Anemochorie

Birken zählen zu den Flügelfliegern, hier die reifen weiblichen Kätzchen von Betula populifolia vor dem Ausfliegen der Samen.
Löwenzahn zählt zu den Haarfliegern

Anemochorie (von griechisch ἄνεμος ánemos, deutsch ‚Wehen, Lufthauch, Wind‘, und χωρεῖν chōreín, deutsch ‚sich fortbewegen, wandern‘) ist die Ausbreitung von Samen, genauer gesagt der Diasporen, mit dem Wind (Windwanderer). Obgleich der Begriff primär der Botanik zugeordnet wird, findet er für alle Reiche Verwendung, beispielsweise für die Verbreitung von Pilzsporen sowie für Mikroinvertrebraten.

Je nach Gewicht und Form der Samen, Windstärke und Höhe des Samenstandes über dem Boden sind unterschiedlich weite Ausbreitungen möglich. Etliche Pflanzen, die die Anemochorie nutzen, bilden winzige Sporen aus, da leichte Samen vom Wind leichter ausgebreitet werden. Es bestehen verschiedene Strategien, den Wind zu nutzen:

Es gibt auch eine andere, weniger gebräuchliche Einteilung:

Siehe auch

Literatur

Commons: Anemochorie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Anemochorie – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. ↑ Jose A. Rivas Jr., Thomas Schröder, Thomas E. Gill, Robert L. Wallace, Elizabeth J. Walsh: Anemochory of diapausing stages of microinvertebrates in North American drylands. In: Freshwater Biology, Band 64, Nr. 7, 2. Mai 2019, doi:10.1111/fwb.13306.
  2. ↑ Karen van Rheede van Oudtshoorn, Margaretha W. van Rooyen: Anemochory. Dispersal Biology of Desert Plants. Springer, Berlin, Heidelberg, 1999. S. 33–68.
  3. ↑ Ecology. Vol. XIV, Brooklyn Botanic Garden, 1933, S. 226, archive.org.