| Zwanzig | |
|---|---|
| 20 | |
| Darstellung | |
| Römisch | XX |
| Dual | 1 0100 |
| Oktal | 24 |
| Duodezimal | 18 |
| Hexadezimal | 14 |
| Chinesisch | 二十 |
| Mathematische Eigenschaften | |
| Vorzeichen | positiv |
| Parität | gerade |
| Faktorisierung | |
| Teiler | 1, 2, 4, 5, 10, 20 |


Die Zwanzig (20) ist die natürliche Zahl zwischen Neunzehn und Einundzwanzig. Sie ist gerade.
Das deutsche Zahlwort Zwanzig stammt von althochdeutsch zweinzig ab und ist eine Zusammensetzung aus zwein und der Endsilbe -zig, die „Zehner“ bedeutet, steht also für zweimal zehn oder zwei Zehner.
Viele Sprachen haben jedoch einen eigenen Wortstamm für diese Zahl, aus dem indogermanischen Urwort *wi-k'm.ti- beispielsweise haben sich das griechische εἴκοσι (eikosi), das lateinische viginti, viṃśatí im Sanskrit, oder die keltischen Varianten ugain im Walisischen, ugent im Bretonischen und fiche im Irischen entwickelt. Dies sind Hinweise auf die frühere Verwendung eines Vigesimalsystems, das wohl daraus entstanden ist, dass man die zehn Finger und die zehn Zehen des menschlichen Körpers zum Zählen verwendete. In einigen europäischen Sprachen finden sich noch Zahlwörter, die auf dieses Zwanzigersystem zurückgehen, so in den keltischen Sprachen, im Dänischen und Französischen (vgl. französisch quatre-vingt-seize – sechsundneunzig – wörtlich „vier-zwanzig-sechzehn“). Auch der englische Ausdruck score steht für „zwanzig“, man zählt one score, two score, … (20, 40, …).
Weitgehende Verwendung fand das Vigesimalsystem auch in den Hochkulturen Mittelamerikas, hier gibt es in einigen Mayadialekten für das Zahlwort neben hun kal, „ein Zwanziger“, auch die Form hun uinic, wörtlich übersetzt „ein Mann“, was das tatsächliche Abzählen an Fingern und Zehen einer Person wiedergibt. In der Sprache der Maya gibt es auch einfache Wörter für die Potenzen von 20, also für 400, 8000 und 160.000.
Vom griechischen εἴκοσι stammt die Vorsilbe (e)ikos-, vom lateinischen viginti mit der Ordnungszahl vigesimus, der zwanzigste, die Formen vigint- und vigesim- ab, die in Fremdwörtern Verwendung finden, Beispiele: Eicosanolid, Eikosanoide, Eicosensäure.
Aus dem englischen Wort twenty hat sich für Menschen im Alter von 20 bis 29 im Deutschen in Analogie zu dem Begriff Teenager (Kurzform: Teen) der Begriff Twen gebildet.
Zwanzig ist eine abundante Zahl, was bedeutet, dass die Summe ihrer echten Teiler größer als sie selbst ist (). Sie hat eine Abundanz von 22−20=2. Zwanzig ist nach der 12 und der 18 die dritte abundante Zahl und die kleinste abundante Zahl, die nicht durch 3 teilbar ist.
Des Weiteren ist die eine Harshad-Zahl. Dies bedeutet, dass sie durch die Quersumme ihrer Ziffern teilbar ist .
Zwanzig ist die vierte Tetraederzahl. Eine Tetraederzahl beschreibt eine bestimmte Folge von natürlichen Zahlen, die sich geometrisch als „Steine“ in einer regelmäßigen dreiseitigen Pyramide (Tetraeder) anordnen lassen. Die Teraederzahl Zwanzig gibt an, dass 20 Kugeln bzw. Steine nötig sind, um ein Tetraeder mit vier Schichten zu bauen.
Der Zwanzig-Projektionsoperator ist ein mathematisches Werkzeug aus der Statistischen Mechanik.
Das römische Zahlzeichen für Zwanzig ist XX.

Das Ikosaeder besteht aus 20 Flächen, während das zum Ikosaeder duale Pentagondodekaeder 20 Ecken hat. Ein Zwanzigeck oder Ikosagon (von altgriechisch εἰκοσάγωνος eikoságōnos, deutsch ‚zwanzigeckig‘) ist ein Polygon mit 20 Seiten und 20 Ecken.
Das Vigesimalsystem oder Zwanzigersystem (lateinisch vicesimus ‚der Zwanzigste‘) ist ein Zahlensystem, genauer ein Stellenwertsystem, das als Basis die Zahl Zwanzig verwendet.
Eine mögliche Erklärung für die Existenz dieses Systems ist, dass zum Zählen und Rechnen neben den Fingern auch die Zehen verwendet wurden. Eine andere Erklärung ist das Umdrehen der Hände.

