaren Fernsehgeräten im Haushalt. Per Knopfdruck melden sich die einzelnen Personen eines Haushalts an und ab, um sich als Zuschauer zu identifizieren. Über Nacht übermitteln die GfK-Meter dann die gemessenen Daten an das Rechenzentrum der GfK in Nürnberg. Mit Hilfe von Hochrechnungen wird die im Panel erhobene Stichprobe der Fernsehnutzung auf die ganze Grundgesamtheit übertragen. So stehen an 365 Tagen im Jahr spätestens ab 8:30 Uhr die „Einschaltquoten“ des Vortags den berechtigten Nutzern für ihre Auswertungen zur Verfügung. Große Fernsehanbieter wie ProSieben, RTL oder ARD können auf einzelne Haushalte zurückgreifen und genaue Zuschauerzahlen messen. Dies wird bei Live-Events und im Abendprogramm häufig angewendet, um Programmangebote zu optimieren.
Unter dem Projektnamen TELETEST erfolgt die elektronische Messung. Mit der Durchführung ist GfK Austria mit einem TV-Panel und die TVI (TV-Insight) mit der HbbTV-Messung beauftragt. Seit 2024 wird das Projekt als TELETEST 2.0 bezeichnet, wobei die Daten aus dem TELETEST-Panel der GfK bei TV-Insight (TVI) mit den Return Path Data von über 1,1 Millionen mit dem Internet verbundener HbbTVs in Österreich zusammengeführt werden, wodurch Schwankungen in kleineren Zielgruppen und damit sogenannte „Nuller-Reichweiten“ deutlich reduziert werden können. Vor der elektronischen Messung (1981 bis 1990) wurde der Kontinuierlichen Infratest (KIT) verwendet, bei dem die Einschaltquoten mittels Fernsehtagebuch erhoben wurden.
Messgeräte der Firma GfK Telecontrol, die mit den Messtechniken Substitution, Audiomatching und SIP (Screen Face Processing) arbeiten, stehen in 1.628 österreichischen Testhaushalten und registrieren jeden genutzten Fernsehkanal sekundengenau. Zeitversetzte Nutzung via (digitalem) Videorekorder ist inkludiert. Die Testseher melden sich mit einer speziellen Fernbedienung an. Die Testhaushalte stehen für eine Grundgesamtheit von 3.694.000 TV-Haushalten. Im Vergleich zu anderen Messsystemen in Europa ist die Anzahl der Panels auf die Einwohneranzahl bezogen sehr groß. Ein Panelhaushalt steht in Österreich nur für circa 2.256 TV-Haushalte. Als Grund dafür wird angegeben, dass auch für sehr kleine Gebiete (Vorarlberg, Burgenland) Daten valide ausweisbar sein sollten. Das Panel umfasst insgesamt 3556 Teilnehmer. 3239 Personen ab 12 Jahren stehen repräsentativ für die 7.302.000 Österreicher in Haushalten mit TV-Gerät. 317 Kinder (3 bis 11 Jahre) stehen repräsentativ für die 717.000 Kinder. Die Auswahl der Teilnehmer erfolgt mittels Zufallsverfahren. Etwa 18 % der Teilnehmer scheiden jedes Jahr aus dem Panel aus. Nur wenige Daten der Panelstudie werden unentgeltlich veröffentlicht. Auf der AGTT-Seite gibt es täglich erstellte TOP-3-Sendungen ausgewählter Sender und Marktanteile nach Monaten und Jahren. Die AGTT-Mitglieder ORF, P7S1P4 / ATV und IP veröffentlichen auf ihren Webseiten und Telextangeboten ebenfalls Quotendaten.
In der Schweiz beauftragt das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation die unabhängige Mediapulse Stiftung mit der Erhebung der nationalen Fernseh- und Radioeinschaltquoten. Die Mediapulse Stiftung ist selbst nicht operativ tätig und delegiert die Umsetzung dieser Forschungs- und Vermarktungsaufgaben an ihre Tochtergesellschaft Mediapulse AG.
