Während eines gemeinsamen Feldzugs mit den Tepaneken gegen die Acolhua stirbt Huitzilíhuitl, Herrscher des aztekischen Stadtstaates Tenochtitlán. Nachfolger wird sein minderjähriger Sohn Chimalpopoca, der rasch in einen Machtkampf mit seinem Onkel Maxtla gerät, der die Herrschaft in der konkurrierenden Stadt Azcapotzalco anstrebt.
9. Oktober: Das Konzil von Konstanz verabschiedet das Dekret Frequens. Damit soll die regelmäßige Einberufung eines Konzils durch den Papst gewährleistet werden. Diese Kontinuität soll auch die im Konstanzer Dekret Haec sancta geforderte Vormachtstellung des Konzils über den Papst bekräftigen, denn nur durch regelmäßige Konzile kann die Kontrolle über das Amt des Papstes sichergestellt werden.
8. November: Das nach dem Prinzip der nationes zusammengesetzte Konklave zur Wahl eines neuen Papstes beginnt in einem Kaufhaus am See in Konstanz.
Papst Martin V.
11. November: Auf dem Konzil von Konstanz wird Oddo di Colonna zum Papst gewählt, der den Namen Martin V. annimmt. Dadurch wird das Große Abendländische Schisma so gut wie beendet. Am 21. November erfolgt die Krönung des neuen Papstes.
Weitere Beschlüsse des Konstanzer Konzils
Mikołaj Trąba
Mikołaj Trąba, der Erzbischof von Gniezno, erhält für sich und seine Nachfolger vom Konzil in Konstanz den Titel Primas Poloniae zur Bezeichnung seiner herausgehobenen Stellung im polnischen Episkopat. Damit steht der Erzbischof von Gniezno an der Spitze der Römisch-katholischen Kirche in Polen. Als Legatus natus ist er Botschafter des Heiligen Stuhls und vertritt in Polen die Autorität des Papstes.
Das Konzil von Konstanz verurteilt die Lehre des tschechischen Reformators Jan Hus (Er verleugnete die Wandlung [=Umwandlung] der Opfergaben in der Messe und verwirft den Ablass).