| Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern | |
|---|---|
| Rechtsform | Anstalt des öffentlichen Rechts |
| Gründung | 1971 |
| Sitz | München |
| Leitung |
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| Mitarbeiterzahl | ca. 1000 |
| Umsatz | 189,4 Mio. Euro (31.12.24) |
| Branche | IT-Dienstleistung Öffentlicher Dienst |
| Website | www.akdb.de |
| Stand: 2026 | |
Die Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) ist ein deutscher IT-Dienstleister am kommunalen Markt. Als Komplettanbieter liefert sie Softwarelösungen und Dienstleistungen für alle Kernbereiche von Kommunalverwaltungen für kommunale und staatliche Aufgaben. Haupttätigkeitsfeld ist neben der Softwareentwicklung der Betrieb von kommunalen Fachverfahren und Datenbanken in Rechenzentren. Sie hat die Rechtsform einer Anstalt des öffentlichen Rechts.
Die AKDB wurde 1971 unter Federführung des Bayerischen Staatsministeriums des Innern von den damaligen drei bayerischen Kommunalen Spitzenverbänden gegründet. Die Gesetzesgrundlage besteht in Art. 14 des Gesetzes über die Organisation der elektronischen Datenverarbeitung im Freistaat Bayern (EDVG) vom 12. Oktober 1970 sowie ergänzend in der Verordnung über die AKDB vom 26. Mai 1971. Träger der AKDB sind der Bayerische Städtetag, der Bayerische Gemeindetag, der Bayerische Landkreistag und der Bayerische Bezirketag.
Die AKDB hat ca. 5000 Kunden – hauptsächlich Gemeinden, Städte, Landratsämter und sonstige öffentlichen Institutionen – auf vertraglicher Basis. Sie finanziert sich durch kostendeckende Kundenentgelte für ihre Produkte und Dienstleistungen. Als „Selbsthilfeeinrichtung der Kommunen“ arbeitet die AKDB nicht gewinnorientiert.
In einem „Jahresbericht 2024“ gibt die AKDB einen Umsatz von 189,4 Mio. € an, ohne dabei anzugeben, ob damit der Umsatz der konsolidierten Unternehmen oder der alleinige Umsatz von AKDB angegeben ist. Der „Jahresbericht 2024“ weicht inhaltlich von dem Jahresbericht ab.
Die Anstalt mit Sitz in München beschäftigt insgesamt rund 1000 Mitarbeiter. Die AKDB unterhält in allen bayerischen Regierungsbezirken Geschäftsstellen (Augsburg, Bayreuth, Landshut, Nürnberg, Regensburg und Würzburg) und verfügt über weitere Standorte im Bundesgebiet.
Mit der Verordnung zur Übermittlung von Meldedaten (MeldedatenVO) wurde die AKDB vom Freistaat Bayern beauftragt, ein Behördeninformationssystem bereitzustellen, das auf dem im Service-Rechenzentrum der AKDB gespeicherten kompletten bayernweiten Einwohner-Teildatenbestand basiert. Aus diesem Datenbestand werden einfache Melderegisterauskünfte online erteilt.
Die AKDB hat folgende Beteiligungen:
Zu 40 % ist sie beteiligt an der RIWA GmbH mit Sitz in Kempten (Grundstücksverwaltung, Geographische Informationssysteme). Zudem ist sie mit 22 % beteiligt an der Beihilfe-Service Gesellschaft mbH mit Sitz in München (Software und Komplettservice zur Beihilfeabrechnung). Eine weitere Beteiligung von 20 % hält die AKDB an der votegroup GmbH mit Sitz in Aachen. Zudem ist die AKDB mit 20 % beteiligt an der Waldwasser Software-Vertriebs GmbH & Co. KG mit Sitz in Moos.
Im April 2020 hat sie gemeinsam mit der Gastgeber AG, einer Tochtergesellschaft des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands DEHOGA, und zwei Softwareentwicklern die darfichrein GmbH gegründet. Diese bot eine webbasierte Lösung zur coronabedingten Gästedatenregistrierung mit vollständiger Verschlüsselung und Speicherung im Rechenzentrum der AKDB. Unter dem Namen DIR company GmbH wurde diese nach dem Ende der Pandemie liquidiert. Ebenso ist sie an der Unternehmensberatung H&D GmbH beteiligt. Diese wiederum hält 100 % der Anteile an der H&D aplicaciones, software y desarrollo SLU, Madrid. Sie ist auch Gründungsmitglied der govdigital eG, einer Genossenschaft zum Aufbau einer öffentlich-rechtlichen Blockchain-Infrastruktur. AKDB-Vorstandsvorsitzender Rudolf Schleyer ist ehrenamtlicher Vorstand der govdigital. Die Anstalt ist Gesellschafter der PD – Berater der öffentlichen Hand. Im Januar 2024 gründete die AKDB zusammen mit weiteren kommunalen Körperschaften die Bayerische Kommunale IT-Einkaufsgenossenschaft (BayKIT). BayKIT-Vorstand sind der Vorstandsvorsitzende der AKDB, Rudolf Schleyer, und der Oberbürgermeister von Schwandorf, Andreas Feller.
Die AKDB ist an Bayerische Kommunale IT-Einkaufsgenossenschaft eG und an der govdigital eG beteiligt.
Zum 1. Januar 2026 geht die OTS-Informationstechnologie-AG als vormalige Tochter der AKDB auf die PROSOZ Herten GmbH über. Damit gehen die Aktivitäten der AKDB und der kommIT im Bau-, Jugend- und Sozialwesen sowie das Personal auf PROSOZ Herten über. Die AKDB hat einen 20%igen Anteil an PROSOZ Herten.