Anna Wiesinger arbeitet mit verschiedenen Techniken der Bildgestaltung, vorwiegend jedoch mit Öl auf Leinwand. Ihre zentralen Themen sind Farbe und Licht, deren Vielfalt in unterschiedlichen Kontexten und mit mannigfachen Techniken (neben Ölmalerei auch Aquarelle, Kohle- und Kreidezeichnungen auf Papier, sowie Gestaltung und Bemalung von transparenten Plexiglas-Scheiben) sichtbar gemacht wird.
Sie nahm am Projekt 2–3 Straßen teil, einem ganzjährigen Projekt innerhalb der Europäischen Kulturhauptstadt Ruhr 2010 (Leitung: Jochen Gerz), bei dem sie das Kunstprojekt „Galerie der Nachbarn: Wer hat Angst vor Rot, Gelb, Blau?“ realisierte. Aufbauend darauf entwickelte die Künstlerin das Konzept eines Abstrakten Portraits, das sie anschließend mehrfach auch in weiteren Ausstellungen und Projekten umsetzte.
Abb. 1: Abstrakte Portraits, Gesobau Berlin 2012
Abb. 2: Action 33, Acryl auf Plexiglas, 2007
Abb. 3: The gift, Öl auf Leinwand, 2018
Abb. 4: Patterns, Öl auf Leinwand, 2021
Abb. 5 Orange message, Öl auf Leinwand, 2022
Abb. 6: I & Me, Öl auf Leinwand, 2023
Ausstellungen und Projekte (Auswahl)
Anna Wiesinger bestritt bisher 21 personale Ausstellungen und mehr als 70 Gruppenausstellungen (bzw. jew. Projekte). Hier wird eine Auswahl von 27 der mehr als 90 Ausstellungen/Projekte dargestellt.
2022: Positionen (mit Patrick Fauck und Matthias Trott, Personale Ausstellung), Kulturzentrum Zehntscheune Stadthagen;
2021: Im Licht der Farben (Soloausstellung), Galerie Hesse, Hannover;
2016–18: Gestaltung von Räumen der Firma Ondis24 (Einzelprojekt, Publikation/Katalog), Projekt in einer alten Industriehalle in Schmiedeberg bei Dresden;;
2011–2012: Farbgalerie in allen Etagen – Senioren starten durch zur Farbe (Soloprojekt), Projekt „Das Abstrakte Porträt“ für die Bewohner des Seniorenwohnhauses der GESOBAU AG am Senftenberger Ring, Berlin.
2021: Pira Open Drawing Salon 2021: „The Intimate Immensity“, Piramidón. Centro de Arte Contemporáneo, Barcelona;
2020: DER KOFFER – Abstand und Nähe in ungewöhnlichen Zeiten, Ausstellung der Künstlergruppe KX07 mit Beteiligung Anna Wiesingers, Coworking-Space Hitzacker;
2019: Zwischenlandung, Ausstellung der Künstlergruppe KX07 mit Beteiligung Anna Wiesingers, Kreishaus Lüchow (Wendland);
2018: Stadtvermessung Dannenberg (Kooperationsprojekt, mit Publikation/Katalog), Kunstprojekt der Stadt Dannenberg (Elbe) zu deren Geschichte und Gegenwart, bearbeitet mit den Mitteln der Kunst (künstlerische Leitung: Anna Wiesinger);
2017: Hallo, Nachbar! Der tägliche Tanz um Nähe und Distanz, Voegele Kunst- und Kulturzentrum, Pfäffikon, Schweiz;
2014–2015: gesellschaft für sonstwas und über see (mit Publikation/Katalog), 2 Ausstellungen der Künstlergruppe KX07 mit Beteiligung Anna Wiesingers: (2014); „Die große Überfahrt“, Museumsschiff Cap San Diego, Hamburg; (2015) „Über Fahrt und Rückkehr“, Kunsthalle Neu Tramm
2013–2014: Prozesse der Identität in der Kulturlandschaft des Wendlandes (Kooperationsprojekt, Publikation/Katalog), Kunstprojekt des Landkreises Lüchow-Dannenberg in der Nemitzer Heide und im RundlingLübeln (künstlerische Leitung: Anna Wiesinger)
2009: Exposition Internationale, Da Silva Galerie Internationale, Lille;
2008: KX07 zeigt Kästen, Ausstellung der Künstlergruppe KX07 mit Beteiligung Anna Wiesingers, Galerie „kunstFleck“ Dahlenburg.
