Ombrochorie

Als Ombrochorie bezeichnet man die Ausbreitung von Pflanzensamen mittels Regentropfen. Es ist eine Unterform der Ausbreitungsmechanismen von Pflanzen.

Die Ombrochorie wird sowohl von Sumpfpflanzen genutzt als auch von Pflanzen, die an trockenen Standorten gedeihen oder gar in der Wüste beheimatet sind. Die Ombrochorie wird dabei feiner unterteilt in sogenannte Regenschwemmlinge und Regenballisten.

Die Sumpfdotterblume zählt zu den Regenschwemmlingen.

Ombrochorie ist gemeinsam mit der Bythisochorie (der Ausbreitung durch die Strömung von Fließgewässern) und der Nautochorie (Schwimmausbreitung) eine Unterform der Hydrochorie – der Ausbreitung von Pflanzensamen durch Wasser.

Eine spezielle, seltene Art der chasmogamen Selbstbestäubung ist die Regenbestäubung, die Ombrophilie (Ombrogamie), einer durch Regen benetzten Blüte. Bei Regen füllen sich die Blütenschalen mit Wasser und der Pollen wird so von den Staubbeuteln auf die Narbe übertragen. Dies ist nicht dasselbe wie die Verbreitung von Samen durch Regentropfen. Auch verschieden ist die Hydrokleistogamie, wo die Blüte geschlossen bleibt.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Schriftenreihe für Vegetationskunde. Bände 36–39, Bundesanstalt für Vegetationskunde, Naturschutz und Landschaftspflege, 2002, S. 152.