Albert Counson

Albert Counson (* 8. März 1880 in Francorchamps, Stavelot; † 15. August 1933 in Lüttich) war ein belgischer Romanist.

Leben und Werk

Counson war Schüler in Stavelot und Verviers und studierte in Lüttich bei Maurice Wilmotte und Godefroid Kurth. Er promovierte 1901 über Malherbe et ses sources (Lüttich 1904) und ging nach Paris, Florenz und Halle, wo er von 1902 bis 1907 bei Hermann Suchier Lektor war. Dann wurde er in Gent zuerst Chargé de cours, ab 1919 ordentlicher Professor (1924–1925 auch Dekan), publizierte aber nach 1914 nicht mehr streng fachlich. Seine Bewunderung Deutschlands litt unter dem Weltkrieg, seine Verherrlichung der französischen Sprache stieß in Gent zunehmend auf taube Ohren, und sein von der Aufklärung gespeister sozialutopischer Szientismus stand immer mehr im Widerspruch zur Weltentwicklung. Ab 1922 war er Mitglied der Académie royale de langue et de littérature françaises de Belgique. Der familienlos lebende Counson starb mit 53 Jahren an einem Gehirntumor. Er hinterließ eine Bibliothek von 15 000 Bänden.

Prix Albert Counson

Seit 1940 vergibt die Académie royale de langue et de littérature françaises de Belgique alle fünf Jahre den romanistisch orientierten Prix Albert Counson (bisherige Preisträger: Maurice Wilmotte, Louis Remacle, Gustave Charlier, Fernand Desonay, Julia Bastin, Joseph Hanse, Maurice Grevisse, Emilie Noulet, Maurice Piron, Roland Mortier, Albert Henry, Raymond Trousson, Roland Beyen, Jacques Marx, André Goosse).

Weitere Werke

Literatur

Personendaten
NAME Counson, Albert
KURZBESCHREIBUNG belgischer Romanist
GEBURTSDATUM 8. März 1880
GEBURTSORT Francorchamps, Stavelot
STERBEDATUM 15. August 1933
STERBEORT Lüttich