| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 49° 9′ N, 10° 37′ O | |
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Mittelfranken | |
| Landkreis: | Ansbach | |
| Höhe: | 468 m ü. NHN | |
| Fläche: | 31,29 km² | |
| Einwohner: | 2215 (31. Dez. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 71 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 91722 | |
| Vorwahlen: | 09822, 09831, 09836 | |
| Kfz-Kennzeichen: | AN, DKB, FEU, ROT | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 5 71 113 | |
| LOCODE: | DE 5AT | |
| Marktgliederung: | 12 Gemeindeteile | |
| Adresse der Marktverwaltung: |
Marktplatz 13 91722 Arberg | |
| Website: | arberg.de | |
| 1. Bürgermeister: | Marco Friedel (Freie Liste Markt Arberg) | |
| Lage des Marktes Arberg im Landkreis Ansbach | ||

Arberg ist ein Markt im mittelfränkischen Landkreis Ansbach und zählt zur Metropolregion Nürnberg.
Der Markt Arberg liegt in den Ferienregionen Fränkisches Seenland und Hesselberg zwischen dem Dennenloher See und dem Altmühlsee. Von dort fallen die Lias- und Keuperböden zum weiten Altmühltal ab. Direkt südwestlich angrenzend befindet sich die Heide, das flächengrößte Waldgebiet Mittelfrankens.
Nachbargemeinden sind (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Ornbau, Gunzenhausen, Unterschwaningen, Ehingen, Bechhofen. Außerdem grenzt Arberg an das gemeindefreie Gebiet Unterer Wald.
Die Gemeinde hat zwölf Gemeindeteile:
| Gemeindeteil | Siedlungstyp | Einwohner |
|---|---|---|
| Arberg | Hauptort | 1145 |
| Eybburg | Weiler | 19 |
| Georgenhaag | Dorf | 50 |
| Goldbühl | Dorf | 84 |
| Gothendorf | Weiler | 36 |
| Großlellenfeld | Pfarrdorf | 537 |
| Kemmathen | Dorf | 84 |
| Kleinlellenfeld | Dorf | 163 |
| Mörsach | Pfarrdorf | 199 |
| Ober- und Unterschönau | Weiler | 65 |
| Waffenmühle | Weiler | 22 |
(Stand: 2010)
Es gibt auf dem Gemeindegebiet die Gemarkungen Arberg, Großlellenfeld, Kemmathen (Gemarkungsteil 0), Kleinlellenfeld und Mörsach. Die Gemarkung Arberg hat eine Fläche von 14,069 km². Sie ist in 1761 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 7989,60 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Oberschönau, Unterschönau und Waffenmühle.