TV-Forschung
Das Schweizer Fernsehpanel umfasst eine tägliche Stichprobengrösse von 1'870 Haushalten (Deutsche Schweiz: 1000 Haushalte, Französische Schweiz: 600 Haushalte, Italienische Schweiz: 270 Haushalte). Die Rekrutierung findet durch Fifty5Blue (ehemals Kantar Media) satt.
Von 1985 bis 2012 erfolgte die Messung in den Panelhaushalten durch Messgeräte von GfK Switzerland. Messtechnikhersteller war die Telecontrol aus Kriegstetten, die seit 1983 Fernsehmessgeräte erzeugte und 2001 vollständig von der GfK übernommen wurde. Auf den 1. Januar 2013 baute Mediapulse ein neues Fernsehpanel auf. Dieses ist mit dem Messgerät 5000 Series PeopleMeter von Kantar Media ausgerüstet. Nebst dem Live-TV-Konsum werden auch die zeitversetzte Nutzung und der TV-Konsum via Internet (am Computer oder Laptop) erfasst. Die Erfassung der Zuschauer läuft weiterhin über eine Anmeldung via Fernbedienung. Die Publikation der Resultate des neuen Panels verzögerte sich allerdings erheblich: Nachdem zunächst Mediapulse technische Probleme geltend machte, zweifelten später einzelne TV-Sender die Korrektheit der Resultate vor Gericht an. Nach einer Einigung zwischen Mediapulse und dem Kläger 3 Plus wurden die Daten am 31. Juli zur Publikation freigegeben. Die TV-Forschung wurde per Mitte 2021 erweitert. Mediapulse erhebt seither auch Daten zur Nutzung von TV-Programmen über den Onlinevektor mit so genannten Small-Screen Devices (PC, Tablet, Smartphone). Berücksichtigt wird hier die Nutzung über sämtliche Online-Plattformen, die TV-Angebote bereitstellen und die Forschung von Mediapulse unterstützen. Im 2022 wurde bei der TV-Nutzungsforschung das hybriden TV-Messsystem eingeführt. Dabei wird die bestehende Panelfoschung mit Daten aus den digitalen Settop-Boxen angereichert. Dadurch kann die Granularität der Messung erhöht werden, dass die Abbildung der Nutzung kleiner Sender ermöglicht. Während des laufenden Betriebes wurde im 2025 einen Technologien Wechsel vollzogen. Das Gesamtsystem wurde mit dem PM7 modernisiert.
Auf den 1. Januar 2013 baute Mediapulse ein neues Fernsehpanel auf. Dieses ist mit dem Messgerät 5000 Series PeopleMeter von Kantar Media ausgerüstet. Nebst dem Live-TV-Konsum wird auch die zeitversetzte Nutzung und der TV-Konsum via Internet (am Computer oder Laptop) erfasst. Die Erfassung der Zuschauer läuft weiterhin über eine Anmeldung via Fernbedienung. Die Publikation der Resultate des neuen Panels verzögerte sich allerdings erheblich: Nachdem zunächst Mediapulse technische Probleme geltend machte, zweifelten später einzelne TV-Sender die Korrektheit der Resultate vor Gericht an. Nach einer Einigung zwischen Mediapulse und dem Kläger 3 Plus wurden die Daten am 31. Juli zur Publikation freigegeben.
Radio-Forschung
Das Schweizer Radiopanel umfasst eine tägliche Stichprobengrösse von 1'533 Personen mit einer disproportionalen regionalen Verteilung. Die Rekrutierung und den Betrieb des Messpanels wird durch die GfK Switzerland sichergestellt.
Die Nutzungsmessung findet kontinuierlich und sekundengenau, 24/7, durch eine Mediawatch der GfK statt. Mit dieser Messtechnologie wird die Radionutzung der teilnehmenden Panelisten mit Hilfe der Audiomatching-Technologie identifiziert.