Das Kaktovikische Zahlensystem oder Kaktovikische Inupiaq-Zahlensystem ist ein Vigesimalsystem, das von alaskischen Iñupiat erstellt wurde. Es ist visuell ikonisch; die Formen zeigen die dargestellte Zahl bildlich. Die Inuit haben Ziffern-Symbole von 0 bis 19, zwanzig wird mit den Ziffernsymbolen „Eins“ „Null“ geschrieben, 40 mit „Zwei“ „Null“, 400 mit „Eins“ und zwei „Nullen“, 800 mit „Zwei“ und zwei „Nullen“.
Der Trifidnebel auch als Messier 20 bekannt ist ein Emissions- und Reflexionsnebel im Sternbild Schütze. NGC 20 ist eine Elliptische Galaxie im Sternbild Andromeda am Nordsternhimmel. Sie ist schätzungsweise 227 Millionen Lichtjahre von unsrer Milchstraße entfernt.
Kepler-20 ist ein 950 Lichtjahre von der Erde entfernter Stern im Sternbild Leier mit einem Planetensystem, das aus fünf bekannten Exoplaneten besteht.
Im Periodensystem der Elemente hat Calcium die Ordnungszahl zwanzig.
Als Eicosanoide, auch Eikosanoide, wird in der Chemie eine Gruppe hormonähnlichen Substanzen bezeichnet. Obwohl die Bezeichnung Eicosanoide auf eine Anzahl von 20 Kohlenstoff(C)-Atomen im Molekül hinweist, werden zu den Eicosanoiden auch Derivate anderer Fettsäuren gezählt, die kürzer- oder längerkettig sind.
Eicosanolid ist eine organische Verbindung mit 20 Kohlenstoffatomen und der chemischen Formel C20H38O2. Eicosanolid wird von mehreren Bienenarten sowie von Schmetterlingen als Botenstoff zur Informationsübertragung (Pheromon) verwendet.
Eines der größten Rätsel der Evolutionsbiologie ist die Tatsache, dass fast alles Leben auf der Erde auf genau 20 proteinogenen (kanonischen) Aminosäuren basiert. Obwohl theoretisch weitaus mehr Aminosäuren existieren, werden nur diese 20 durch die genetischen Codons in der DNA kodiert.
Zwanzig ist in der Physik eine der Magischen Zahlen von Atomkernen. In der Kernphysik werden bestimmte Neutronen- und Protonenzahlen als Magische Zahlen bezeichnet. Diese Zahlen weisen im Grundzustand des Kerns eine höhere Stabilität auf. Zu den Elemente mit höherer Stabilität gehören z. B. Helium, Sauerstoff, Calcium und Nickel.
In der biblischen Geschichte werden zwanzigjährige Zeiträume erwähnt. So arbeitete Jakob für Laban, bis er und seine Familie die Freiheit erlangten (Genesis 31). Salomo widmete sich über einen Zeitraum von zwanzig Jahren dem Bau des Tempels des Herrn sowie seines eigenen Palasts (2. Chronik 8,1). Gemäß der israelitischen Armee galt das zwanzigste Lebensjahr als Eintritt in die Kriegstauglichkeit und somit als Erlangen der vollen sozialen Verantwortung innerhalb des Volkes (Numeri 1,3). Die Bundeslade verblieb für einen Zeitraum von zwanzig Jahren in Kirjat-Jearim, bevor sie nach Jerusalem überführt wurde (1. Samuel 7,2).
Der 20. Psalm (nach griechischer Zählung der 19.) ist ein Psalm Davids und gehört in die Reihe der Königspsalmen. Zusammen mit Psalm 66 weist der Psalm eine durchgehend positive Bewertung von materiellen Opfern auf.
Tā-Hā ist die 20. Sure des Korans. Sie enthält 135 Verse und wurde nach der islamischen Überlieferung Mohammed in Mekka offenbart. Die Sure „Tā-Hā“ erzählt die Geschichte von Moses und seinem Auftrag gegenüber dem Pharao. Die Surennummerierung ist eine redaktionelle Ordnung des Textes. In den klassischen Quellen findet eine numerologische Deutung der Zahl in der Regel nicht statt.
Der Ausdruck Goldene Zwanziger bzw. Goldene Zwanziger Jahre bezeichnet auf Deutschland bezogen etwa den Zeitabschnitt zwischen 1924 und 1929, eine Phase relativer politischer und wirtschaftlicher Stabilisierung der Weimarer Republik und eine Blütezeit der deutschen Kunst, Kultur und Wissenschaft. Die „Goldenen Zwanziger“ endeten, als die Weltwirtschaftskrise auch Deutschland in Mitleidenschaft zog.

In den Goldenen Zwanzigern wurde die Neue Sachlichkeit als Kunstrichtung vorherrschend mit einer nüchtern-kritischen Wahrnehmung von Stadtleben, Technik und Massenkultur.