Auf der Gemarkung von Arberg konnten Spuren von keltischen, römischen und germanischen Altsiedlungen nachgewiesen werden. Auf der Gemarkung von Großlellenfeld wurden zwei gut erhaltene Keltenschanzen (Viereckschanzen) festgestellt. 1892/93 untersuchte Wilhelm Kohl als „Streckenkommissar“ im Auftrage der Reichs-Limeskommission die ORL-Strecke 14 des im Volksmund als „Teufelsmauer“ bezeichneten Raetischen Limes von der württembergischen Grenze bis nach Lellenfeld. Er ließ unter anderem die Reste des Wachturms Wp 14/41 freilegen. Dem Streckenkommissar Heinrich Eidam gelang es 1893 im Wald bei Kleinlellenfeld, die verschiedenartige Baumerkmale des Limes in ihrer Bauabfolge nachweisen.
Der Ort wurde 1229 als „Arberch“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des ursprünglichen Flurnamen ist das mittelhochdeutsche Wort „Ar“ (= Adler) ist. Jacobi leitet den Namen von „ara“ ab, was Fluss oder Wasser bedeutet (=Berg am Wasser) und verweist auf die Einmündung der Wieseth in die Altmühl bei Ornbau. Arberg war zu dieser Zeit Sitz der Eichstätter Erbschenken (siehe auch: Burg Arberg). Zwischen 1319 und 1512 erwarb das Hochstift Eichstätt alle Besitzungen in Arberg und richtete dort 1602 ein Pfleg- und Kastenamt ein. Ab 1500 gehörte Arberg zum Fränkischen Reichskreis. 1454 wurde der Ort erstmals Markt genannt.
Während der Hexenverfolgung im Hochstift Eichstätt wurden mindestens vier Frauen aus Arberg wegen Hexerei verhaftet. Zwei von ihnen wurden wieder freigelassen (Anna Schmelz 1590, Anna Spindlerin vor 1620), während Apollonia Hartliebin 1616 und Anna Gölderin aus Großlellenfeld am 24. September 1627 hingerichtet wurden.
Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört Arberg zu Bayern. Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde der Steuerdistrikt Arberg gebildet. Zu diesem gehörten Georgenhaag, Goldbühl, Gothendorf, Kemmathen, Mörsach, Oberschönau, Unterschönau und Waffenmühle. Wenig später wurde mit Ober- und Unterschönau die Ruralgemeinde Arberg formiert. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Herrieden zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Herrieden zugeordnet (1919 in Finanzamt Herrieden umbenannt). Ab 1862 gehörte die Gemeinde Arberg zum Bezirksamt Feuchtwangen (1939 in Landkreis Feuchtwangen umbenannt) und seit 1929 zum Finanzamt Ansbach, zwischenzeitlich von 1931 bis 1973 zum Finanzamt Gunzenhausen. In der Gerichtsbarkeit blieb das Landgericht Herrieden zuständig (1879 in Amtsgericht Herrieden umbenannt), von 1931 bis 1973 das Amtsgericht Gunzenhausen, seit 1973 ist es das Amtsgericht Ansbach. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 7,770 km².
Zum historischen Markt Arberg gehörten Ober- und Unterschönau. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Januar 1971 folgende Gemeinden mit ihren Teilorten nach Arberg eingemeindet: Mörsach (mit Georgenhaag und Gothendorf), Kemmathen (mit Goldbühl), sowie der Weiler Waffenmühle, der zuvor zur selbstständigen Gemeinde Wiesethbruck (heute Gemeindeteil von Markt Bechhofen an der Heide) gehörte. Lellenfeld (mit Eybburg, Großlellenfeld und Kleinlellenfeld) wurde am 1. Mai 1978 nach Arberg eingemeindet.
Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl von 2024 auf 2264 um 240 Einwohner bzw. um 11,9 %.
Gemeinde Arberg
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2005 | 2011 | 2015 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 600 | 721 | 717 | 724 | 715 | 741 | 714 | 742 | 748 | 773 | 736 | 758 | 778 | 765 | 720 | 764 | 802 | 753 | 1022 | 976 | 965 | 1034 | 2007 | 2273 | 2288 | 2278 |
| Häuser | 166 | 133 | 149 | 157 | 158 | 154 | 159 | 174 | 207 | 569 | 732 | 747 | ||||||||||||||
| Quelle |
Ort Arberg
| Jahr | 1818 | 1840 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 538 | 648 | 724 | 670 | 667 | 673 | 684 | 892 | 903 | 963 | 960 |
| Häuser | 155 | 122 | 145 | 142 | 145 | 160 | 196 | 279 | |||
| Quelle |
Der Ort ist Sitz der römisch-katholischen Pfarrei St. Blasius (Arberg). Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Maria (Königshofen) gepfarrt.
Der Marktgemeinderat hat (ohne Bürgermeister) 14 Mitglieder.
(Stand: Kommunalwahl am 15. März 2020)
Bei den Bürgermeisterwahlen am 2. März 2008 wurde Jürgen Nägelein mit 80,18 Prozent zum Bürgermeister gewählt. Er wurde bei der Kommunalwahl 2014 mit 64,0 % der gültigen Stimmen und auch 2020 im Amt bestätigt.
Am 22. März 2026 wurde im Zuge der Stichwahl Marco Friedel mit 54,9 Prozent von den Gemeindebürgern als Nachfolger von Jürgen Nägelein bestimmt.
| Blasonierung: „In Rot auf grünem Dreiberg stehend ein linksgewendeter, flugbereiter goldener Adler, dem ein aufrechter silberner Bischofsstab hinterlegt ist.“ | |
| Wappenbegründung: Der Adler und der Dreiberg stehen redend für den Ortsnamen. Der Bischofsstab und die Farben Silber und Rot sind dem Wappen des Hochstifts Eichstätt entnommen, zu dem der Ort ab dem 16. Jahrhundert gehörte. Das älteste überlieferte Siegel aus dem frühen 15. Jahrhundert zeigt nur einen Adler. |
Die Gemeindeflagge ist gelb-grün-weiß.

Die Kabarettscheune ist eine lokale Kleinkunstbühne in Georgenhaag mit rund 60 Plätzen.
In Mörsach befindet sich das Kunstatelier Zimmermann. Es widmet sich der zeitgenössischen Kunst.
Die Staatsstraße 2222 führt nach Röttenbach zur Staatsstraße 2221 (3,3 km westlich) bzw. über Streudorf und Wald zur Bundesstraße 466 (8 km südöstlich). Die Staatsstraße 2411 führt nach Ornbau (4,3 km nordöstlich). Die Kreisstraße AN 57 führt nach Wiesethbruck (1,7 km nördlich). Die Kreisstraße AN 60 führt nach Kemmathen (1,1 km südlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Oberschönau (1,2 km östlich) und nach Waffenmühle (1,1 km nördlich).
Durch Arberg verläuft die Querverbindung Feuchtwangen – Pappenheim des Main-Donau-Wegs und der Theodor-Bauer-Fernwanderweg.
Die Erholungsanlage Arberg-Mörsach ist eine Freizeiteinrichtung am Zuleiter zum Altmühlsee.
In Arberg befindet sich eine Grund- und Hauptschule sowie ein Kindergarten, in Großlellenfeld ein Kindergarten.