
Alois Michner (* 2. August 1885 in Eberndorf; † 1. Februar 1959 in Klagenfurt) war ein österreichischer Politiker und Kärntner Landtagsabgeordneter.
Alois Michner war Sohn eines gleichnamigen Finanzbeamten und Bruder des Offiziers Emil Michner. Er arbeitete als Beamter im Landesdienst. Daneben war er im Deutschen Schulverein tätig, wo er 1913 zum Schriftführer des Gaues Kärnten gewählt wurde.
Während des Ersten Weltkrieges war er Kompaniekommandant beim Regiment 3 der k.k. Kärntner Freiwilligen Schützen. Nach dem Krieg wurde er Obmann der Kameradschaft der Kärntner Freiwilligen Schützen bis zu ihrer Auflösung 1938. Nach der Wiedergründung 1955 wurde Michner erneut zum Obmann gewählt und blieb dies bis zu seinem Tod.
Im April 1918 heiratete er in der Grazer altkatholischen Notkirche Sylvia Neumann.
Während des Kärntner Abwehrkampfes beteiligte er sich an den Kampfhandlungen, und erwarb dafür militärische Auszeichnungen.
Politisch engagierte sich Michner bei der Deutsche Nationalsozialistische Arbeiterpartei (DNSAP) und wurde deren Landesparteiobmann. Zur Landtagswahl 1921 trat die DNSAP gemeinsam mit dem Kärntner Bauernbund in der Kärntner Wahlgemeinschaft an und Michner erlangte als einziger Vertreter seiner Partei ein Mandat. Bei der nächsten Landtagswahl in Kärnten 1923 kandidierte die DNSAP eigenständig und erzielte genug Stimmen, um ihr Mandat zu behaupten. Als es im Sommer 1926 zur Spaltung der Nationalsozialisten in ein Lager der Hitler-Anhänger und der Vertreter einer eigenständigen Politik unter der Führung von Karl Schulz kam, unterstützte Michner und ein großer Teil seiner Landespartei die Schulz-Gruppe. Erneut verteidigte Michner sein Mandat bei der Landtagswahl 1927, zu der die DNSAP als Teil der Einheitsliste antrat. Allerdings wurde die Schulz-Gruppe zunehmend bedeutungslos. Michner legte am 30. März 1928 sein Landtagsmandat zurück und verließ im November 1929 die Schulz-Gruppe, um zum 22. desselben Monats der NSDAP-Hitlerbewegung beizutreten (Mitgliedsnummer 117.573).
Für kurze Zeit war Michner auch Mitglied der Sturmabteilung.
Nach dem Krieg fand Michner bei der Österreichischen Volkspartei Anschluss und wurde Sekretär in deren Landtagsklub.
Alois Michner starb am 1. Februar 1959 im Alter von 73 Jahren. Er ist auf dem Friedhof Stein-Viktring in Klagenfurt begraben.
| Personendaten | |
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| NAME | Michner, Alois |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Politiker und Kärntner Landtagsabgeordneter |
| GEBURTSDATUM | 2. August 1885 |
| GEBURTSORT | Eberndorf |
| STERBEDATUM | 1. Februar 1959 |
| STERBEORT | Klagenfurt |