2001 wird die persönliche Befragung durch das präzisere, elektronische und portable Messsystem Radiocontrol abgelöst. Anfang 2018 erfolgt die Einführung eines neuen Messsystems als Grundlage für die Erhebung der Radio Daten und modernisiert damit die Währung des Schweizer Radiomarktes. Im 2025 wird beschlossen, dass die Radionutzung auch künftig (nach 2028) technisch in einem rotierenden Panel gemessen wird. Damit wird das seit 25 Jahren etablierte technische Verfahren in angepasster Form fortgeführt.
Die elektronische Messung der TV-Einschaltquoten wird im Vereinigten Königreich durch das Broadcasters’ Audience Research Board (BARB) beauftragt, das im gemeinsamen Besitz von BBC, ITV, Channel 4, Channel 5, Sky und der Institute of Practitioners in Advertising (IPA) ist. Dienstleister der BARB sind u. a. RSMB, Ipsos MORI und Kantar Media.
Im Jahr 2016 hatte die BARB rund 5.100 Testhaushalte, in denen über 12.000 teilnehmende Personen leben. Bei einer TV-Gesamtbevölkerung von 59,028 Millionen in UK repräsentiert jeder Testseher in der Hochrechnung über 5.000 Personen. Die Messbox zeichnet exakt die Programme auf, die gesehen werden. Ein fernsehender Panelist meldet sich mit einer Taste auf einer speziellen Fernsteuerung an und ab. Die Daten werden in der Nacht eingesammelt und sind ab ca. 9:30 Uhr am Folgetage für Fernsehsender und Werbeindustrie auswertbar. Time-Shift-Daten (Videoaufzeichnungen) stehen für bis zu 28 Tage Nachnutzung zur Verfügung.
Die BARB veröffentlicht unter anderem wöchentliche TOP-10-Hitlisten, einen Wochenüberblick nach Sendern oder die Nutzung von Programmfeldern.
In den USA wird der Zuschauerwert zwar auch in der Gesamtzahl gemessen, jedoch werden nicht nur – wie in Deutschland – die „Live-Zuschauer“ gemessen, sondern auch diejenigen, welche aufgezeichnetes Material innerhalb einer Woche verspätet angesehen haben. So entsteht eine Woche nach der Fernseherstausstrahlung das sogenannte Rating/Share.
Rating/Share sind zwei verschiedene Messeinheiten, welche in den USA zur Einschätzung der Zuschauerresonanz eingesetzt werden:
Den bisherigen Rekord für Zuschauerzahlen in Deutschland erreichte am 13. Juli 2014 die ARD beim Fußball-WM-Finale Deutschland gegen Argentinien: in der Zielgruppe Z3+ wurde über die gesamte Sendezeit, ein durchschnittlicher Marktanteil von 86,3 Prozent errechnet (was mehr als 34,5 Millionen Menschen wären). Dabei wurden die zahlreichen Zuschauer beim Public Viewing sowie in Restaurants und Kneipen nicht mitgezählt. Den vorherigen Rekord hatte das Fußball-WM-Halbfinale am 8. Juli 2014, Brasilien gegen Deutschland erzielt, als die Hochrechnung über 32,5 Millionen Zuschauer ergab.
Der mehrteilige Durbridge-Krimi Das Halstuch, der im Januar 1962 ausgestrahlt wurde, erreichte an den sechs Sendeabenden Quoten bis 89 Prozent. Wer kein eigenes Fernsehgerät besaß, tat sich oft mit Nachbarn oder Bekannten zusammen oder suchte eine Kneipe auf. Auch die Hochrechnungen für den im Januar 1963 veröffentlichten Sechsteiler von Francis Durbridge unter dem Titel Tim Frazer lagen zwischen 80 und 93 Prozent (die höchste am 25. Januar 1963 mit Teil 6). Am 25. März 1962 kam die Live-Aufführung Tante Jutta aus Kalkutta aus dem Millowitsch-Theater auf eine Einschaltquote von 88 %.
