| Asteroid (529) Preziosa | |
|---|---|
| Eigenschaften des Orbits Animation | |
| Orbittyp | Äußerer Hauptgürtel |
| Große Halbachse | 3,018 AE |
| Exzentrizität | 0,092 |
| Perihel – Aphel | 2,739 AE – 3,297 AE |
| Neigung der Bahnebene | 11,0° |
| Länge des aufsteigenden Knotens | 65,0° |
| Argument der Periapsis | 332,3° |
| Zeitpunkt des Periheldurchgangs | 6. Dezember 2027 |
| Siderische Umlaufperiode | 5 a 89 d |
| Mittlere Orbitalgeschwindigkeit | 17,11 km/s |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Mittlerer Durchmesser | 32,0 km ± 1,5 km |
| Albedo | 0,16 |
| Rotationsperiode | 1 d 2 h |
| Absolute Helligkeit | 9,9 mag |
| Spektralklasse (nach Tholen) |
S |
| Geschichte | |
| Entdecker | Max Wolf |
| Datum der Entdeckung | 20. März 1904 |
| Vorläufige Bezeichnung | 1902 YC, 1904 FB, 1952 KC |
| Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten. | |
(529) Preziosa ist ein Asteroid des äußeren Hauptgürtels, der am 20. März 1904 vom deutschen Astronomen Max Wolf an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 13,2 mag entdeckt wurde. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass der Asteroid bereits am 24. Dezember 1902 am gleichen Ort fotografiert worden war.
Der Asteroid ist benannt nach dem Titel des Schauspiels Preciosa von Pius Alexander Wolff, das 1820 von Carl Maria von Weber vertont wurde. Es ist auch eine Figur im Roman „La Gitanilla“ des spanischen Schriftstellers, Dramatikers und Dichters Miguel de Cervantes (1547–1616).
Aufgrund ihrer Bahneigenschaften wird (529) Preziosa zur Eos-Familie gezählt.
Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (529) Preziosa, für die damals Werte von 32,0 km bzw. 0,16 erhalten wurden.
Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 29. Mai bis 2. Juni 1984 am Cerro Tololo Inter-American Observatory (CTIO) in Chile. Aus der aufgezeichneten Lichtkurve konnte eine Rotationsperiode nur grob zu 27 ± 2 h abgeschätzt werden.
Eine Auswertung von archivierten Lichtkurven aus dem Uppsala Asteroid Photometric Catalogue (UAPC) ermöglichte 2018 mit der Methode der konvexen Inversion erstmals die Berechnung eines dreidimensionalen Gestaltmodells des Asteroiden für zwei alternative Positionen der Rotationsachse mit retrograder Rotation und einer Periode von 25,9391 h.
Neue photometrische Messungen vom 19. April bis 21. Mai 2020 während zehn Nächten am Organ Mesa Observatory in New Mexico wurden zu einer Rotationsperiode von 25,943 h ausgewertet. Im Jahr 2021 wurde aus archivierten Daten und photometrischen Messungen von Gaia DR2 erneut ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für eine Rotationsachse nahe zur Ebene der Ekliptik sowie eine Periode von 25,939 h berechnet.
Zwischen 2012 und 2018 wurden mit der All-Sky Automated Survey for Supernovae (ASAS-SN) auch photometrische Daten von 20.000 Asteroiden aufgezeichnet. Auf mehr als 5000 davon konnte erfolgreich die Methode der konvexen Inversion angewendet werden, darunter auch (529) Preziosa, für die in einer Untersuchung von 2021 ein verbessertes dreidimensionales Gestaltmodell für zwei alternative Rotationsachsen mit retrograder Rotation und einer Periode von 25,939 h berechnet wurde.
Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion eine Rotationsperiode von 25,937 h bestimmt werden. Im Jahr 2023 wurde aus photometrischen Messungen von Gaia DR3 erneut ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für eine Rotationsachse mit prograder Rotation und einer Periode von 25,934 h berechnet.