Das Amtsgericht Zeven ist eines von acht Amtsgerichten im Landgerichtsbezirk Stade und hat seinen Sitz im niedersächsischen Zeven. Dem Amtsgericht Zeven sind im Instanzenzug das Landgericht Stade, das Oberlandesgericht Celle sowie der Bundesgerichtshof in Karlsruhe übergeordnet.
Nach der Revolution von 1848 wurden im Königreich Hannover die Rechtsprechung von der Verwaltung getrennt und die Patrimonialgerichtsbarkeit abgeschafft. Das Amtsgericht wurde daraufhin mit der Verordnung vom 7. August 1852 die Bildung der Amtsgerichte und unteren Verwaltungsbehörden betreffend als königlich hannoversches Amtsgericht gegründet. Es umfasste das Amt Zeven. Das Amtsgericht war dem Obergericht Verden untergeordnet. Durch eine Verordnung vom 3. März 1859 wurde das Amtsgericht Zeven dem Obergericht Stade zugeordnet.
Mit der Annexion Hannovers durch Preußen wurde es zu einem preußischen Amtsgericht in der Provinz Hannover. Es war nun dem Landgericht Stade nachgeordnet. Sein Gerichtsbezirk umfasste nun das Amt Zeven ohne den Gemeindebezirk Quelkhorn und der Gemeindebezirk Steinfeld aus dem Amt Rotenburg. Am Gericht bestand 1880 eine Richterstelle. Das Amtsgericht war damit ein kleines Amtsgericht im Landgerichtsbezirk.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Amtsgericht Zeven zu einem Amtsgericht des Landes Niedersachsen. In der Anlage 1 zum Niedersächsischen Justizgesetz ist sein Sprengel beschrieben: Gebiet der Gemeinden Breddorf, Bülstedt, Elsdorf, Groß Meckelsen, Gyhum, Hamersen, Heeslingen, Hepstedt, Kalbe, Kirchtimke, Klein Meckelsen, Lengenbostel, Sittensen, Tarmstedt, Tiste, Vierden, Vorwerk, Westertimke, Wilstedt, Wohnste und Zeven.
Das Hauptgebäude des Gerichtes befand sich in der Bäckerstraße (Gerichtsgebäude Bäckerstraße 1 und Park). Zudem waren einzelne Abteilungen in ein Nebengebäude in der Straße Auf dem Berge ausgelagert. Im Jahre 2022 ist es an den Vitus-Platz umgezogen. Auch das Amtsrichterwohnhaus Zeven steht unter Denkmalschutz.
Koordinaten: 53° 17′ 28″ N, 9° 16′ 39,3″ O