Die Episode „Die Schuldfrage“ der Fernsehserie Die Schwarzwaldklinik vom 17. November 1985 hält mit 27,97 Millionen Zuschauern bis heute den Rekord für ein fiktionales Programm.
| J | Sd | Programm | Datum | Beginn | Dauer | Sehb. % | Sehb. M | MA |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2008 | ZDF | Fußball-Europameisterschaft 2008: Deutschland – Türkei | 25. Juni 2008 | 20:48 | 1:35:00 | 40,3 % | 29,46 Mio. | 81,5 % |
| 2009 | ZDF | ZDF SPORTextra: Fußball-Weltmeisterschaft 2010/Qualifikation: Russland – Deutschland | 10. Okt. 2009 | 17:04 | 1:33:22 | 17,3 % | 12,46 Mio. | 55,6 % |
| 2010 | ARD | Fußball-Weltmeisterschaft 2010 live: Deutschland – Spanien | 7. Juli 2010 | 20:28 | 1:39:16 | 43,1 % | 31,10 Mio. | 83,0 % |
| 2011 | ZDF | Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2011 live: Deutschland – Japan | 9. Juli 2011 | 20:45 | 2:08:43 | 23,6 % | 17,01 Mio. | 59,2 % |
| 2012 | ARD | Fußball-Europameisterschaft 2012: Deutschland – Italien | 28. Juni 2012 | 20:46 | 1:38:32 | 38,9 % | 27,99 Mio. | 76,6 % |
| 2013 | ZDF | ZDF SPORTextra: UEFA Champions League 2012/13: Borussia Dortmund – FC Bayern München | 25. Mai 2013 | 20:46 | 1:33:52 | 30,1 % | 21,61 Mio. | 61,7 % |
| 2014 | ARD | Fußball-Weltmeisterschaft 2014 live: Deutschland – Argentinien | 13. Juli 2014 | 20:59 | 2:14:28 | 47,9 % | 34,57 Mio. | 86,2 % |
| 2015 | RTL | Fußball-Europameisterschaft 2016/Qualifikation: Deutschland – Georgien (2. Hälfte) | 11. Okt. 2015 | 21:47 | 0:48:21 | 19,1 % | 13,84 Mio. | 43,1 % |
| 2016 | ZDF | Fußball-Europameisterschaft 2016 live: Deutschland – Frankreich | 7. Juli 2016 | 21:01 | 1:36:08 | 39,8 % | 29,85 Mio. | 80,3 % |
| 2017 | ZDF | ZDF SPORTextra: Confederations Cup: Chile – Deutschland | 2. Juli 2017 | 20:01 | 1:35:26 | 19,8 % | 14,86 Mio. | 42,7 % |
| 2018 | ARD | Fußball-Weltmeisterschaft 2018: Deutschland – Schweden | 23. Juni 2018 | 20:00 | 1:42:05 | 36,4 % | 27,53 Mio. | 76,3 % |
Daten: AGF in Zusammenarbeit mit GfK; TV-Scope 6.1, Zuschauer Gesamt, alle Sender, Montag–Sonntag, 03:00–03:00 Uhr, Mindestsendungslänge 10 Minuten
J: Jahr; Sd: Sender; Dauer in h; Sehb, % und M: Sehbeteiligung (Durchschnittsreichweite) in Prozent und Millionen; MA: Marktanteil
In der Zeit vor 1991 wurden die TV-Quoten in Österreich mittels Befragungswellen bzw. ab 1980 mit einem Fernsehtagebuch-Verfahren, dem Kontinuierlichen Infratest (KIT) erhoben. Diese methodischen Unterschiede machen einen Vergleich mit den heutigen gemessenen Daten des TELETESTs nur bedingt möglich. Die nutzungsstärkste Sendung im Infratest lief am 27. Dezember 1984. Es war eine Folge von Ich heirate eine Familie mit Peter Weck mit 4 Millionen Zusehern. Zweitstärkste Sendung war Wetten, dass..?, noch mit Frank Elstner am 12. April 1986 mit 3,9 Millionen. Die drittbeste Sendung waren Die Dornenvögel am 29. November 1983 mit 3,8 Millionen. Die höchste jemals in Österreich registrierte TV-Tagesreichweite mit 87 % (Erwachsene) wurde am Dreikönigstag 1985 erzielt. Es war ein idealer Fernsehsonntag mit nicht mehr als minus zehn Grad und einem breiten Unterhaltungs- und Sportangebot (Slalom und Vierschanzentournee). Im TELETEST, der elektronischen Messung seit 1991, ist die Zeit im Bild 1 vom 24. November 2002 am Tag der Nationalratswahl 2002 mit einer Durchschnittsreichweite von 2,6 Millionen die reichweitenstärkste Sendung. Auf Platz zwei liegt die Peter Alexander Show auf FS1 (ORF1) am 21. Dezember 1991 mit 2,585 Millionen.
