| 12 Duets (DCWM) 2012 | ||||
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| Livealbum von Anthony Braxton | ||||
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Veröffent- |
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Aufnahme |
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New Braxton House | ||||
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Format(e) |
12 CD, Download | |||
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Titel (Anzahl) |
12 | |||
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10:59:36 | ||||
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Besetzung |
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Anthony Braxton | ||||
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Studio(s) |
Wesleyan University, Middletown (Connecticut) | |||
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12 Duets (DCWM) 2012 ist ein Musikalbum von Anthony Braxton. Die 2012 an der Wesleyan University, Middletown (Connecticut), entstandenen Aufnahmen erschienen im Mai 2014 als Boxset mit zwölf Compact Discs auf dem Eigenlabel New Braxton House als Veröffentlichung der Tricentric Foundation.
Die Tricentric Foundation von Anthony Braxton hat sich in den frühen 2010er-Jahren verstärkt auf Boxsets konzentriert, wobei dieses hier die bisher umfangreichste Veröffentlichung ist. „12 Duets“ (DCWM) 2012 umfasst zwölf einstündige Konzerte und präsentiert Braxton im Duett mit drei Musikerinnen. „DCWM“ steht dabei für Diamond Curtain Wall Music, eine Braxton-spezifische Form elektroakustischer Musik: In dieser umfangreichen Sammlung erzeugt Braxton verschiedene, eindringliche Klangteppiche, über die er auf einer Vielzahl von Instrumenten improvisiert (Sopranino-, Sopran-, Alt-, Bariton- und Basssaxophon sowie Kontrabassklarinette), beschrieb Mike Borella das musikalische Geschehen. Neben seiner Klangfarbe und seinem Tonfall tragen Kyoko Kitamura (Gesang), Erica Dicker (Violine) und Katherine Young (Fagott) maßgeblich zum musikalischen Ausdruck bei.
Die Kompositionen stammen von Anthony Braxton.
Kitamura würde auf den ersten vier Aufnahmen verschiedene Sprechpassagen, Triller und Quietschlaute beisteuern, meint Mike Borella (Avant Music News). Es handle sich dabei nicht unbedingt um Scat-Gesang, vielmehr kombiniere sie gesprochene Phrasen, Nonsens-Wörter und Kehlklänge. Auf den nächsten vier Aufnahmen würden Braxtons Drones einen bedrohlicheren Charakter annehmen, während sein Saxophonspiel weiterhin hell klingt. Über diese Gegenüberstellung lege Erica Dicker ihre Violinenimprovisationen. Mal kratzig, mal konventioneller, würde sie den gesamten Tonumfang des Instruments und beschwört so eine breite und fesselnde Palette an Themen nutzen, die ihre Erfahrung in Klassik und Improvisation zeigten. Das Fagott sei eines der Lieblingsinstrumente des Rezensenten, und Katherine Young sei darauf sicher keine Anfängerin. Allerdings werde das Instrument auf den letzten vier Stücken etwas in den Hintergrund gerückt. Das soll nicht heißen, dass es nicht präsent sei – vielmehr spiele sie es perkussiv und zur Stimmungsuntermalung. Tatsächlich würde es oft so eng mit Braxtons Spiel und der Elektronik verschmelzen, dass das Ergebnis eher eine einheitliche Klangwand als bei den anderen zwei Dritteln dieses Sets darstelle.
In diesen Duetten würden sich Braxton und seine jeweiligen Partnerinnen in unterschiedliche Richtungen bewegen, manchmal so, als ob sie einander gar nicht wahrnähmen, so Borella resümierend: „Dass diese Strategie funktioniert, zeugt von der jeweiligen Virtuosität beider. Es ist ein langes und anspruchsvolles, aber letztendlich lohnendes Hörerlebnis“. Wenn man Braxton-Fan ist und Musik mit einem gewissen Reiz mag, seien diese zwölf Konzerte ein Muss.