(963) Iduberga

Asteroid
(963) Iduberga
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Eigenschaften des Orbits Animation
Oskulation für Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Innerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 2,248 AE
Exzentrizität 0,137
Perihel – Aphel 1,939 AE – 2,556 AE
Perihel – Aphel  AE –  AE
Neigung der Bahnebene 8,0°
Länge des aufsteigenden Knotens 62,4°
Argument der Periapsis 5,5°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 12. Juli 2026
Siderische Umlaufperiode 3 a 135 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 19,77 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 9,0 km ± 0,1 km
Abmessungen {{{Abmessungen}}}
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,22
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 3 h 2 min
Absolute Helligkeit 12,3 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
S
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Karl Wilhelm Reinmuth
Datum der Entdeckung 26. Oktober 1921
Vorläufige Bezeichnung 1911 WA, 1921 UK, 1929 BA, 1921 TE3, 1950 HV
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

(963) Iduberga ist ein Asteroid des inneren Hauptgürtels, der am 26. Oktober 1921 vom deutschen Astronomen Karl Wilhelm Reinmuth an der Landessternwarte Heidelberg-Königstuhl bei einer Helligkeit von 13,5 mag entdeckt wurde. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass er bereits am 23. November 1911 in Winchester (Massachusetts) fotografiert worden war.

Karl Reinmuth entdeckte so viele Kleinplaneten, dass es ihm oft schwerfiel, Namen für die nummerierten zu finden. Daher verwendete er häufig Mädchennamen aus dem Kalender „Lahrer Hinkender Bote“. Diese Namen müssen keine Verbindung zu seinen Zeitgenossen haben.

Wissenschaftliche Auswertung

Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 für (963) Iduberga zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 9,3 km bzw. 0,21. Nach neuen Messungen mit NEOWISE wurden die Werte 2014 auf 9,0 km bzw. 0,22 korrigiert.

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt am 1. und 2. November 2002 am Andreas Observatory der Minnesota State University, Mankato. Aus der aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 3,020 h abgeleitet. (963) Iduberga ist damit ein schneller Rotator. Weitere Beobachtungen am 27. und 28. Februar 2017 am Xingming Observatory in China wurden zu einer Rotationsperiode von 3,0346 h ausgewertet.

Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 wurde dann in einer Untersuchung von 2020 mit der Methode der konvexen Inversion erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für zwei alternative Rotationsachsen mit prograder Rotation und einer Periode von 3,03407 h berechnet. Aus den gleichen Daten konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion noch einmal eine Rotationsperiode von 3,03406 h bestimmt werden.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ↑ J. R. Masiero, A. K. Mainzer, T. Grav, J. M. Bauer, R. M. Cutri, J. Dailey, P. R. M. Eisenhardt, R. S. McMillan, T. B. Spahr, M. F. Skrutskie, D. Tholen, R. G. Walker, E. L. Wright, E. DeBaun, D. Elsbury, T. Gautier IV, S. Gomillion, A. Wilkins: Main Belt Asteroids with WISE/NEOWISE. I. Preliminary Albedos and Diameters. In: The Astrophysical Journal. Band 741, Nr. 2, 2011, S. 1–20, doi:10.1088/0004-637X/741/2/68 (PDF; 73,0 MB).
  2. ↑ J. R. Masiero, T. Grav, A. K. Mainzer, C. R. Nugent, J. M. Bauer, R. Stevenson, S. Sonnett: Main Belt Asteroids with WISE/NEOWISE. Near-infrared Albedos. In: The Astrophysical Journal. Band 791, Nr. 2, 2014, S. 1–11, doi:10.1088/0004-637X/791/2/121 (PDF; 1,10 MB).
  3. ↑ B. Uzpen, S. Kipp: Rotational periods of asteroids 34, 239, 759, and 963. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 30, Nr. 3, 2003, S. 59–61, bibcode:2003MPBu...30...59U (PDF; 155 kB).
  4. ↑ H. Tan, T. Yeh, B. Li, X. Gao: Asteroid Lightcurves from Xingming Observatory: 2016–2017 June. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 45, Nr. 1, 2018, S. 57–59, bibcode:2018MPBu...45...57T (PDF; 348 kB).
  5. ↑ J. Ďurech, J. Tonry, N. Erasmus, L. Denneau, A. N. Heinze, H. Flewelling, R. Vančo: Asteroid models reconstructed from ATLAS photometry. In: Astronomy & Astrophysics. Band 643, A59, 2020, S. 1–5, doi:10.1051/0004-6361/202037729 (PDF; 756 kB).
  6. ↑ J. Ďurech, M. Vávra, R. Vančo, N. Erasmus: Rotation Periods of Asteroids Determined With Bootstrap Convex Inversion From ATLAS Photometry. In: Frontiers in Astronomy and Space Sciences. Band 9, 2022, S. 1–7, doi:10.3389/fspas.2022.809771 (PDF; 1,01 MB).