
Das Amtsgericht Elze ist eines von acht Amtsgerichten im Bezirk des Landgerichtes Hildesheim. Es hat seinen Sitz in Elze in Niedersachsen.
Örtlich zuständig ist das Amtsgericht Elze für die Stadt Elze, die Gemeinde Nordstemmen, die Stadt Gronau und den Flecken Eime. Ihm ist das Landgericht Hildesheim übergeordnet. Zuständiges Oberlandesgericht ist das Oberlandesgericht Celle.
Nach der Revolution von 1848 wurden im Königreich Hannover mit dem am 1. Oktober 1852 in Kraft tretenden hannoverschen Gerichtsverfassungsgesetz vom 8. November 1850 die Rechtsprechung von der Verwaltung getrennt und die Patrimonialgerichtsbarkeit abgeschafft. Das Amtsgericht wurde daraufhin mit der Verordnung vom 7. August 1852 die Bildung der Amtsgerichte und unteren Verwaltungsbehörden betreffend als königlich hannoversches Amtsgericht gegründet. Es umfasste das neu geschaffene Amt Elze. Das Amtsgericht war dem Obergericht Hildesheim untergeordnet.
Im Jahre 1859 wurde das ebenfalls 1852 gegründete Amtsgericht Gronau aufgelöst und sein Sprengel dem Elzer Gerichtes unterstellt. Die Zahl der Gerichtseingesessenen vervielfachte sich von etwa 4500 auf ca. 15.000, was zu einer Einstellung eines zweiten Richters führte.
Mit der Annexion Hannovers durch Preußen wurde es zu einem preußischen Amtsgericht in der Provinz Hannover.
Sein Gerichtsbezirk umfasste ab der Neuordnung aufgrund der Reichsjustizgesetze 1879 das Amt Gronau. Es war nun dem Landgericht Hildesheim nachgeordnet. Am Gericht bestanden 1880 zwei Richterstellen. Das Amtsgericht war damit ein mittelgroßes Amtsgericht im Landgerichtsbezirk.
Nach der Auflösung des Amtsgerichtes Calenberg kamen in den Jahren 1932 und 1933 weitere Gebiete zum Gerichtsbezirk hinzu. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war das Amtsgericht Elze zunächst für etwa ein Jahr eine Außenstelle des Amtsgerichtes Alfeld. Ende 1946 wurde das Amtsgericht Elze wiedereröffnet. 1976 wurde die Gemeinde Nordstemmen dem Amtsgericht Hildesheim zugeteilt, dies wurde jedoch 1983 wieder rückgängig gemacht. Gleichzeitig verlor Elze andere Gebiete an das Amtsgericht in Alfeld, so dass sich die Zahl von etwa 46.000 Einwohnern auf ungefähr 38.000 verkleinerte.
Das Gericht war zunächst im Rathaus untergebracht. Trotz einer Zusage der Stadt, bis 1854 ein eigenes Amtsgerichtsgebäude zu errichten, kam es erst im November 1859 zur Eröffnung des heutigen Gebäudes in der Bahnhofstraße. Im Jahre 1967 wurde ein Anbau hinzugefügt, der 1986 um ein zweites Stockwerk ergänzt wurde.
Koordinaten: 52° 7′ 11,2″ N, 9° 44′ 26,5″ O