Einfache Laubblätter von Helianthella californica subsp. nevadensisHabitus von Helianthella castaneaKörbchenförmiger Blütenstand von Helianthella castaneaDetail eines körbchenförmigen Blütenstandes von Helianthella castanea. Bei vielen Röhrenblüten wurde bereits der Pollen nach oben „gebürstet“.Helianthella uniflora
Vegetative Merkmale
Helianthella-Arten wachsen als ausdauerndekrautige Pflanzen, die je nach Art meist Wuchshöhen von 20 bis 150 Zentimetern erreichen. Die aufrechten Stängel sind meist verzweigt.
Die gegenständig und wechselständig, grundständig und an den Stängeln verteilt angeordneten Laubblätter sind meist gestielt. Die Blattspreite ist einfach mit drei oder fünf Blattnerven bereits ab oder nahe der Spreitenbasis. Der Blattrand ist glatt. Die Blattoberflächen sind glatt oder behaart.
Generative Merkmale
Die köpfchenförmigenBlütenstände stehen einzeln endständig oder zu zweit bis 15 in verzweigten, schirmtraubigen Gesamtblütenständen zusammen. Die kreisförmigen Blütenkörbe weisen Durchmesser von 1 bis 5 Zentimetern auf. In mehr oder weniger drei Reihen stehen 22 bis 32 Hüllblätter; sie sind in Form und Größe fast gleich bis stark verschieden. Die Blütenkorbböden sind mehr oder weniger konvex. Es sind Spreublätter vorhanden.
Die Blütenkörbe enthalten acht bis 21 Zungenblüten und 30 bis über 200 Röhrenblüten. Die ungeschlechtigen Zungenblüten (= Strahlenblüten) sind gelb und die Zunge endet dreizähnig. Die zwittrigen, fertilen Röhrenblüten (= Scheibenblüten) sind meist gelb oder braun bis purpurfarben mit fünf Kronzipfel.
Die kantigen Achänen sind bräunlich. Der Pappus besteht aus zwei pfriemförmigen Schuppen und manchmal zusätzlich bis mehr als vier kleineren, zerschlitzten Schuppen, die manchmal alle mehr oder weniger verwachsen sein können; der Pappus kann auch fehlen.
Systematik und Verbreitung
Die Gattung Helianthella wurde 1842 durch John Torrey und Asa Gray in Synoptical Flora of North America, Band 2, Seite 333 aufgestellt. Der botanische Gattungsname Helianthella ist abgeleitet aus dem Gattungsnamen der SonnenblumenHelianthus und dem lateinischen -ella als Verkleinerung (Diminutiv). Typusart ist Helianthella uniflora(Nuttall) Torrey & A.Gray
Die Gattung Helianthella gehört zur Subtribus Enceliinae aus der Tribus Heliantheae in der Unterfamilie der Asteroideae innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).
Helianthella californicaA.Gray subsp. californica: Sie kommt in Kalifornien vor.
Helianthella californica subsp. nevadensis(Greene) W.A.Weber: Sie kommt in Kalifornien, in Oregon und im nordwestlichen Nevada vor.
Helianthella californica subsp. shastensis(W.A.Weber) W.A.Weber: Sie kommt in Kalifornien vor.
Helianthella castaneaGreene: Dieser Endemit ist nur aus dem San Francisco Bay Gebiet in Kalifornien bekannt und gedeiht in Höhenlagen von 0 bis 1200 Metern.
Helianthella uniflora(Nuttall) Torrey & A.Gray: Die zwei Varietäten gedeihen in Höhenlagen von 300 bis 3400 Metern:
Helianthella uniflora var. douglasii(Torr. & A.Gray) W.A.Weber: Sie kommt im südlichen British Columbia, in Washington, Oregon und im nördlichen Idaho vor.
Helianthella uniflora(Nuttall) Torrey & A.Gray var. uniflora: Sie kommt in Colorado, Idaho, Utah, Wyoming, Montana, Arizona und Nevada vor.
Helianthella weberiB.L.Turner: Sie kommt im nordöstlichen Mexiko (Coahuila) vor. Die 2015 erstbeschriebene Art ehrt den nordamerikanischen Botaniker William Alfred Weber (1918–2020).
William A. Weber: New names and combinations in Asteraceae: Heliantheae-Ecliptinae., in Phytologia, Volume 85, Issue 1, 1998, S. 19–21.
Einzelnachweise
1234567Helianthellaim Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.Abgerufen am 20. Januar 2019.
↑Helianthella weberi. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science,abgerufen am 12.Juni 2026.