| Gemeinde Alange | ||
|---|---|---|
| Wappen | Karte von Spanien | |
| Basisdaten | ||
| Land: | ||
| Autonome Gemeinschaft: | ||
| Provinz: | Badajoz | |
| Comarca: | Mérida | |
| Gerichtsbezirk: | Mérida | |
| Koordinaten: | 38° 47′ N, 6° 15′ W | |
| Höhe: | 322 msnm | |
| Fläche: | 160,28 km² | |
| Einwohner: | 1.802 (Stand: 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 11 Einw./km² | |
| Postleitzahl(en): | 06840 | |
| Gemeindenummer (INE): | 06004 | |
| Verwaltung | ||
| Bürgermeisterin: | Julia Gutiérrez Dios | |
| Website: | alange.es | |
| Lage des Ortes | ||
Alange ist ein Ort und eine Gemeinde (municipio) mit 1.802 Einwohnern (Stand: 2025) in der spanischen Provinz Badajoz in der Autonomen Gemeinschaft Extremadura.
Der Ort Alange liegt heute am Ufer der im Jahr 1992 fertiggestellten Alange-Talsperre ca. 27 km (Fahrtstrecke) südöstlich von Merida in einer Höhe von ca. 325 m ü. d. M. Das Klima im Winter ist gemäßigt, im Sommer dagegen warm bis heiß; die geringen Niederschläge (ca. 520 mm/Jahr) fallen – mit Ausnahme der nahezu regenlosen Sommermonate – verteilt übers ganze Jahr.
| Jahr | 1857 | 1900 | 1950 | 2000 | 2016 |
| Einwohner | 1.761 | 1.844 | 3.240 | 2.057 | 1.915 |
Der Bevölkerungsrückgang in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist im Wesentlichen auf die Mechanisierung der Landwirtschaft und den damit einhergehenden Verlust an Arbeitsplätzen zurückzuführen.
Bereits in der Antike war der Ort durch seine Lage und seine Thermalquellen privilegiert. Während das Umland über Jahrhunderte in hohem Maße landwirtschaftlich geprägt war, ließen sich im Ort selbst Händler, Handwerker und Dienstleister aller Art nieder.

In römischer Zeit lag Alange auf einer Anhöhe oberhalb des Río Matachel an der Via de la Plata, einer antiken Straßenverbindung zwischen Hispalis (Sevilla) und Asturica Augusta (Astorga). Der Ort hatte überdies mehrere Thermalquellen. Die Burg (castillo) geht auf diese Zeit zurück (damals hieß sie Castrum Culubri); sie wurde jedoch später immer wieder verändert. Im Jahr 1234 wurden Burg und Ort im Rahmen der Rückeroberung (reconquista) von den Christen eingenommen; sogar Ibn Hud, der wenige Jahre zuvor die Herrschaft der Almohaden in Al-Andalus beendet hatte, erlitt eine Verletzung. Im 14. Jahrhundert wurden Burg und Ort dem Santiagoorden übergeben.