| Asteroid (630) Euphemia | |
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| Eigenschaften des Orbits Animation | |
| Orbittyp | Mittlerer Hauptgürtel |
| Große Halbachse | 2,625 AE |
| Exzentrizität | 0,112 |
| Perihel – Aphel | 2,330 AE – 2,919 AE |
| Neigung der Bahnebene | 13,9° |
| Länge des aufsteigenden Knotens | 105,3° |
| Argument der Periapsis | 38,9° |
| Zeitpunkt des Periheldurchgangs | 1. Februar 2026 |
| Siderische Umlaufperiode | 4 a 92 d |
| Mittlere Orbitalgeschwindigkeit | 18,33 km/s |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Mittlerer Durchmesser | 15,5 km ± 0,4 km |
| Albedo | 0,29 |
| Rotationsperiode | 14 d 14 h |
| Absolute Helligkeit | 11,2 mag |
| Geschichte | |
| Entdecker | August Kopff |
| Datum der Entdeckung | 7. März 1907 |
| Vorläufige Bezeichnung | 1907 EM, 1924 DC |
| Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten. | |
(630) Euphemia ist ein Asteroid des mittleren Hauptgürtels, der am 7. März 1907 vom deutschen Astronomen August Kopff an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 13,2 mag entdeckt wurde.
Der Asteroid ist benannt nach Euphemia von Chalkedon, einer christlichen Heiligen, deren Festtag am 16. September gefeiert wird. Der Name bedeutet auch „gutes Omen“.
Aufgrund ihrer Bahneigenschaften wird (630) Euphemia zur Eunomia-Familie gezählt.
Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (630) Euphemia, für die damals Werte von 17,2 km bzw. 0,24 erhalten wurden. Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 15,5 km bzw. 0,29.
Eine spektroskopische Untersuchung von 820 Asteroiden zwischen November 1996 und September 2001 am La-Silla-Observatorium in Chile ergab für (630) Euphemia eine taxonomische Klassifizierung als S- bzw. Sl-Typ.
Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 1. bis 9. April 2005 am Palmer Divide Observatory in Colorado. Aus der während fünf Nächten aufgezeichneten Lichtkurve wurde zunächst eine als unsicher eingeschätzte Rotationsperiode von 79,18 h abgeleitet. Eine Revision der Daten aus 2005 führte dann unter Einbeziehung der Daten von zwei weiteren Beobachtungsnächten in einer Untersuchung von 2011 zu einem deutlich abweichenden Ergebnis mit einer sehr langen Periode von 350 ± 50 h. (630) Euphemia wäre damit ein extrem langsamer Rotator.
Im Jahr 2019 wurde mit einer Auswertung photometrischer Daten des Lowell-Observatoriums in Arizona und des Gaia DR2-Katalogs erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für zwei alternative Rotationsachsen mit prograder Rotation und einer Periode von 386,98 h berechnet.
Zwischen 2012 und 2018 wurden mit der All-Sky Automated Survey for Supernovae (ASAS-SN) auch photometrische Daten von 20.000 Asteroiden aufgezeichnet. Auf mehr als 5000 davon konnte erfolgreich die Methode der konvexen Inversion angewendet werden, darunter auch (630) Euphemia, für die in einer Untersuchung von 2021 ein verbessertes dreidimensionales Gestaltmodell für zwei alternative Rotationsachsen mit prograder Rotation und einer Periode von 387,0 h berechnet wurde.
Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion eine Rotationsperiode von 193,5 h bestimmt werden.