| Nr. | Bereich | J | Sd | Programm | Datum | Beg. | Dauer | DRW % | DRW T | MA |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | ORF | 2020 | ORF | Zeit im Bild: COVID-19-Pandemie in Österreich | 15. März 2020 | 19:30 | 0:44 | 36,1 % | 2.719 Tsd. | 67 % |
| 2. | ORF | 2020 | ORF | Zeit im Bild: COVID-19-Pandemie in Österreich | 22. März 2020 | 19:30 | 0:37 | 33,7 % | 2.543 Tsd. | 65 % |
| 3. | ORF | 2020 | ORF | Zeit im Bild: COVID-19-Pandemie in Österreich | 16. März 2020 | 19:30 | 0:38 | 33,2 % | 2.499 Tsd. | 64 % |
| 4. | Private | 2024 | ServusTV | Fußball-EM 2024: Österreich – Türkei, 2. Halbzeit | 2. Juli 2024 | 21:59 | 0:50 | 33 % | 2.490 Tsd. | 76 % |
| 5. | ORF | 2020 | ORF | Zeit im Bild: COVID-19-Pandemie in Österreich | 21. März 2020 | 19:30 | 0:37 | 32,4 % | 2.441 Tsd. | 65 % |
| 6. | Private | 2024 | ServusTV | Fußball-EM 2024: Österreich – Türkei, 1. Halbzeit | 2. Juli 2024 | 21:00 | 0:46 | 32,2 % | 2.428 Tsd. | 69 % |
| 7. | ORF | 2020 | ORF | Zeit im Bild: COVID-19-Pandemie in Österreich | 23. März 2020 | 19:30 | 0:38 | 31,8 % | 2.397 Tsd. | 62 % |
| 8. | ORF | 2020 | ORF | Zeit im Bild: COVID-19-Pandemie in Österreich | 17. März 2020 | 19:30 | 0:39 | 31,7 % | 2.386 Tsd. | 60 % |
| 9. | ORF | 2020 | ORF | Zeit im Bild: COVID-19-Pandemie in Österreich | 28. März 2020 | 19:30 | 0:37 | 31,4 % | 2.365 Tsd. | 64 % |
| 10. | ORF | 2020 | ORF | Zeit im Bild: COVID-19-Pandemie in Österreich | 10. März 2020 | 19:30 | 0:39 | 31,3 % | 2.363 Tsd. | 63 % |
Daten: AGTT TELETEST. Österreich gesamt. Zielgruppe 12+ (Personen älter als 12 Jahre)
Nr. Ranking; J: Jahr; Sd: Sender; Dauer in h; DRW % und T: Durchschnittsreichweite in Prozent und Tausend; MA: Marktanteil
| J | Sd | Programm | Datum | Beginn | Dauer | Rat. T |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2013 | SRF zwei | Eishockey: WM Finnland / Schweden, Final Schweiz – Schweden | 19. Mai 2013 | 20:30 | 1:38 | 1.178 Tsd. |
| 2014 | SRF zwei | Fussball: FIFA-WM 2014 Brasilien: Achtelfinal Argentinien – Schweiz | 1. Juli 2014 | 18:00 | 2:09 | 1.506 Tsd. |
| 2015 | SRF 1 | Tagesschau | 18. Okt. 2015 | 19:30 | 0:32 | 1.022 Tsd. |
| 2016 | SRF zwei | Fussball: UEFA Euro 2016 Schweiz – Frankreich | 16. Juni 2016 | 21:00 | 1:33 | 1.567 Tsd. |
| 2017 | SRF zwei | Ski alpin: WM, St. Moritz Abfahrt Männer | 12. Feb. 2017 | 13:29 | 1:19 | 1.076 Tsd. |
