Achterdeich

Achterdeich
Gemeinde Stelle
Wappen von Achterdeich
Koordinaten: 53° 24′ N, 10° 6′ OKoordinaten: 53° 23′ 34″ N, 10° 6′ 25″ O
Fläche: 72 ha
Einwohner: 144 (6. Juni 1961)
Bevölkerungsdichte: 200 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1968
Postleitzahl: 21435
Vorwahl: 04174
Achterdeich (Niedersachsen)
Achterdeich (Niedersachsen)
Lage von Achterdeich in Niedersachsen

Achterdeich ist ein Ortsteil der Gemeinde Stelle im Landkreis Harburg in Niedersachsen. Bis 1968 bildete Achterdeich eine eigenständige Gemeinde.

Geographie

Achterdeich ist ein Marschhufendorf, das aus einer Kette an der Straße Achterdeich besteht, die entlang des Ashauser Mühlengrabens verläuft. Der Ortsname bezieht sich auf den hier verlaufenden alten Hinterlanddeich (nds. achter = hinten).

Geschichte

Achterdeich gehörte vor den Napoleonischen Kriegen zum Amt Winsen an der Luhe des Kurfürstentums Hannover. Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort zu Frankreich und dort zum Kanton Winsen im Departement der Elbmündung. 1814 fiel Achterdeich an Hannover zurück und gehörte dort wieder zum Amt Winsen. 1867 fiel die Gemeinde Achterdeich mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und gehörte dort seit 1885 zum Kreis Winsen. Der Kreis Winsen ging 1932 im Landkreis Harburg auf.

Bei der Sturmflut von 1962 brach der Hinterlanddeich durch den Druck des Wassers des Ashäuser Mühlengrabens. In Achterdeich wurde ein Haus weggespült, wobei vier Personen verstarben.

In der ersten Phase der Gebietsreform in Niedersachsen wurde Achterdeich am 1. Juli 1968 Teil der Gemeinde Stelle.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1845159
1871152
1885147
1895162
1910160
1925158
1939141
1950191
1961144

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)
  2. ↑ Albrecht Friedrich Ludolph Lasius: Der Französische Kayser-Staat unter der Regierung des Kaysers Napoleon des Grossen im Jahre 1812. Kißling, Osnabrück 1813, S. 62 (google.de).
  3. ↑ Puffahrt, Otto: Erinnerungen und Folgerungen aus der Sturmflut 1962. Harburger Deichverband, Deich- und Wasserverband Vogei Neuland und Artlenburger Deichverband, 2012, abgerufen am 30. Januar 2022.
  4. ↑ Statistisches Bundesamt: Gebietsänderungen 1968
  5. ↑ Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848, S. 104 (google.de).
  6. ↑ Volkszählung 1871
  7. ↑ Volkszählung 1885
  8. ↑ Volkszählung 1895
  9. ↑ Der Kreis Winsen im Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 27. April 2023.
  10. 1 2 Michael Rademacher: Harburg. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.