| African Piano | ||||
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| Livealbum von Abdullah Ibrahim/Dollar Brand | ||||
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Veröffent- |
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Aufnahme |
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Spectator Records, Japo Records | ||||
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Format(e) |
LP, CD, Download | |||
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Titel (Anzahl) |
8 | |||
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38:39 | ||||
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Besetzung |
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Aufnahmeort(e) |
Jazzhus Montmartre, Kopenhagen | |||
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African Piano ist ein Musikalbum von Abdullah Ibrahim (noch unter dem Namen Dollar Brand). Die am 22. Oktober 1969 live im Jazzhus Montmartre, Kopenhagen, entstandenen Aufnahmen erschienen 1970 zunächst auf Spectator Records, 1972 auf dem ECM-Schwesterlabel Japo Records; die CD-Ausgabe erschien ab 1991 bei ECM.
Der Pianist Dollar Brand, der später unter dem Namen Abdullah Ibrahim auftrat, hatte Mitte Mai 1969 sein Soloalbum African Sketchbook eingespielt. Im Oktober spielte er bei einem Auftritt in Kopenhagen acht Piano-Solos sowie das Flötenstück „Behold the Night and Day Gently They Give Way to Each Other Dear Brother“ (das auf der Japo-LP nicht enthalten ist).
Die Kompositionen stammen von Abdullah Ibrahim.
Der Titel „Kippie“, der Kippie Moeketsi porträtiert, ist auf dem Album falsch geschrieben.
Scott Yanow verlieh dem Album in Allmusic vier Sterne und schrieb, der Pianist Abdullah Ibrahim sei noch unter dem Namen „Dollar Brand“ bekannt gewesen, als er dieses Solo-Klavier-Album einspielte. Die durchgehende Live-Performance würde acht seiner Eigenkompositionen präsentieren, von denen jedoch keine besonders im Gedächtnis bleibe. Ibrahim sei damals noch auf der Suche nach seinem eigenen Stil gewesen, obwohl seine Improvisationen (die Wiederholungen und Vamps wirkungsvoll einsetzen) durchaus interessante Momente bieten. Ibrahims späteres Werk sei jedoch erheblich bedeutender.
Nach Ansicht von John Kelman, der die CD-Ausgabe für All About Jazz rezensierte, ist African Piano hervorragend, gleich aus mehreren Gründen. Erstens gebe es nur wenige ECM-Aufnahmen, die in Clubs entstanden seien, und keine davon klinge so wie diese: Zu Beginn des Eröffnungsstücks „Bra Joe from Kilimanjaro“ schienen die Geräusche von klirrenden Gläsern sowie sprechenden, hustenden oder sich bewegenden Menschen fast zu dominieren; doch sobald Ibrahims von einem Riff getragenes, modales Stück an Fahrt aufnehme, verschwänden diese Außengeräusche und ließen allein die Musik zurück – ein Zeichen dafür, dass der Pianist die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich gezogen habe. Während das von der linken Hand gespielte 5/4-Riff über die gesamte elfminütige Dauer des Stücks konstant bleibe, sei die Freiheit, die er mit der rechten Hand auslote, wahrhaft mitreißend: Sie reiche von sanften Themen und an McCoy Tyner erinnernden Quartakkorden bis hin zu gewagteren Erkundungen, atemberaubender Virtuosität in rasantem Tempo und Anklängen an nahöstliche Tonarten. Lediglich „The Moon“ reiche in seiner Länge an das Eröffnungsstück des Albums heran, ein Stück mit höherem Tempo, das eine freudvollere Harmonik aufweise und an die Musik seiner Heimat und seiner Jugend erinnere, wobei Anklänge an Gospel und indigene Volksmusik durchschimmerten. Das Album sei fesselnd und zeige einen Pianisten im Wandel – sowohl auf spiritueller Ebene, angesichts seiner Konversion zum Islam, als auch musikalisch, da er sich von den eher avantgardistischen Tendenzen seiner frühen Aufnahmen abwende und sich verstärkt auf sein südafrikanisches Erbe einlasse.