| 2018 | SRF zwei | Fußball: FIFA-WM 2018 Russland: Brasilien – Schweiz | 17. Juni 2018 | 20:00 | 1:38 | 1.618 Tsd. |
Daten: Mediapulse Fernsehpanel / Deutschschweiz / 1. Januar 2013 bis 30. Juni 2017 / 3+ Jahre / Overnight+7 (live + zeitversetzte Nutzung bis 7 Tage nach Erstausstrahlung). Hinweis: Von der Nachrichtensendung "Tagesschau" und von der Sendung "Meteo" im Anschluss wird jeweils nur die meistgesehene Ausgabe ausgewiesen
J: Jahr; Sd: Sender; Dauer in h; Rating T: Rating (Sehbeteiligung / Durchschnittsreichweite) in Tausend
Der Quotenrekord der letzten Episode der Fernsehserie M*A*S*H aus dem Jahre 1983 (106 Mio. Zuschauer, 79,2 % der Haushalte), wurde durch die Übertragung des „Super Bowl XLIV“ am 7. Februar 2010 mit 106,5 Millionen Zuschauern abgelöst, gefolgt von der Episode Who Done It? (dt. Wer hat auf J.R. geschossen?) der Fernsehserie Dallas. Die weiteren Plätze der Top Ten belegen die letzte Episode von Roots, vier Super-Bowl-Übertragungen, das Eiskunstlauf-Duell zwischen Nancy Kerrigan und Tonya Harding bei den Olympischen Winterspielen 1994 und eine Ausstrahlung von Vom Winde verweht (in zwei Teilen, daher zwei Mal in der Liste vertreten).
In Frankreich werden die Einschaltquoten von Médiamétrie ermittelt. Die Rekorde für das Jahr 2009 halten
Den Quotenrekord in Italien hält mit 24 Mio. Zuschauern (84,11 %) das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 zwischen Italien und Frankreich.
Die Digitalisierung hat die Fernsehgewohnheiten vieler Menschen stark verändert, während die „Einschaltquote“ noch immer auf linearem Fernsehen beruht. Daraus ergibt sich eine Reihe von allgemeinen Kritikpunkten:
Auch aus Sicht der Sozialforschung werden die Einschaltquoten kritisiert. Es sei fragwürdig, ob sich die Anzahl der Zuschauer mit den angewendeten Mitteln tatsächlich relativ sicher quantitativ ermitteln lasse und ob die Qualität des Zuschauens hinreichend berücksichtigt wird. Ob jemand stundenlang nebenbei Musikfernsehen laufen lässt oder als einzige Sendung des Tages die Nachrichten, dürfte sich qualitativ sehr unterscheiden (Aufnahmefähigkeit, Konzentration, Dauer des Gesamtfernsehkonsums etc.). Des Weiteren sei es fraglich, ob eine Stichprobe aus Menschen, die sich dazu bereit erklärt hat, ihren Fernsehkonsum dokumentieren zu lassen, als repräsentativ für die Grundgesamtheit der Bevölkerung angesehen werden könne.