1999–2023: Klangrauminstallationen in Zusammenarbeit mit Interpreten zeitgenössischer Musik (Kooperationsprojekte), Projekte mit Lothar Voigtländer (Komponist, Aktion „Klangraum“, 1999), mit Matias de Oliveira Pinto (Cello, Installation „Colourroom“, 2004, oder Filmprojekt „Bach und Bilder: Konzert und Malerei“, 2020), mit Claudia Buder (Akkordeon), mit Hans Werner Henze (Komponist, Programm „Celloherbst am Hellweg“, als Teil der Kulturhauptstadt Ruhr.2010).
1993–1994: Quadrilog: vier Künstler aus Frankreich, Deutschland und Österreich, 2 Ausstellungen: Rathaus Berlin-Reinickendorf (1993), Schloss Oranienburg (1994);
1985: Landeskulturpreise und Talentföderungsprämien Bildende Kunst, Galerie im Ursulinenhof Linz;
Anna Wiesinger: Immaterielle Wirklichkeit, in: Lohmann, Ulla/Lohmann, Heinz: Mal Undenkbares denken. Dialog mit der Kunst, Heidelberg 2022: Verlag medhochzwei, ISBN 978-3-86216-913-9, S. 14–18.
(Co-Hg. Anna Wiesinger) Nichts bringt mehr Wirklichkeit als Utopien: Kunst im öffentlichen Raum. Textband, Dokumentation des Projekts „Prozesse der Identität in der Kulturlandschaft des Wendlandes“, Lüchow 2013: Landkreis Lüchow-Dannenberg
Anna Wiesinger: Ich reiste über meinen Horizont, in: Thiel, Hanínga (Hg): Gesellschaft für sonst was und über See, Dannenberg 2016: Gruppe KX07, S. 15–24
(Co-Hg. Anna Wiesinger) Stadtvermessung Dannenberg: Textband, Dokumentation des Projekts „Stadtvermessung Dannenberg“, Stadt Dannenberg 2018
Anna Wiesinger: Das abstrakte Portrait, in: Pfütze, Hermann (Hg): 2–3 Straßen: eine Ausstellung in Städten des Ruhrgebiets, Teil 2: Making of, Köln 2011: DuMont, ISBN 978-3-8321-9374-4, S. 120–123.
Literatur
Anna Wiesinger, in: Boomer Magazine (London: Boomer Gallery), Nr. 1 (Thema „The New Artist“, 2021), S. 18; auch online.
Jutta Grätz: Farben provozieren Emotionen. Galerie Hesse ... zeigt Bilder von Anna Wiesinger, in: Hannoversche Allgemeine Zeitung, Ausgabe vom 10. November 2012, S. 11
Rainer Wanzelius: Das sanfte Gelb des sonnigen Vormittags und andere Lieblingsfarben, in: Kollektive-Kunst.de (online-website; dort gepostet 2011), online only, abgefragt am 23. Februar 2023.
Museum Wustrow (Hg.): Anna Wiesinger: Plexiglas – Bildobjekte, Zeichnungen, Ölbilder 2005 - 2008, Bildband/Katalog zur Ausstellung 3.3.-31.5.2008, Wustrow 2008: Museum Wustrow, keine ISBN (63 Seiten).
Reinhard Mattes: Anna Wiesinger, in: Katalog zur Ausstellung Anna Wiesinger 9.2.-7.3.1989, Linz 1989: Hypo-Galerie, S. 2–3.
Paulus Wall: Anna Wiesinger, in: Kulturdirektion Land Oberösterreich (Hg.): Beispiele '85. Kulturpreise und Talentförderungsprämien. Präsentation der Preisträger, Linz 1985: Amt der oö. Landesregierung, S. 21.
↑Siehe Walter Beyer: Landeskulturpreis und Talentförderungsprämien für bildende Kunst 1985. In: Oberösterreichischer Kulturbericht, 40. Jg. Heft 3 (1985), S. 21.
↑Zu ihrem Werk schreibt die Kunsthistorikerin und Kuratorin Barbara Aust-Wegemund (Hamburg): „Reduziert auf wenige prägnante Merkmale drückt Anna Wiesinger unterbewusste Phantasien und kreative Schübe direkt durch Linien und Farben aus, ohne die Resultate durch den Intellekt zu steuern. So bleibt Anna Wiesingers Malerei immer eine kreative Arbeit, die sich nicht selbst zum Maßstab nimmt, sondern (als ernsthafte, äußerst differenzierte und sensible) mit dem Bild als Form und Raum, mit der Farbe als Material und Substanz bewusst umgeht.“, siehe den Katalog zur Ausstellung "Anna Wiesinger" im Museum Wustrow 2008; Eigenverlag Museum Wustrow, S. 56.
↑siehe Paulus Wall: Anna Wiesinger, in: Kulturdirektion Land Oberösterreich (Hg.): Beispiele '85. Kulturpreise und Talentförderungsprämien. Präsentation der Preisträger, Linz 1985: Amt der oö. Landesregierung, S. 21.