Adolph Brunner

Gustav Adolph Brunner (* 15. Juni 1837 in Riesbach; † 24. Oktober 1909 in Lausanne) war ein Schweizer Architekt des Historismus. Gemeinsam mit seinem Bruder Fritz Brunner führte er von 1865 bis 1886 in Zürich das Architekturbüro Adolph und Fritz Brunner.

Ausbildung und Karriere

Adolph Brunner war der Sohn eines Riesbacher Zimmermeisters, besuchte die Zürcher Industrieschule und hospitierte parallel zu einer Bauzeichnerlehre bei Johann Caspar Wolff von 1855 bis 1857 am neu gegründeten Eidgenössischen Polytechnikum bei Gottfried Semper. Er setzte seine Lehre dann bei Hans Rychner in Neuenburg fort, bevor er von 1860 bis 1863 nach Paris ging, wo er beim Architecte du Département de la Seine arbeitete, bei dem für seine denkmalschützerische Tätigkeit bekannten Émile Boeswillwald.

Das gemeinsame Büro der Brüder

Zusammen mit seinem Bruder Fritz gründete er die wohl seinerzeit bestbeschäftigte Hochbaufirma Zürichs, die im neu entstehenden Bellerivequartier den grössten Anteil der Gebäude errichten konnte und federführend auch an der Anlage der unteren Bahnhofstrasse beteiligt war.

Ab 1886

Nach dem Tod seines Bruders führte Adolph das Geschäft alleine weiter, er entwickelte sich zum Spezialisten für den Bau und die Einrichtung von Bankgebäuden, in Zürich beispielsweise die Schweizerische Kreditanstalt, Kantonalbank, Eidgenössische Bank, Volksbank und Bank Leu & Cie, in La Chaux-de-Fonds die Eidgenössische Bank, in Bern 1903 die Kantonalbank.

Nach dem Sturz von einem Baugerüst 1902 in der Zürcher Bahnhofstrasse zog sich Brunner zurück und übersiedelte an den Genfersee, wo er 1909 starb.

Werkauswahl

1865–1886
ab 1886

Literatur

Belege

  1. ↑ N.N.: Hôtel de la Banque Fédérale à la Chaux-de-Fonds. In: Schweizerische Bauzeitung. Band 34, Nr. 16, 1899, S. 154–156, doi:10.5169/seals-21408.
  2. ↑ N.N.: Kantonalbank in Bern. In: Schweizerische Bauzeitung. Band 44, Nr. 7, 1904, S. 83 (online).
  3. ↑ N.N.: Adolf Brunner (Nekrolog). In: Schweizerische Bauzeitung. Band 54, Nr. 18, 1909, S. 260 (online).