Dieser Artikel beschreibt eine spezielle Funktion. Für die Formel, die die Transmission von elektromagnetischer Strahlung beschreibt siehe Airy-Formel.
Die Airy-Funktion bezeichnet eine spezielle Funktion in der Mathematik. Die Funktion und die verwandte Funktion , die ebenfalls Airy-Funktion genannt wird, sind Lösungen der linearen Differentialgleichung
Die Airy-Funktion ist nach dem britischen Astronomen George Biddell Airy benannt, der diese Funktion in seinen Arbeiten in der Optik verwendete (Airy 1838). Die Bezeichnung wurde von Harold Jeffreys eingeführt.
Definition
Reelle Airy-Funktion
Für reelle Werte ist die Airy-Funktion als Parameterintegral definiert:
Eine zweite, linear unabhängige Lösung der Differentialgleichung ist die Airy-Funktion zweiter Art:
Komplexe Airy-Funktion
Die komplexe Airy-Funktion ist
mit Kontour von mit nach mit .
Eigenschaften
Asymptotisches Verhalten
Für gegen lassen sich und mit Hilfe der WKB-Näherung approximieren:
Für gegen gelten die Beziehungen:
Nullstellen
Die Airy-Funktionen haben nur Nullstellen auf der negativen reellen Achse.
Die ungefähre Lage folgt aus dem asymptotischen Verhalten für zu
Spezielle Werte
Die Airy-Funktionen und ihre Ableitungen haben für die folgenden Werte:
George Biddell Airy: On the intensity of light in the neighbourhood of a caustic. In: Transactions of the Cambridge Philosophical Society. Band 6, 1838, S.379–402.
Frank Olver: Asymptotics and Special Functions. Chapter11. Academic Press, New York 1974.
↑C. Banderier, P. Flajolet, G. Schaeffer, M. Soria: Planar Maps and Airy Phenomena. In Automata, Languages and Programming. Proceedings of the 27th International Colloquium (ICALP 2000) held at the University of Geneva, Geneva, 9.–15. Juli 2000 (Ed. U. Montanari, J. D. P. Rolim, E. Welzl). Berlin: Springer, S. 388–402, 2000