Laut Süddeutscher Zeitung stützt sich in Deutschland die Auswahl der Haushalte, die im Panel berücksichtigt werden, auf Daten der Bundeswahlverzeichnisse. Dadurch sind beispielsweise Ausländer unterrepräsentiert. Erst 2001 wurde das Panel um 140 Ausländerhaushalte ergänzt. Lücken gibt es ebenso im Bereich des Fernsehkonsums, der nicht in Haushalten stattfindet: Büros, Hotels, Kasernen, Alten- und Pflegeheime, Krankenhäuser, aber auch Studentenwohnheime und -WGs werden nicht mit der „Quotenbox“ ausgestattet. Daher wird die Aussagekraft der hochgerechneten Einschaltquoten immer wieder bezweifelt. Derzeit gibt es aber zu den GfK-Zahlen keine vernünftige Alternative für ein Panel, das die Zusammensetzung der Bevölkerung genauer repräsentieren würde.
Die Verlässlichkeit der erhobenen Einschaltdaten bedingt sich durch die Zuverlässigkeit, mit der die Panel-Mitglieder die technische Ausrüstung zur Aufzeichnung der Fernsehgewohnheiten bedienen. Es ist nicht überprüfbar, ob ein Mitglied auch tatsächlich zuverlässig immer den richtigen Knopf der speziell ausgestatteten Fernbedienung betätigt.
Neuartige Medien, darunter Smart TV, soziale Netze (z. B. Twitter) und Suchmaschinen (z. B. Google Trends), Webseitenaufrufe, Zuschauer-Rückmeldungen (E-Mail, Telefon, SMS) und Umsatz von Merchandising-Produkten zu den gezeigten Sendungen, aber auch der Erfolg der beworbenen Produkte und Dienstleistungen sind wichtige Sekundärquellen für die Berechnung von Einschaltquoten. Smart TVs liefern durch ihre ständige Internetanbindung wertvolle Informationen über die gesehenen Sendungen in Echtzeit. Televoting- und Gewinnspielhotlines können die Anzahl Anrufe nach quantitativen, zeitlichen und geographischen Kriterien auswerten. Die Telefonvorwahl liefert hierbei genauere Informationen als die IP-Adresse des Zuschauers.
„Die Quotenmacher“ ist ein deutsch-schweizerischer Fernsehfilm von Christoph Weinert aus dem Jahr 2000 für die Reihe Das kleine Fernsehspiel (ZDF/3sat). Privatdetektiv Schmilinsky ermittelt in Sachen Einschaltquote. Ein kritisch-ironischer Seitenblick auf die Quotenhysterie im Fernsehgeschäft. Der Film bedient sich dabei einer dokumentarisch-fiktionalen Mischform: Privatdetektiv Schmilinsky übernimmt einen heiklen Auftrag. Er soll ermitteln, wie die Einschaltquoten im deutschen Fernsehen in Wahrheit zustande kommen. Bei seinen Recherchen gerät Schmilinsky in das Visier zwielichtiger Gestalten, die ihm schließlich nach dem Leben trachten.
Free Rainer ist ein deutscher Kinofilm des österreichischen Regisseurs Hans Weingartner aus dem Jahr 2007. Die Mediensatire schildert die Bekehrung des Fernsehproduzenten Rainer von einem quotenorientierten Macher von Unterschichtenfernsehen zu einem Aufklärer, der mit einer kleinen zusammengewürfelten Gruppe großflächig Quotenboxen manipuliert, um „bessere“ Zahlen zu produzieren. Seine Erkenntnis „Wenn man den Leuten nur lang genug Mist vorsetzt, wollen sie irgendwann nichts anderes mehr als diesen Mist“ dreht er damit um und bringt damit die Programmmacher dazu, anspruchsvollere Inhalte anzubieten, die in Weingartners Utopie begeistert angenommen werden.
In der zweiten Staffel von MaiThink X – Die Show, befasste sich Mai Thi Nguyen-Kim in der dritten Folge Die geheime Macht der Quotenboxen (Erstausstrahlung am 20. März 2022) mit der Erhebung der TV-Quote beim linearen Fernsehen und deren Einfluss auf das Fernsehprogramm.