| Gemeinde Zafra | ||
|---|---|---|
| Wappen | Karte von Spanien | |
| Basisdaten | ||
| Land: | ||
| Autonome Gemeinschaft: | ||
| Provinz: | Badajoz | |
| Comarca: | Almendralejo | |
| Gerichtsbezirk: | Zafra | |
| Koordinaten: | 38° 26′ N, 6° 25′ W | |
| Höhe: | 507 msnm | |
| Fläche: | 62,60 km² | |
| Einwohner: | 16.735 (Stand: 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 267 Einw./km² | |
| Postleitzahl(en): | 06300 | |
| Gemeindenummer (INE): | 06158 | |
| Verwaltung | ||
| Bürgermeister: | José Carlos Contreras Asturiano | |
| Website: | Zafra | |
| Lage des Ortes | ||
Zafra ist eine Kleinstadt und eine Gemeinde (municipio) mit 16.735 Einwohnern (Stand: 2025) im Süden der spanischen Provinz Badajoz in der Autonomen Gemeinschaft Extremadura. Das Zentrum der Stadt ist als Conjunto histórico-artístico anerkannt.
Zafra liegt ca. 75 km südöstlich der Provinzhauptstadt Badajoz bzw. ca. 63 km südlich von Mérida in einer Höhe von ca. 510 m. Das Klima im Winter ist gemäßigt, im Sommer dagegen warm bis heiß; die eher geringen Niederschlagsmengen (ca. 600 mm/Jahr) fallen – mit Ausnahme der nahezu regenlosen Sommermonate – verteilt übers ganze Jahr.
| Jahr | 1857 | 1900 | 1950 | 2000 | 2021 |
| Einwohner | 5.965 | 6.136 | 9.301 | 15.158 | 16.786 |
Der deutliche Bevölkerungsanstieg in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist im Wesentlichen auf die Zuwanderung der Landbevölkerung zurückzuführen; hinzu kommen die verkehrstechnisch günstige Lage der Stadt und die Ansiedlung von mittelständischen Industrieunternehmen.
Die Menschen früherer Zeiten lebten im Wesentlichen als Selbstversorger von der Landwirtschaft; in der Stadt ließen sich auch Händler, Handwerker und Dienstleister aller Art nieder. Heute ist die Stadt ist ein bedeutender Standort für die metallverarbeitende und die Möbelindustrie der Provinz.

In der Antike lag Zafra an der Via de la Plata, einer von den Römern befestigten Verbindungsstraße zwischen Hispalis (Sevilla) und Asturica Augusta (Astorga); in der Umgebung finden sich Ruinen mehrerer römischer Landgüter (villae rusticae). Von Kelten und Westgoten fehlt dagegen jede Spur. Im frühen 8. Jahrhundert wurde die Region von den Mauren überrannt, deren Herrschaft unter den Umayyaden, Almoraviden und Almohaden bis ins 13. Jahrhundert dauerte; aus dieser Zeit stammt der Ortsname Safra oder Çafra.
Im Jahr 1241 wurde das Gebiet von den Truppen des leonesisch-kastilischen Königs Ferdinand III. (reg. 1230–1252) zurückerobert (reconquista) und anschließend von Siedlern aus dem Norden der Iberischen Halbinsel wiederbesiedelt (repoblación). Im Jahr 1394 übergab Heinrich III. (reg. 1390–1406) die Orte Feria und Zafra an Gómez Suárez de Figueroa, den Großmeister des Santiagoordens. Im Jahr 1460 wurde dessen Nachfahr zum Grafen erhoben und Philipp II. (reg. 1556–1598) schuf im Jahr 1567 den Titel eines Herzogs von Feria. Männer aus Zafra spielten eine wichtige Rolle im Rahmen der Eroberung und Kolonisierung Amerikas.
