| AE&E Group GmbH | |
|---|---|
| Rechtsform | GmbH |
| Sitz | Wien, Österreich |
| Leitung | Georg Gasteiger (CEO) |
| Mitarbeiterzahl | 2726 |
| Umsatz | 613 Mio. Euro |
| Branche | Anlagenbau |
| Website | [https://www.aee-group.com ( vom 19. Dezember 2009 im Internet Archive) www.aee-group.com ( vom 19. Dezember 2009 im Internet Archive)] |
Die AE&E Group GmbH (abgekürzt AE&E) war die Holding einer Gruppe von Anlagenbau-Unternehmen aus dem Bereich der Energie- und Umwelttechnik mit Hauptsitz in Österreich. Zur Gruppe gehörten weltweit mehr als 25 Unternehmen, die größten hiervon in Österreich (Raaba/Graz, Wien), in der Schweiz (Zürich), Deutschland (Nürnberg, Köln, Ratingen), Frankreich (Paris) und Spanien (Bilbao).
Die Unternehmensgruppe war im Besitz der im Insolvenzverfahren befindlichen A-Tec Industries und stellte mit rund 40 % des Umsatzes den größten Bereich innerhalb der A-Tec dar. Infolge der Insolvenz der A-Tec Industries AG musste auch die AE&E Konkurs anmelden. Daraufhin wurde die AE&E Gruppe zerschlagen.
Nach eigenen Angaben umfasste das Portfolio der AE&E Kessel und Kesselanlagen, Gasreinigungssysteme, thermische Abfallbehandlungsanlagen, schlüsselfertige Biomasse- und Industrieanlagen, Kohlevergaser und Ventile sowie Services vom Engineering über Modernisierung und Umbau bis zum Anlagenbetrieb.
Das Unternehmen AE&E geht zurück auf die Vorgängerunternehmen Simmering-Graz-Pauker (Maschinenbaukonzern, gegründet 1854) und Waagner Biro (Stahlbauunternehmen, gegründet 1854). Im Jahre 1989 wurde das staatliche Unternehmen SGP geteilt und der Bereich Energie- und Umwelttechnik mit Teilen der VA zusammengelegt. 1992 fusionierte dieser Teil mit Waagner-Biro und bildete die AE&E.
1996 übernahm das Unternehmen die ersten Anteile (25 %) des kroatischen Kesselhersteller Đuro Đaković. Eine Übernahme von 100 % erfolgte im Jahr 2000.
Im Jahre 2002 übernimmt die A-Tec das Unternehmen.
In den folgenden Jahren expandierte das Unternehmen massiv durch Zukäufe:
Die massiven Zukäufe kamen in den Folgejahren zu einem jähen Ende. Am 24. November 2010 musste AE&E nach dem Konkurs der Konzernmutter am Handelsgericht Wien die Insolvenz (Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung) anmelden.
Laut einem Artikel des Industriemagazins habe der Vorstand der AE&E durch Bilanztricks getäuscht. Davon seien neben Öffentlichkeit und Banken auch Mirko Kovats betroffen gewesen.
Anfang Dezember gab die Andritz AG bekannt, die AE&E Austria (das bedeutet die österreichischen Niederlassungen) zu kaufen und zu sanieren. Diese firmieren nun unter Andritz Energy & Environment.
Die Schweizer Zwischenholding AE&E Inova Holding AG musste im Dezember 2010 Nachlassstundung beantragen, da ein Darlehen an die AE&E Group GmbH abgeschrieben werden musste.
Die übrigen Gesellschaften wurden wie folgt verwertet:
Durch die o. g. Zukäufe ist die AE&E-Gruppe in den letzten Jahren massiv gewachsen:
| Jahr | Umsatz [Mio. €] | Mitarbeiter |
|---|---|---|
| 2003 | 131 | 1100 |
| 2004 | 431 | 1607 |
| 2005 | 443 | 2153 |
| 2006 | 613 | 2726 |
| 2007 | 1045 | 4544 |
| 2008 | 1622 | 5005 |
| 2009 | 1812 | 5204 |
Das Logo der AE&E ist ein Penrose-Dreieck.